Antike Geschichte/Datensammlung 

Rubrik:
     Kölner Geschichte
Thema:
    Römisches Köln                                                                                                         
Anhang:  Antike Geschichte/ 
                 Datensammlung zur antiken Geschichte + 20 herausragende Persönlichkeiten

> antikes Ägypten - Die alten Griechen - antikes Römisches Imperium


Anhang zur Themen-Seite "Das römische Kölnder privaten  Web-Präsenz "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt". Diese Web-Präsenz verfolgt ausschließlich private und keinerlei kommerzielle Interessen!


Vorbemerkungen des Autors und Inhalt


1. In der
"Datensammlung zur antiken Geschichte" sind die wichtigsten Daten der antiken Geschichte * mit
  • dem antiken Ägypten von  der 1. Dynastie (ca. 3000 v. Chr.)  bis zum Ende der  30. Dynastie  (30 v. Chr., dem Jahr der  Eroberung durch die Römer),
  • den alten Griechen mit ihren Vorläuferkulturen und der großen griechischen Zeit ab der Gründung der ersten Stadtstaaten (im 9. Jhdt. v. Chr.) bis zur Eroberung  durch die Makedonier (338 v. Chr.) und der nachfolgenden hellenistischen Phase bis zur Eroberung des ptolemäischen Ägyptens durch die Römer (30 v. Chr.) und
  • dem antiken Römischen Imperium von der römischen Königszeit (ab ca. 750 v. Chr.) über die römische Republik (510 v. Chr. - 27 v. Chr. ) bis zur Aufteilung des nachfolgenden kaiserlichen Imperiums  (395 n. Chr.) und danach zum Ende des Weströmischen Reiches (476 n. Chr.)  sowie
  • Gründungsdaten des Römischen Köln und römischer Schwesterstädte Kölns in der Nähe
    in derem zeitlichen Bezug zueinander nach subjektiver Wertung des Autors zusammengestellt worden. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Einige andere altorientalische politische Hochkulturen sind mit Grobdaten erwähnt. Anregungen für sinnvolle Ergänzungen und Korrekturen nimmt der Autor gerne entgegen.


    2. In der Liste  "20 herausragende Persönlichkeiten der Geschichte von der Antike bis zum Mittelalter" sind historische Persönlichkeiten aufgeführt, die nach subjektiver Wertung des Autors von besonderer historischen Bedeutung sind.


    In  Kölner Museen werden Objekte aus den historischen Epochen gezeigt im
     
     Römisch-Germanischen Museum
    und demnächst
     Museum "Archäologische Zone"
    archäologische Exponate der Antike aus Köln und dem Rheinland
    von der Urgeschichte bis zum frühen Mittelalter
     Kölnisches Stadtmuseum

    Exponate aus der Geschichte der Stadt Köln vom Mittelalter bis heute




    1.
    Datensammlung zur antiken Geschichte

    Zeitraum

    antikes Ägypten

    Die alten Griechen
    (ab 7. Jhdt. n. Chr. im Byzantinischen Reich)
    Römisches Reich
    (ab 476 n. Chr. röm. Mittelalter)
    3000 - 2000 v. Chr.




















    ab 3500 erste Kulturen

    Frühzeit:

    ca. 3000-2700/1.– 2. Dynastie
    •  Menes erster Pharao °
    •  Abydos erste Nekropole mit Mastabas (Lehmziegelbauten)
    (° Neuerdings wird eine noch ältere Dynastie ca. 200 Jahre früher vermutet.)

    Altes Reich:
    ca. 2700-2180/3.– 8. Dynastie

    • Pyramidenzeitalter
    • Hauptstadt Memphis
    • 3./2700-2640, u.a. Pharao Djoser (1. Pyramide = Stufenpyramide in Sakkara)
    • 4./2640-2500, u.a. Snefru, Cheops, Chefren,  Mykerinos (3 große Pyramiden in Gizeh)
    1. Zwischenzeit:
    ca. 2180-2050/9.– 11. Dynastie (1. Teil)
    vor 2000-1400 Minoische  Kultur auf Kreta
    • bis 2000 Vor-Palastzeit
    • 2000-1570 Alt-Palastzeit
    • 1570-1425 Neu-Palastzeit, Palast Knossos (bis 1370)
    • legendärer König Minos
    • Zerstörung vermutlich durch Mykener

    Troja:
    Troja I-III/ 2900-2200

     

     



     









    .














    2000 - 1500 v. Chr.













    Mittleres Reich:
    ca. 2050-1780/11.– 12. Dynastie
    • Tempelbau in Karnak (Amun-Tempel) 
    • Hauptstadt Theben
    • 11./2050-1975, u.a. Mentuhotep II
    • 12./1975-1780, u.a .Amenemhet I, Sesostris III

    2. Zwischenzeit:
    ca. 1650-1550/13.– 17.Dynastie

    • 15./Hyksoszeit (Fremdherrschaft), Hauptstadt Auaris
    • 16./lokale Könige   
    um 1600-ca. 1050 Mykenische Kultur (Achäer) auf Peloponnes mit Mykene und Tyrins
    •  Einwanderer aus dem Norden
    •  mythischer König Agamemnon
    • 1400-1190  mykenische Palastzeit =  Blütezeit, um 1250 trojanischer Krieg (?) mit Sieg der Mykener unter Agamemnon gegen die Trojaner unter Priamos
    • Beendigung der Kultur durch dorische Wanderung
    (Beschreibung der myken. Zeit durch Homer („Ilias“, „Odyssee“) im 8. Jhdt.)

    Troja (Ilion/Wilusa):
    Troja VI-VIIa/1700-1150
    Wilusa war vermutlich eine Hethiter-Stadt. Der legendäre "Trojanische Krieg" fällt in diese Phase.







    .
    1500 - 1000 v. Chr.










