| Romanische
Kirchen in Köln |  |
Rubrik:
Kultur in Köln - Kunst in Köln
Thema:
Kölner
Bauwerke
Detailthema:
Romanische Kirchen in Köln
>
St. Maria im
Kapitol - St. Gereon - Groß St. Martin - St. Pantaleon und 8
weitere romanische Kirchen
0. Einleitung und Inhalt
Als Detailthema zur Seite Kölner
Bauwerke und in Ergänzung der
Seiten Mittelalterliches Köln
und Kölner Denkmäler werden hier die Romanischen
Kirchen
Kölns vorgestellt (und
daneben auch
verbliebene mittelalterliche Pfarrkirchen
erwähnt)..
Der romanische Baustil
trat
zwischen
1000 und 1250 vor allem in Deutschland, Frankreich und Italien auf und
ist heute fast ausschließlich bei Kirchen erhalten. Er wurde
abgelöst durch den gotischen Baustil. Der
beherrschende romanische Bautyp ist die dreischiffigen Basilika mit
kreuzförmigem Grundriss, einem Mittelschiff und
Fenstern im Obergaden.
Neben den durch zumeist durch Pfeiler getrennten Schiffen und
dem Chor im Osten sind Querhäuser und
Emporen Bestandteile der sakralen Großbauten.
Im Osten - zur
aufgehenden Sonne hin - befindet sich der Altar. Typisch
sind die massigen schweren Mauern, die schmucklosen strengen Bauteile
und die runden Fensterbögen. Die Portalfassade im Westen
werden zumeist durch zwei wuchtige Türme betont. Unter Altar und
Ostchor befinden sich oft Krypten. In Köln sind
3 der 12 großen Romanischen Kirchen nach dem sog.
Trikonchos-Prinzip mit kleeblattförmigem Grundriß des Chors
nach dem Vorbild der Geburtskirche
in Bethlehem gebaut worden (als erste St. Maria im Kapitol).
Die
Renovierung, Erhaltung
und Ausgestaltung
der Kölner Romanischen Kirchen unterstützt maßgeblich der Förderverein Romanische
Kirchen Köln,
in dem der Autor dieses Internet-Auftritts Mitglied ist. Der
Verein lädt
auch regelmäßig Mitglieder und die Bevölkerung zu
höchst interessanten Führungen in die Kirchen ein. Für
ausführliche Informationen
zum romanischen Baustil und zu den einzelnen Kirchen sowie
über
den Verein besuchen Sie bitte dessen Internet-Auftritt unter "www.romanische-kirchen-
koeln.de". Eine Unterstützung der
Ziele
des Fördervereins durch eine Mitgliedschaft oder durch Spenden
ist sehr zu empfehlen!
Die erhaltenen und
restaurierten 12
großen Romanischen
Kirchen Kölns
- ein in Deutschland einzigartiges
kulturelles Erbe in
der
Kölner Innenstadt - sind (von Norden nach Süden):
*
existiert nicht mehr °
siehe
bei Pfarrkirchen ** früher
abhängige Pfarrkirche im Bereich
des Stifts St.
Georg <<<
bauliche
Einheit
Die 12
Kirchen
werden nachfolgend im einzelnen vorgestellt (Ziffer 4). Als Besuchsweg
eignen sich die geplante Via Sacra
und ein
Vorschlag des Autors.
Die
erhaltenen und nach dem Krieg zumeist aufwendig restaurierten 12
Kirchen (mit St. Pantaleon als älteste und St. Kunibert
als jüngste) befinden sich alle innerhalb des Gebiets der ehemaligen
mittelalterlichen
Stadtmauer - also der heutigen Kölner Innenstadt -. 3 dieser
12 Kirchen stehen ferner
auf dem Stadtgebiet des antiken Römischen
Köln
(davon 2 innerhalb des von der ehemaligen römischen
Stadtmauer
umfassten Areals - St.