    Neues Reich:
    ca. 1550-1070/18.– 20. Dynastie
    • Tempel- und Felsengräberzeit 
    • Hauptstadt Theben (in Echnatons Armana-Zeit: Achet Aton, in der Zeit Ramses II: Piramesse
    • 18./1550-1292, u.a. Ahmose I, Thutmoses I, Hatschepsut (1479-1458),  Thutmoses III, Thutmoses IV, Amenophis III,  Amenophis IV =  Echnaton (1351-1334), Tutanchamun (1332-1323), Haremhab 
    • 19. + 20./1292-1070, u.a. Ramses I, Sethos I, Ramses II (1279-1213), Sethos II, Ramses III - XI
     Antikdaten/Ramses II
    Ramses II
    • 1500-1275 Expansion nach Syrien
    • 1457 Schlacht von Meggido gegen Syrer (Tutmoses III = größter Feldherr)
    • 1274 Schlacht bei Kadesch gegen Hethiter (Ramses II); 1259 erster Friedensvertrag der Geschichte zwischen Ramses II und Hattusili III  
    ab ca. 1200-ca. 1000 dorische (griechische) (Völker-) Wanderung,

    Völkeransiedlungen in dieser Zeit: 

    • Dorer = spätere Spartaner (Teile  Peloponnes, Kreta, Teile Kleinasiens)
    • Aiolier (Thessalien, Teile Kleinasiens)
    • Achäer (Thessalien, Teile Peloponnes)
    • Ionier  (Attika mit Athen, Euböa, Kykladen, Teile Kleinasiens)
    12.-8. Jhdt. "dunkles Zeitalter"















     
     
     








    .
    1000 - 700 v. Chr.





















    3. Zwischenzeit:
    1070-655/21.- 25. Dynastie
    • Reich zumeist zerteilt
    • Tanis wird Residenzstadt
    • 22./Lybische/Bubastiden-Dynastie
    • 25./746-655 Nubier (Kuschiten), Einheit Ägypten/Nubien (Kusch),  Pharao u.a. Scheschonk I  (925  Plünderung des Salomon-Tempels/ Jerusalem)













    ab 9. Jhdt. Beginn der Bildung von Stadtstaaten (Poleis), Polis = Stadt mit umliegendem Land, unabhängig bis 338 v.Chr.,
    wichtigste antike Poleis: Attika/Athen, Argos, Delphi, Sparta, Korinth, Theben, Syrakus (734 von Korinth in Sizilien gegründet);

    um 900 Gründung von Sparta in Lakonien, später Doppelkönigtum mit Macht der gewählten Ephoren (= leitende Beamte), Militär-Staat;

    ab 8. Jhdt. in vielen Poleis Ersatz der Monarchien durch Oligarchien (Aristokratien mit Archonten - oberste Beamte -; in Athen mit umliegendem Gebiet (= Attika) ab 682);

    776 erste olymp. Spiel (bis 393 n. Chr.);  

    ca. 750-ca. 323 Aufstieg u. Niedergang Griechenlands (ab ca. 650-600 wird Athen führende Handelsmacht);

    ca. 750-ca. 550
    griechische Kolonisation
    (Handelsplätze und Agrarkolonien der Mutterstadtstaaten) , insbes. in Süditalien und Sizilien ("Magna Gracia")
    • Ionien in NW-Kleinasien (führende Stadt Milos)
    • in Ägypten
    • am Schwarzen Meer
    um 1000 erste Ansiedlungen

    800-100 Etrusker in Mittel-Italien (Etrurien), 300-90 Integration in Römisches Reich

    um 750 einmaliger Gründungsakt oder Besiedlung durch Latiner und Etrusker  (strittig);

    21.04.753 mythische Gründung Roms durch Romulus;

    ca. 750-510 römische Königszeit
    mit sieben Königen (
    Etrusker, Sabiner) (Daten und Namen ungesichert)
    • 1. König Romulus
    • 7. König 534-510 Lucius Tarquinus Superbus
    • bis 338 Enstehen einer latinisch römischen Aristokratie







    700 - 500 v. Chr.

    Periode der archaischen (= aus der Urgeschichte kommenden) griechischen Kultur: 

    um 700 - 480

                            













    Spätzeit:
    664-332/26.– 31. Dynastie
    • 26./Saiten = Assyrer 664/655- 525, Hauptstadt Sais, Pharaone u.a   Psammetich I, Amasis II
    • 27.+31./Perser 525-404 + 343-332, u. a. Kambyses (525-522), Darius  (521-486 ), Xerxes (486-465 )
    • 28.-30./Gegenkönige gegen Perser 404-343
    • 332 Ende der Spätzeit nach Eroberung Ägyptens durch Alexander den Großen











    ab 682 Archontat in Athen (mit 1-jähriger Amtszeit);

    621 Gesetzgebung Drakons in Athen (mit 6 von 9 Archonten als Thesmotheten = Rechtssetzer und  Einführung der „drakonischen Strafen“);

    594-593 Reformen des Solon, oberster Archon in Athen mit diktatorischen Vollmachten, "Versöhner" der Stände, Einführung einer Timokratie  (= Zensuswahlrecht mit Einteilung in 4 Vermögensklassen - Archonten aus 1/2. Klasse -), Versuch der sozialen Verbesserungen für das Volk, Staatsführung durch Archonten mit dem Rat der 400;

    560/546-510 Tyrannis in Athen (bis 528 Peisistratos, danach dessen Söhne Hipparchos und Hippias), erste Blütezeit Athens;

    509-507 Archontat des Kleisthenes in Athen, 508 Reformen mit Isonomie (= Gleichheit der Bürger) als Grundlage der ersten Demokratie der Welt, Entmachtung der Oligarchien, Volksversammlung wird Zentrum der Macht, Staatsführung durch gewählten Rat der 500 (unter Leitung eines Prytanen = Vorsitzender), Ostrakismus (Scherbengericht) als Abstimmung des Volkes
    (erstmals 488 angewandt);

    Troja: 
    Troja VIII/ 700-85

    510 Begründung der röm. Republik als Aristrokratie (später mit demokratischen Elementen) (1. Konsuln: Junius Brutus und Tarquinius Collatinus; ungesichert, möglicherweise anfangs nur 1 Praetor Maximus);

    510-27 römische Republik vom Ende des Königstums bis zum Machtverzicht des Senats mit
    • zwei für 1 Jahr gewählten Konsuln im Kollegialitäts-Prinzip an der Spitze     
    • Senat und Comitien (Volksversammlungen) als Machtinstanzen
    • fallweise befristetes Einsetzen von  Diktatoren  mit unbeschränkter Macht











    500 – 350 v. Chr

    Periode der antiken klassischen griechischen Kultur ("Klassik": Literatur, Kunst, Philosophie, Staatslehre): 

    479 - 336


































































    .
    500-494 Ionischer Aufstand gegen Persien in Kleinasien mit Sieg der Perser;

    490-479 Perserkriege (hellenisches Bündnis mit insbes. Athen/Sparta gegen Perser, siegreiche Schlachten: 490 bei Marathon, 480 bei Salamis mit gewähltem athenischen Strategen Themistokles, 479 bei Plataiai, dadurch Sicherung der Freiheit Griechenlands und Entfaltung der griechischen Kultur mit Zentrum Athen);


    477 Beginn der Blütezeit Athens (bis zum Ende der Epoche des Perikles 429);

    477-412/404 erster attischer Seebund (Athen und ionische Städte, Bundessitz zunächst Delos und ab 454 Athen, Entwicklung zur Hegenomie Athens, 448 Kalias-Friede Attischer Bund mit Persien, danach erste Auflösungserscheinungen des Bundes;

    ab 462 Perikles (um 495-429) Anführer der Demos ("freies Volk"), Ausschaltung des Areopags;
    Antikdaten/Perikles
    Perikles

    458-450 Reformen des Perikles, Vollendung der Athener Demokratie (mit Zulassung der 3. Klasse zum Archontat und Verlagerung der politischen Verantwortung auf die Volksversammlung), 445 Friedensvertrag Athen/ Sparta;

    443-429 Epoche des Perikles, Perikles als Demagoge ( = Volksführer) ununterbrochen gewählter Stratege (= Feldherr), Athen wird kulturelles Zentrum Griechenlands;

    Antikes Griechenland um 360 v. Chr.
      Griechenland um 431 v. Chr.
    (zu Beginn des Peleponnesischen Kriegs)

    431-404
    Peleponnesischer Krieg (Peloponnesischer Bund Spartas gegen Bündnis Athens), Ende der goldenen Zeit Athens, 404 Kapitulation Athens gegen Spartas Feldherrn Lysander, Auflösung des attischen Seebundes = Ende der politischen Macht Athens,
    404 Zeit der 30 Tyrannen in Athen, ab 404 Hegemonie Spartas (bis zur Niederlage gegen Theben 371);

    399 nach Wiederherstellung der Demokratie in Athen (403) Verurteilung Sokrates zum Tode;

    377-355 zweiter attischer Seebund, griechische Macht aber ab 371-362 Theben;


    359-336 Philipp II, König der Makedonier, schlägt 338 den 340 gegründeten Hellenischen Bund, Makedonische Monarchie wird Vormacht - „Hegemon“ - in Griechenland)
    ab 494 Ständekämpfe Patrizier (Adel) gegen Plebejer (übrige), Ergebnis: Schaffung einer Volksversammlung und von Rechten der Volkstribunen (Vertreter der Plebejer);

    450 Zwölftafelgesetz (schriftliche Fixierung des geltenden Rechts, Rechtssicherheit für Plebejer);

    396 Sieg gegen etruskisches Veji;

    ab 367 Reformen zugunster der Plebejer, einer der beiden Konsuln ein Plebejer (Folge: Entstehung einer Nobilität = "edle" Plebejer)












































    350 - 150 v. Chr


    Peririode der hellenistischen griechischen Kultur: 

    336 - 168/30
























                       
    Griech.-röm. Zeit:
    332 v. Chr.- 395 n. Chr.

    331 Gründung Alexandria durch Alexander d. Gr. als neue Königsstadt, Alexandria wird  kulturelles Zentrum der Antike;

    makedonische Herrscher:
    332-306,
    u.a. 332-323 Alexander I d. G.

    Ptolemäische Dynastien:
    306-30, 
    u.a.
    • 306 (304)-282 Ptolemaios I,
    • 80-58 + 55-51 Ptolemaios XII (Vater von Kleopatra),
    • Kleopatra VII 51/47-30, 48 röm. Diktator Caesar verbindet sich mit Kleopatra, 41 Marcus Antonius verbindet sich mit Kleopatra
    • 31 Antonius/Kleopatra verlieren Schlacht bei Actium gegen Römer (30 beide Selbstmord),
    • Phalanx der Pharaoen ist beendet 
    röm. Kaiser als Pharao:
    27 v. Chr.-395 n.Chr.,
    •  ab 27 v. Chr. römische Provinz  
    •  ab 284 n. Chr. spätantike Phase
    • im 4. Jhdt. Christanisierung Ägyptens
    • 395 Überleitung in Ostteil des römischen Reiches








    338-323  Korinthischer Bund (alle griechischen Städte außer Sparta unter Philipp II);

    336-323  Alexander. d. Gr.
    (Makedonier, Sohn Pilipp II),  ab 334 Feldzüge 
    • 333 Sieg bei Issos gegen Perser 
    • 333-331 Unterwerfung Syriens, Ägyptens, Mesopotaniens, Phönikiens
    • 326 Zug nach Indien
    • 325 Weltmachtgedanke  („Alexanders Weltreich“),  Zusammenlegung der 3 Reichsgebiete, Alexander = Perserkönig, Hegemon in Griechenland und makedonischer König);
    336-30 Hellenismus (= 1. Weltkultur; Ausbreitung der griechischen Kultur im gesamten Orient, bis zur Integration der hellenistischen Königreiche in das römisches Reich);

    ab 323 Diadochen- (Nachfolge-) staaten bis zur röm. Eroberung: 
    • Seleukiden-Reich (Kleinasien, Iran, Mesopotamien  u. Syrien) 305-64 
    • Ptolemäer-Reich (Ägypten) 306-30 
    • Antigoniden-Reich (Makedonien, anfangs Teile Kleinasiens) 306-168 
    • Attaliden (Pergamon)  281-133 (ab 133  röm. Provinz Asia) 
    • Bundesstaaten (Aiolischer Bund und  Achäischer  Bund) anstelle Poleis (Griechenland) 323-146;
    Antike hellenistische Diadochenstaaten um 200 v. Chr.
    Diadochen-Staaten um 200 v. Chr.