Maria im Kapitol und St. Cäcilien -
und 1
auf der vorgelagerten römischen Rheininsel - Groß St. Martin
-). 8 der 12 Kirchen sind auf römischen
Bauwerken erstellt worden. 11 der 12 Kirchen waren Stiftskirchen (mit
christlich lebenden Klerikern) oder
Klosterkirchen (mit in klösterlicher Lebensform lebenden
Mönchen oder Nonnen). 5
der 12 Romanischen Kirche Kölns haben den Status einer "Basilika
Minor" (=
ein besonderer Ehrentitel des Papstes für bedeutende Kirchen
unabhängig von ihrem Baustil): St. Kunibert, St. Gereon, St.
Aposteln, St. Maria im Kapitol und St. Severin.
Neben
den 12 großen Romanischen Kirchen gibt es in den Kölner
Stadtteilen
- ehedem Städte und Dörfer im Umland der mittelalterlichen
Stadt - noch weitere 13 kleine Romanische Kirchen, nämlich
- Alt St. Heribert in
Köln-Deutz, die Kirche des mittelalterlichen Benediktiner-Klosters
auf dem Gelände des
ehemaligen römischen Kastells Divitia (Anfang 11. Jhdt., im 17.
Jhdt. neu
errichtet)
- Alt St. Stephan, das
"Krieler
Dömchen", in
Köln-Lindenthal, eine ehemalige
Dorfkirche aus der
Karolingerzeit (errichtet um 900, mit mehreren An-
und
Umbauten bis in's 13. Jhdt.) und
- Alt St.
Maternus, das "Kapellchen", in Köln-Rodenkirchen (ab 11. Jhdt., Umbauten bis
zum 17.
Jhdt.)
 |  |  |  |  |  |
Alt St. Heribert
| Alt St. Stephan (Krieler Dömchen)
|
 |  |  | . | . | . |
Alt St. Maternus (Kapellchen)
| . | . | . |
sowie St. Martinus in Esch, St.
Severin in
Lövenich, Sr. Brictius in Merkenich, Alt St. Katharina in Niehl,
St. Amandus in Rheinkassel, St. Nikolaus in Dünnwald, St. Michael und
St. Martin in
Porz-Zündorf, St. Nikolaus in Porz-Westhoven und St. Cornelius in
Rath-Heumar.
In Köln gab es nebern
den Klöstern und Stiften seit dem
Mittelalter die
in Deutschland mit Abstand größte Zahl an an Pfarrbezirken,
nämlich 19
(zum
Vergleich: Augsburg und Trier 6) und insges. eine überaus
große Zahl an Kirchen und Kapellen. Um 1500 sollen es mehr
als 300
Kircdhen und Kapellen gewesen
sein. (In
einem mittelalterlichen Reisebericht hieß es: "... soviel
wie das Jahr Tage hat"; hierzu Zitat Förderverein
Romanische Kirchen/Nov.
2010: "Bis zum Umbruch im 19. Jhdt. gab es 168 öffentliche Kirchen und
Kapellen und fast ebensoviel private und Kloster-Kapellen."). Kölntypisch war, dass
alle
Pfarreien a) eng mit den Stiften (davon einige mit dem Domstift) oder
Klöstern verbunden waren,
nämlich mit Pfarrkirchen in einer baulichen Einheit oder mit
separaten Bauten,
aber in völliger Abhängigkeit oder aber b) mit separaten
Bauten,
aber mit einem gewissen
Maß an Selbständigkeit gegenüber den
Stiften/Klöstern. Die direkt zu Klöstern/Stiften
gehörenden
Pfarrkirchen wurden ab 1802 im
Zuge der Säkularisation
durch die Franzosen abgerissen (außer St. Peter neben St.
Cäcilien), während die architektonisch wertvolleren
vormaligen Kloster-/Stiftskirchen in
Pfarrkirchen
umgewandelt wurden.
2. Pfarrkirchen
Von
den
Pfarrkirchen
der 19 mittelalterlichen Pfarrbezirke sind
ungeachtet der Säkularisation
in der
Kölner Innenstadt noch 10 ganz oder teilweise bzw. mit Neubauten
zu erkennen:
- Alt
St. Alban, eine der ältesten Pfarrkirchen Kölns, heute
eine Ruine und Mahnstätte neben dem Gürzenich (mit der Skulptur
"Trauernde Eltern" - Kopie nach Käthe Kollwitz -)
- St. Aposteln, eine
der heutigen 12 Romanischen Kirchen
- St.