    200 Beginn der Eroberung der Diado
    chenreiche durch Römer (197 Ende der Herrschaft der Makedonier in Giechenland, 168 Eroberung Griechenlands durch Römer, ab 146  röm. Provinz Makedonien)
    343-290 Eroberung Mittelitaliens gegen Samniten;

    340-338 Latinerkriege mit Anschluß Latiums;

    287 Ende der Ständekämpfe Patrizier/ Plebejer (Lex Hortensia = Verbindlichkeit der Beschlüsse der Volksversammlung);


    275 Sieg gegen gegen griech.Tarent (unter Pyrrhos) in Süd-Italien nach Niederlage 280 (= "Pyrrhos-Sieg") und Machtübernahme in Süd-Italien;

    ab 272 römische Herrschaft über ganz Italien (bis zum Rubikon im Norden);

    264-241 1. Punischer (Karthagischer) Krieg gegen das 814 gegründete Karthago, 241 Sieg Roms und Erwerb Sizilien als 1. römische Provinz, Beginn des Aufbaus des römischen Imperiums;

    218-201 2. Punischer Krieg, nach zunächst schweren Niederlagen 217/216 - u.a. bei Cannae - Sieg gegen Karthager Feldherrn Hannibal (247- 183), Erwerb karth. Teil Spaniens, nach Sieg Roms Vorherrschaft über Mittelmeerregion; 

    215-205 1. Makedonischer Krieg;

    200-197 2. Makedonischer Krieg, Sieg gegen Makedonien mit dessen Verzicht auf Griechenland;

    171-168 3. Makedonischer Krieg, 168 Ende des makedonischen Königtums, 148 röm. Provinz










    150 – 1 v. Chr.































































     






















    .
    146-395 n.Chr. römische Herrschaft über Griechenland u. Makedonien

    Troja:
    Troja VIII/ 700-85
    Troja IX/   5-500 n. Chr. 

























    149-146 3. Punischer Krieg, 146 Zerstörung Karthagos u. Gründung der römischen Provinz Africa;

    bis 133 Bildung der Optimates (Parteigänger des konservativen Adels und des Senats) und der Populares (Parteigänger des Volkes - der Plebejer -);

    133 Reformversuch des Tiberius Sempronius Gracchus (Landreform), Volkstribun, "röm. Revolution" nach Mord gescheitert, 121 erneuter Versuch des Bruders wieder gescheitert;

    133-30 diverse Bürgerkriege nach Scheitern der röm. Revolution (bis zur Machtergreifung Octavians);

    ab 107 Marius (von Popularen) Volkstribun und 7 * Konsul, Fortsetzung der Reformen/Heeresreform, zuvor 102/101 Siege gegen Germanenstämme;
     
    82-79 Diktatur Sullas (von Optimaten), Ziel: Wiederherstellung aristrokratischer Senatsherrschaft; 

    73-71 Slavenaufstand unter Spartakus (zunächst siegreich, dann Vernichtung);

    60-53 erstes Triumvirat (private Abmachung Pompeius, Caesar, Crassus zur
    gegenseitigen Unterstützung);


    59-44 Gaius Julius Caesar
    • 59 Konsulat
    • 58-51 Eroberung von Gallia als  Prokonsul (52 erfolgreiche Schlacht bei Alesi)
    • 49-48 siegreicher Bürgerkrieg gegen Pompeius
    • ab 48 Diktator und ab 45 Diktator auf Lebenszeit u. Imperator = faktisches Ende der Republik
    • 44 ermordet, Ende der Diktatur;
    Antikdaten/Caesar
    Caesar

    49-30 neue Bürgerkriege ( 42 Schlacht bei Philippi in Makedonien gegen Caesarmörder);

    43-32 zweites Triumvirat (anerkanntes Bündnis Marcus Antonius, Gaius Octavianus, Lepidus (bis 36) = faktisches Ende der Demokratrie, 40 Aufteilung des Imperiums);

    32-30 Ptolemäischer Krieg, ausgelöst durch Heirat Antonius/Kleopatra in 37 (Agrippa, Feldherr des Octavian, schlägt 31 Marcus Antonius/Kleopatra in Schlacht bei Actium in Griechenland), Ägypten wird 30 römische Provinz, danach ab 30 Alleinherrschaft des Octavian;

    27. v. Chr.-476 römische Kaiserreich (395-476 Weströmisches Reich);  (Oströmisches/Byzantinisches Kaiserreich 395-1453);

    ab 27 Prinzipat (Erster unter Gleichen) des Augustus und de facto Beginn des römischen Kaiserreichs ;

    Antikdaten/Augustus
    Augustus

    30 (27)-14 n. Chr. Alleinherrschaft des  Octavian; O. stellt formal die Republik wieder her und erhält 27 den Titel  Augustus (= "der Erhabene") sowie ab  23 die tribuzianische und ab 19 die konsulatorische Gewalt auf Lebenszeit, wird damit alleiniger Gesetzesgeber; aus 34 Provinzen werden 22 kaiserliche u. 12 senatorische Provinzen; ab 12 O. Pontifex Maximus;

    um 19 Gründung der Ubier-Siedlung Oppidum Ubiorum am Rhein (heutiges Köln) in der Provinz Gallia an der Ostgrenze des Imperiums;

    ab 12 v. Chr. Beginn der Unterwerfung der rechtsrheinisch siedelnden Germanen in Germanenkriegen unter gallischen Statthaltern (Drusus, Tibrius, Varus und zuletzt Germanicus);

    9 n. Chr. vernichtende Niederlage unter Varus gegen Germanen unter Führung des  Cheruskers Arminius ("Varusschlacht");

    ab um 16 n. Chr. Rückzug auf linke Rheinseite mit Ostgrenze Rhein bzw. ab um 120 ab Rheinbrohl (südlich Kölns) Limes (Limes gehalten bis 260)
     1 –  400 n. Chr. 395 Ägypten fällt nach Teilung des römischen Reiches an das Oströmsche (Byzantinische) Reich  
    ab 293 römische Tetrarchie, 293-311 Galerius Caesar und ab 305 Augustus im Osten, damit auch für Griechenland u. Makedonien);

    324 Sieg Konstantins gegen verbliebenen römischen Kaiser Licinius im Osten, danach Konstantin absolutistischer alleiniger Augustus =  formales Ende der Tetrarchie

    393 Verbot der olympischen Spiele;

    395 Aufteilung des Römischen Imperiums in Weströmisches Reich und Oströmisches Reich (aus dem Oströmischen Reich wird später das Byzantinsche Reich);

    ab 395 Griechenland Teil des Oströmischen Reiches;

    396 Plünderung Athens durch Westgoten (König Alarich I)


    14-68 julisch-claudische Kaiser-Dynastie  (14-37 Tiberius, 37-41 Caligula, 41-54 Claudius, 54-68 Nero = Sohn der 15 in der späteren CCAA (Köln) geb. Agrippina);

    43 röm. Provinz Britannien;

    50 Verleihung der höchsten röm. Stadtrechte als röm. "Colonia... "(CCAA) an das Oppidum Ubiorum (heutiges Köln);

    68/69 4-Kaiser-Jahr (darunter Vitellius in Köln);

    69-96 flavische Dynastie (69-79 Vespasian, 79-81 Titus, 81-96 Domitian); 70 Zerstörung des Tempels in Jerusalem und Sieg gegen die aufständischen Juden, die in Folge 135 aus Palästina vertrieben werden, unter Feldherr Titus;

    um 90 Gründung der Provinzen Germania Inferior (Hauptstadt CCAA/Köln) und Germania Superior (Hst. Mainz);

    96-192
    Adoptiv-Kaiser (96-98 Nerva, 98-117 Trajan, 117-138 Hadrian, 161-180 Marc   Aurel); Glanzzeit des Imperiums, unter Trajan Begründung des absolutistischen Dominats anstelle des Principats mit Einführung des Namens Caesar (= Kaiser);

    AntikdatenTrajan                     AntikdatenHadrian
                                  
    um 115 größte Ausdehnung des Römischen Reichs (Assyrien letzte Provinz);
    Antikdaten/Römisches Reich 117 n. Chr.
    römisches Reich 117 n. Chr. 

    120 Bau des Limes als Grenzbestigung gegen die Germanen von Rheinbrohl am Rhein (südlich von Köln) bis zu Donau und Einbeziehung dieses  Germanengebiets in das Imperium;

    166-180 Markomannenkriege (Einfall germanischer Stämme im Donaubereich) als Beginn der Barbareneinfälle, Römer siegreich;

    193-235 Severische Dynastie (
    193-211 Septimius Severus, 211-217 Caracalla), 212 Bürgerechte für alle Provinzen;

    235-284 Soldaten-Kaiser (270-275 Aurelian);

    260-274 gallisches Sonderreich im römischen Reich (Hauptstadt 260-ca. 269  CCAA - Köln - und danach Treveris -Trier-);

    260 Aufgabe des Limes und Rückzug auf Rhein und Donau als Grenze (nach Einfällen von Alamannen und Goten um 230-240);

    284-305 Diokletian (284 Reichsreform mit Dominat/absolutistisches Kaisertum); ab 285 Mitkaiser Maximianus - 285 als Caesar, ab 286 als Augustus, ab 293 innerhalb Tetrarchie -, Residenz Mediolanum (Mailand);

    293-formal 324 Tetrarchie = Aufteilung in West- und Ostreich (mit den 4 Präfekturen Italia/Africa, Gallia/Britannia, Oriens u. Illyricum) und je einem Augustus (Kaiser) und einem Caesar (Juniorkaiser), erste Tetrarchie bis 305:
    Maximianus + Constantius Chlorus (W)  und
    Diocletianus + Galerius (O),

    Residenzstädte im Westen: Mediolanum (Mailand) und Treveris (Trier);
    ab real 312 Dyarchie und ab 324 wieder Alleinherrschaft (des Konstantin);

    306-337 Konstantin I der Große,
    • 306-310 Caesar im Westen
    • ab 310 Augustus im Westen
    • 312 Sieg in Schlacht an der Milvischen Brücke in Rom unter dem Christuszeichen gegen Mitkaiser Maxentius, danach   Alleinherrschaft im Westen
    • 324 Sieg gegen verbliebenen Kaiser Licinius im Osten, danach Konstantin absolutistischer alleiniger Augustus =  formales Ende der Tetrarchie
    • 330 Byzanz = Konstantinopel Hauptstadt
    Antikdaten/Konstantin I
    Konstantin I

    um 310 Bau der ersten Rheinbrücke durch die Römer zur Verbindung der CCAA (heutiges Köln) mit dem rechtsrheinischen Militär-Kastell Divitia (Einrichtung um 310-315)

    313 Toleranzedikt von Mailand unter Konstantin und  Licinius (= freie Religionswahl), das das Ausbreiten des Christentum im Imperium zur Folge hatte;

    337-363 Aufteilung des Reichsgebiets unter 3 Söhne des Konstantin I;


    363 Ende der Konstantinischen Dynastie (seit 293);

    375 Hunneneinfall in Westeuropa als Auslöser der Völkerwanderung, die mit zum Niedergang des römischen Imperi- ums beitrug;

    379-395 Kaiser Theodosius (Ost-Rom, ab 394 auch West-Rom);

    395 Aufteilung des Imperiums in Weströmisches Reich und Ostr
    ömisches Reich zunächst unter Söhne Theodosius
    400 - 800 n. Chr.






