Johann Baptist, eine der ältesten Pfarrkirchen Kölns (erste
Erwähnung 948, romanischer Bau 1210, gotische Erweiterungen
im 14./16. Jhdt., Nachkriegs-Neubau 1963 unter
Einbeziehung der Reste des Altbaus (der
Turm ist 2004
im Zuge des U-Bahn-Baus deutschlandweit bekannt geworden als zeitweiser
"schiefer Turm von Köln")
- St. Kolumba, deren
Ruine und Ausgrabungsfundstücke im neuen Museum Kolumba
integriert
sind, mit einer kleinen Nachkriegs-Kapelle von 1950 mit der
im
Krieg unbeschädigt übriggebliebenen Madonna-Skulptur
("Madonna
in den Trümmern"),
- St. Kunibert, eine der heutigen 12
Romanischen
Kirchen
- St.
Maria Ablaß, eine Kapelle
- St. Maria Lyskirchen, eine der heutigen 12
Romanischen
Kirchen
- Klein St. Martin -
Turm (von um 1460; 1802 als Glockenturm von St. Maria im Kapitol
erhalten geblieben)
-
- St. Mauritius, ein
Neu-/Umbau von 1957 (Vorläuferbauten Romanische Kirche mit Weihe 1141
und neugotische Kirche von 1865)
- St. Peter, die
einzige spätgotische Kirche Kölns und die einzige
Pfarrkirche, die im Doppel mit der vormaligen Stiftskirche St.
Cäcilien erhalten geblieben ist. Zu den Schätzen der
Kirche gehören wertvolle Renaissancefenster und ein Gemälde
von Peter Paul Rubens, der als Kind im Sprengel dieser Kirche gelebt
hat und dessen Vater dort beerdigt wurde. St. Peter wird heute als
"Kunst-Station St. Peter" auch als Zentrum für
zeitgenössische Kunst und Musik genutzt.
 |  |  |  |  |  |  |  |
| St.
Johann Baptist | St.
Kolumba (in Museum
integrierte Ruinenteile und Ausgrabung) | Alt
St. Alban (mit Skultptur
"Trauende Eltern")
| Turm Klein St. Martin |
3. Via Sacra
Im
Mittelalter gab
es zwischen St.
Kunibert im
Norden und St. Severin im Süden unter
Einbeziehung
des Doms und
einiger der Romanischen Kirchen
einen Prozessionsweg, der nach einer vor einigen Jahren entstandenen
Idee mit dem kompletten Ensemble der 12 erhaltenen bzw. renovierten
Romanischen Kirchen in Anlehnung an die
antike Via Sacra Roms als "Kölner
Via Sacra" neu inszeniert
werden soll. Leider ist diese glänzende Idee bisher noch
nicht umgesetzt worden. Im
antiken Rom zogen über die dortige Via Sacra die
Triumphprozessionen vom
Titusbogen
durch das Forum Romanum (das damalige politische und wirtschaftliche
Zentrum
Roms) zum kapitolinischen
Hügel und dem dortigen Kapitolstempel
für
die römische Trias Jupiter, Juno und Minerva. In Köln stellt
man sich den inszenierten Weg "Via
Sacra" als einen Rundweg mit 2 Abschnitten vor:
-
einer Sehne von St. Andreas und Dom in der Mitte der
Innenstadt
bis St. Georg im Süden
mit den
in Rheinnähe liegenden Kirchen,
-
einem sich hieran anschließen Bogen mit den halbkreisförmig
angeordneten weiteren
Kirchen von St. Severin
im Süden bis St. Kunibert
im Norden.
Dieser
Halbkreis liegt in der Nähe der ehemaligen mittelalterlichen
Stadtmauer und dem hieraus abgeleiteten Verlauf der heutigen
Ringstraße.