    642 Ägypten wird von Arabern eingenommen und islamisch
























    527-565 Kaiser Justinian I (Übergang von Antike zum Mittelalter);

    582-602 Kaiser Maurikios, schuf 584 die Exarchate (Statthalterschaften) Italien (mit Teilen Italiens, bis 751, Haupststadt  Ravenna) und Africa (bis Ende 7. Jhdt, Hauptstadt Karthago); 

    610 Beginn des Byzantinischen (Oströmischen) Reiches (mit griechischer Sprache und Kultur);

    610-641 Herakleios, Athen wird kulturelles Zentrum und griechisch wird Amtssprache im Byzantinischen Reich;

    ab 636 Araber erobern große Teile des orientalischen Besitzes ;

    717-802 Syrische (isaurische) Dynastie, u. a. 717-741 Leo III

    nachrichtlich:
    1453 Ende des Byzantinischen 
    (Oströmischen) Reiches nach Eroberung Konstantinopels durch Osmanen (Byz. Reich wird Teil des Osmanischen Reichs = asiatisch-europäisches türkisches Reich)

    395 (293)-402 Mailand und ...
    402-476 Ravenna
    Hauptstadt des Weströmischen Reiches;


    410 Eroberung Roms durch Westgoten (König Alarich I), Beginn des Untergangs des Weströmischen Reiches;

    476 Ende des Weströmischen Reiches und der Antike nach Sturz des letzten Kaisers Romolus Augustulus (475-476) durch den Germanen-Fürsten Odoaker,  Kommandeur der letzten kaiserlichen Armee;

    493-552 Ostgoten in Italien (Haupstadt Ravenna)

    527-565 Kaiser Justinian I/Ostrom (535-555 Ostgotenkriege, zeitweise Rückeroberung von Teilen der West
    -Provinzen u. Versuch der Wiedervereinigung);

    568-774 Langobardenreich in Italien (mit in Teilen byz. Besitz, Exarchat (Statthalterschaft) 584-751, Hstd. Ravenna, Ende 774 nach Sieg Karls des Großen);

    Ende 8. Jhdt. begründet  angebliche Konstantinische Schenkung (später als
    Fälschung entlarvt) den Kirchenstaat und die Vormachtstellung der Päpste;


    800 Kaiserkrönung Karls des Großen in Rom, Beginn des karolingischen fränkischen Imperiums


    Das alte Ägypten 
    freigeben von 
    Das alte Ägypten. Reich der Pharaonen
    einer hervorragenden Webseite
    Antikdaten/Athen um 430 v. Chr.
    Athen
     zur Blütezeit im 5./4. Jhdt v. Chr. -

    antikes Rom
    Rom
    - zur Kaiserzeit -

    einige andere Frühkulturen im Orient  (alle Daten v. Chr.)
    • ab ca. 3500           Bildung erster Kulturen inMesopotamien/Babylonien (heute: Irak, Syrien, West-Iran, Türkei)
    • um 2900-2000       Sumer- und Akkad-Reiche in Mesopotamien (um 2350-2300 Sargon I in Akkad; um 2110-2000 3. Dynastie von Ur mit König Urnammu)
    • ab 2000-1200        Reich der Hatti (Hethiter) in Kleinasien (heutige Türkei) (3. Macht neben Ägypten und Babylon, Blütezeit 1570-1280 1640-1380 altes Hethiterreich, 1380-1200 neues Hethiterreich)
    • um 1890-1595       Alt-Babylonien (ca. 1792-1750  Hammurabi)
    • um 1800-1500       Alt-Assyrien (um 1810-1780 Schamschi-Adad I)
    • um 1400-332         Phönikien (Stadtstaaten im heutigen Libanon, führend: Tyros), 814 Gründung der Handelskolonie Karthago durch Tyros
    • 1390-1080             Mittel-Assyrien
    • 1020-135 n.Chr.    Israel/Juda (um1000-970 König David, 586-539 Exil in Babylon, ab 539 unter Persern und später Hellenen autonomer Priesterstaat der Juden, 63 Eingliederung in  römisches Reich, 39-4 v. Chr. Herodes König der Juden in Palästina, 70 n. Chr. Zerstörung Jerusalems inkl.Tempel durch römischen Feldherrn Titus, 135 n. Chr. römischen Provinz Syria/Palaestina und Judenverbot)
    • 883-612                Neu-Assyrisches Reich (745-727 Tiglatpileser III Gründer des ass. Weltreiches, 681-669 Asarhaddon, ca. 700-650  größte Ausdehung)
    • 728-550                Meder im heutigen Iran (ab 625 Medisches Reich, 550 Eingliederung in Persisches Reich)
    • 650-146                Punier (Nachfahren der phönikischen Karthager), Zerstörung 146 durch Römer
    • 625-539                Neu-Babylonisches (Chaldäisches) Reich (604-562 Nebukadnezar II, 555-539 Nabonid + Belsazar, 539 Eroberung durch Perser)
    • 705/559-331          Perserreich der Achämeniden (559-530 Kyros II der Große, 521-486 Daraios I, 486-465 Xerxes I; 331 Eingliederung in  Alexan ders hellenisches Weltreich), ab 323 Nachfolgereiche (u.a. 247 v. Chr.-224 n.Chr. Parther-Reich, 224 n. Chr.- 642 Sasaniden-Reich)


    1a. Gründungsdaten des Römischen Köln und Daten der Mutterstadt Rom und römischer Schwesterstädte Kölns in der Nähe


    antike Stadt


    Daten

    römischer Name **

    Rom

    753 v. Chr. mythische Gründung Roms durch Romulus
    ca. 750 - 510 v. Chr. römische Königszeit
    510 - 27 v. Chr. römische Republik
    27. v. Chr. -  476 
    römische Kaiserreich (395 - 476  Weströmisches Reich),  (Oströmisches/Byzantinisches Kaiserreich 395 - 1453)
    Roma



    Kölnum 19. v. Chr.Gründung im Gebiet der späteren Colonia (heutige Kölner Innenstadt)
    50 n. Chr. Erhebung der Oppidum zur Colonia
    ab um 90  Haupstadt der Provinz Germania Inferior (Nieder-Germanien) (ab um 300 Germania Secunda)
    259/260 - ca. 271 Hauptstadt des vom Statthalter Postumus in Köln gegründeten römisch-gallischen Sonderreiches
    Oppidum Ubiorum 
    Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA)  


    Trierum 16 v. Chr.Gründung
    ca. 271 - 274  Hauptstadt des vom Statthalter Postumus in Köln gegründeten römisch-gallischen Sonderreiches
    293 - um 390 zeitweise Residenzstadt des westlichen römischen Teilreiches            
    Augusta Treverorum (ab Mitte 1. Jhdt. Colonia Augusta Treverorum)

    ab Ende 3. Jhdt. Treveris
    Tongeren
    (Belgien)
    um 15 v. Chr. Gründung

    Atuatuca Tungrorum in der Civitas Tungrorum

    Xanten

    um 13  v. Chr Gründung  in Nähe des heutigen Xanten
    71 n. Chr. Gründung  in Nähe des heutigen Xanten 
    um 100 Erhebung einer Siedlung  im Gebiet der heutigen Stadt Xanten in Nähe der Lager Vetera zur Colonia
    Castrum Vetera I 
    Castrum Vetera II 
    Colonia Ulpia Traiana (CUT)
    Mainz
    um 13 v. Chr. Gründung im heutigen Stadtteil Mainz-Kästrich
    ab um 90 Hauptstadt der Provinz Germania Superior (Ober-Germanien)
    Castrum Moguntiacum

    Bonn

    um 12 v. Chr. Gründung
    1. Jhdt. nach Chr. Gründung von Castra 
    Vicus Bonna
    Castra Bonna/Bonnensia (?)
    Speyer
    um 10 v. Chr. Gründung eine Castrums 

    Castrum Noviomagus

    Koblenz
    um 9 v. Chr. Gründung in der heutigen Altstadt 

    Castrum Confluentes

     
    *  
    Zur Antike wird im allgemeinen der Zeitraum von 800 v. Chr. bis 500 n. Chr. mit dem archaischen und klassischen Griechenland, dem Hellenismus und dem Römischen Imperium gerechnet. Bei einem etwas weiter gefassten Antikbegriff werden auch die altorientalischen Hochkulturen ab ca. 3000 v. Chr. in Ägypten,
    Meso
    potamien, Syrien und Kleinasien mit dazu gerechnet.

    **
    Vicus = kleine römische zivile Siedlung;
    Oppidum = befestigte römische zivile Siedlung; Atuatuca = römische Siedlung der KeltenCastrum /Plural Castra = römisches Militär-/Legionslager, Civitas = römischer Verwaltungsbezirk; Colonia = Stadt römischen Rechts


    Anmerkung des Autors:
    Die Daten sind nach bestem Wissen zusammengetragen worden. Vor allem die Daten der Zeit bis um 1000 v. Chr. sind naturgemäß als Ca.-Daten anzusehen. Die Chronologie der Ägyptischen Reiche ist unter Historikern und Ägyptologen umstritten; deren Daten differieren zum Teil beträchtlich. In der obigen Liste ist eine etablierte Fassung verwendet worden, die sich auf Aufzeichnungen des Tempelschreibers Manetho (3. Jhdt. v. Chr.) aufbaut und an Daten des Ägyptischen Museums in Berlin und der Ägypten-Ausstellung 2007 in Bonn angepasst ist. Auf die Daten der ägyptischen Chronologie bauen sich zum Teil die Daten  anderer älteren Reiche auf.


    2. 20 herausragende Persönlichkeiten der Geschichte von der Antike bis zum Mittelalter

    In nachfolgender  Liste sind einige der wichtigsten und herausragensten politischen Persönlichkeiten
    von der Antike (bis 5. Jhdt. n. Chr.) bis zum Mittelalter (5. - 15. Jhdt.) und deren Wirken aufgeführt, die nach subjektiver Wertung des Autors von besonderer historischen Bedeutung sind.

    Persönlichkeit
    Lebensdaten
    Funktion und politische Daten
    historische Bedeutung

    Hammurabi

    um 1810 - 1750
    v. Chr.
     
     
    König im Altbabylonischen Reich/

    1795 - 1750
    Hammurabi erstellte die älteste vollständig erhaltene Rechtssammlung, den Codex Hammurabi (Stele von Susa, zu sehen im Louvre in Paris)
    Ramses II

    um 1298 - 1213
    v. Chr.

    Pharoa der 19. ägyptischen Dynastie/

    1279 - 1213
    Wirtschaftliche Blütezeit Ägyptens, Friedensschluss mit Nachbarvölkern (u. a. 1259 Vertrag mit Hethitern), bedeutender Bauherr (u. a. Abu Simbel).
    Nebukadnezar II
    um 640 - 562
    v. Chr.
    König im Neubabylonischen Reich/

    604 - 562 
                                                                  
    Große Bautätigkeit (besonders in Babylon), großer Eroberer (laut Bibel auch von Jerusalem mit der Folge der sog. Babylonischen Gefangenschaft der Juden).
    Kyros II der Große um 585 - 529
    v. Chr.
    Perserkönig der Achämeniden/

    559 - 529
    Umfangreiche Eroberungen (u.a. Mederreich und Babylon).

    Kleisthenes
    um 570 - 507
    v. Chr.
    Archon (Archonten = oberste Regierungs-Beamte) in Athen/

    509 - 507
    508 umfangreiche Reformen mit Einführung der Gleichheit der Bürger und Entmachtung der Oligarchie als Grundlage für die attische griechische Demokratie, der ersten Demokratie der Welt.
    Perikles
    um 495 - 429
    v. Chr.
    athenischer Staatsmann und Feldherr/
    462 - 429,
    ab 462 an der Spitze der Demos (= freies Volk), ab 443 als Demagoge (= Volkführer) ununterbrochen gewählter Stratege (= Feldherr)
    Unter Perikles ab 458 Vollendung der Athener Demokratie (seit Archontat des Kleisthenes 508 erste Demokratie der Welt); Athen wurde in dieser Zeit kulturelles Zentrum der Griechen. Perikles  führte Athen aber auch in den 404 verlorenen Krieg mit Sparta.
    Alexander der Große
    356 - 323
    v. Chr.
    makedonischer König und Hegemon des Korinthischen Bundes (griechische Städte außer Sparta)/

    336 - 323
    Alexander dehnte das ererbte Reich in ganz erheblichem Maße aus. Kleinasien, Persien, große Teile des Orients und Indiens sowie Ägypten wurden erobert.
    Qin Shi Huang Di
    256 - 210
    v. Chr.
    Gottkaiser der Qin-Dynastie und erster Kaiser Chinas/

    221 - 210
    Qin war Begründer des chinesischen Kaiserreiches mit bedeutenden Errungenschaften und Reformen. Sein Mausuleum beherbergt die berühmte Terrakotta-Armee.
    Gaius Marius
    156 - 86
    v. Chr.

    römischer Staatsmann und Feldherr/

    Volkstribun und 7 mal Konsul (erstes Konsulat 107), Anführer der Popularen im Bürgerkrieg ab 88
    Marius gilt wegen seiner 107 eingeleiteten Reformen (mit Fortsetzung der Refomen des Tiberius Gracchus von 133 und mit einer Heeresreform) als neuer Gründer Roms.
    Gaius Julius Caesar
    100 - 44
     v. Chr.
    römischer Staatsmann (u. a. Konsul und Diktator) und Feldherr/

    erstes Konsulat 59, Diktator ab 48
    Caesar eroberte 58 - 51 Gallien (heutiges Westeuropa bis zum Rhein); hieraus entstanden u. a. die römischen Provinzen und Städte (wie um 19 v. Chr. Köln)  im lrh. Germania.
    Octavian/
    später Augustus ("der Erhabene")
    63 v. Chr. -
    14 n. Chr.
    De facto Alleinherrscher im Römischen Imperiums sowie Prinzipat und Pontifex Maximus/

    30 v. Chr. (ab 27 Prinzipat als Augustus) - 14 n. Chr.
    Octavian beendete das Jhdt. der Bürgerkriege und begründete de facto das römische Kaiserreich. Es begann eine lange Friedensphase mit Neuordnung der Provinzen.
    Marcus Ulpius Traianus

    und

    Publius Aelius Hadrianus
    Trajan 53 - 117



    Hadrian 76 - 138
    römische Kaiser in der Phase der Adoptivkaiser/
    Trajan 98 - 117


    Hadrian 117 - 138
    Unter Trajan bekam das Römische Imperium nach den Daker- und Partherkriegen und mit den letzten Provinzen seine größte Ausdehnung. Unter beiden Kaisern begann die Absicherung der Grenzen (Limes, Hadrianswall). Die Regierungszeiten der Kaiser waren durch viele Reformen und rege Bautätigkeiten geprägt.
    Konstantin I der Große
    um 280 - 337
    römischer Kaiser, in der Tetrarchie ab 306 als Caesar (Juniorkaiser) und ab 312 als alleiniger Augustus (Senoir-Kaiser)  im Westen sowie  324 - 337 absolutistischer Alleinherrscher im römischen Reich

    Konstantin ist insbes. bedeutend wegen der konstantinischen Wende, die 313 mit dem Toleranzedikt von Mailand die Religionsfreiheit zuließ und damit die Ausweitung des Christentums im Imperium einleitete.
    Chlodwig I
    466 - 511
    König im Frankenreich der Merowinger/

    482 - 511 (ab 507 der vereinigten Stämme)
    Chlodwig berherrschte Großteile Galliens und gilt als Begründer des Frankenreiches. Sein Übertritt zum Christentum um 498 in Reims gilt als maßgebend für  die Christianisierung des Abendlandes.
    Karl Martell
    um 688 - 741
    fränkischer Hausmeier (Hausmeier waren Leiter der Regierungsgewalt am Hofe)/

    714 - 741
    Martell wurde berühmt durch den Sieg in der Schlacht von Tours und Poitiers gegen die von Spanien einfallenden Mauren, der als Rettung Europas vor den Muslimen angesehen wird.
    Karl der Große
    747 - 814
    König im Frankenreich der Karolinger (Krönung in Noyon)/
    68 - 814 (ab 774 auch König der Langobarden);
    Kaiser
    (Krönung durch den Papst in Rom)/
    800 - 814
    Karl d. G. war erster europäischer Kaiser nach Zerfall des Weströmischen Reiches (476); sein wesentlich reformiertes Karolinger-Reich gilt als Nachfolgereich des Römischen Reiches.
    Otto I der Große
    912 - 973
    König des Ostfrankenreiches der Ottonen/
    936 - 973;
    Kaiser des Römischen Reiches/
    962 - 973
    Unter Otto I hatte das neue Reich (später: "Heiliges Römische Reich (deutscher Nation)") seinen ersten Höhepunkt der Macht. 962 gilt als Beginn des ersten deutschen Reiches
    Friedrich I Barbarossa

    um 1122 - 1190
    römisch-deutscher König der Staufer/
    1152 - 1190;
    Kaiser des Römischen Reiches/
    1155 - 1190
    Die Regierungszeit Barbarossas gilt als einer der Höhepunkte in der Entwicklung des Reiches.
    Jayavarman VII
    ? - um 1219
    König des Khmer-Reiches (im heutigen Kambodscha)/

    1181 - 1219
    Jayavarmann gilt als einer der beudeutendsten Herrscher im glanzvollen Angkor-Reich der Khmer. Bautätigkeiten: neue Hauptstadt Angkor Thom (ein Höhepunkt der erhaltenen Angkor-Bauwerke) und zahlreiche Tempel.
    Temudschin (Dschingis Khan)
    um 1160 - 1227
    Großkhan der Mongolen/

    1206 - 1227
    Dschingis Khan einigte die Mongolenstämme und schuf nach seiner Wahl zum Großkhan durch zahlreiche Eroberungsfeldzüge das bis dahin größte Weltreich, dass bis nach Europa reichte.
        

    © Autor: Günter Lehnen, Köln

    Fotos zumeist vergrößerbar durch Anklicken.
    Fotos und Skizzen sind vom Autor selbst erstellt worden oder stammen in Einzelfällen aus nach Kenntnis des Autors nicht urheberrechtlich geschützten Quellen ("gemeinfrei") oder wurden freigegeben und sind nach bestem Wissen des Autors auch sonst nicht urheberechtlich geschützt. Sollten dennoch im Einzelfall Urheberrechte betroffen sein, wäre dies unbeabsichtigt; in diesem Fall wird um einen Hinweis gebeten. © der eigenen Fotos beim Autor!

    © GL Köln

    Stand: 03.02.2012


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