4.
Beschreibung der 12 Romanische Kirchen Kölns (in der Reihenfolge des
vorstehend
vorgeschlagenen Besichtigungsweges)
Groß St.
Martin
Vorläuferkirche:
- 10.
Jhdt. Chorherrenstift (später
Benediktiner-Kloster), 11. Jhdt. Kryta und Erweiterung
| Romanische Kirche: - 1150 - 1240
Bau der heutigen dreischiffigen Basilika mit Vierungsturm
und Dreikonchen-Chor (kleeblattförmiger Chor)
- 15. Jhdt.
Weiterbau
| wichtigste
Ausstattungs-Werke: Skulptur
Hl. Eliphius/12. Jhdt., staufischer Taufstein/13. Jhdt.,
Kreuzigungsgruppe/1509, Grablegungsgruppe,
Dreikönige-Triptychon/um 1530, Skulptur Schmerzensmann/16. Jhdt.,
Skulptur Äbtissin Brigida von Vildare, Statuen Petrus und Paulus,
Vierungsaltar mit Radleuchter/neuzeitlich, Fenster der Ostkonche/1987
| Anmerkungen:
Auf
der dem
befestigten römischen
Stadtgebiet vorgelagerten frühzeitlichen
Rheininsel
- zwischen Rhein und
einem
Nebenarm des Flusses und
damit außerhalb der
Stadtmauer - nutzen
die
Römer vom 1. bis Mitte 2. Jhdt. n. Chr.
eine
Palaestra
(Sportanlage)
mit
Wasserbecken und ab Mitte 2. Jhdt. 4 dreischiffige Horrea
(Lagerhäuser) mit
einem großen
Hofraum. Über den Fundamenten
des
südöstlichen der Lagerhäuser steht heute die ebenfalls
dreischiffige Kirche
Groß
St. Martin, deren Raum den Raum des Lagerhauses nachbildet. Der Bau
einer
ersten Kirche - evtl. unter Nutzung der römischen Lagerhalle - zur
fränkischen
Zeit im 7. - 9- Jhdt wird vermutet, ist aber nicht
belegt.
Die
Ausgrabungen aus der Römerzeit können unterhalb des
Kirchengebäudes besichtigt
werden. Sie gehören zu den Bodendenkmälern
der römischen Epoche Kölns. Die zu dem einstigen Kloster gehörende
nicht mehr
vorhandene mittelalterliche Pfarrkirche St. Brigida ist im Plaster
neben der Kirche angedeutet. | Standort: Groß
St. Martin steht mitten im Altstadt-Vergnügungs-Viertel
Nähe Alter Markt und Rhein und gehört zusammen mit dem Dom
und dem Rathausturm sowie den Altstadt-Häusern zum weltweit
bekannten Panorama Kölns. Der Vierungsturm ist das älteste
Wahrzeichen der Stadt; der ab 1248 gebaute Dom wurde mit seinen
beiden Türmen erst 1880 fertiggestellt. |
Der namengebende Hl.
Martin von Tours (um 316 - 397) war ein Bischof in
Tours (Frankreich) und ist einer der bekanntesten Heiligen der
katholischen Kirche.
|
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|
Ausgrabungsbereich unter
Groß St. Martin:
|
St. Andreas
Vorläuferkirchen:
- vermutlich
frühchristliche Kirchen an dieser Stelle
- 10. Jhdt.
Bau einer frühromanischen Stiftskirche (erste
Erwähnung 923, Weihe 974) mit
Erweiterungen im 11. Jhdt.
| Romanische Kirche: - vor 1200 -
um 1220 Neubau der heutigen dreischiffigen staufischen
Pfeiler-Basilika mit Vierungsturm
- 11. Jhdt.
Krypta mit Teilen der frühromanischen Kirche
- 14.
- 15. Jhdt. An- und Umbauten (mit Seitenkapellen), zum Teil mit
gotischen Elementen
(Chorhalle)
| wichtigste
Ausstattungs-Werke: Fresko
in der Marienkapelle "Szenen aus dem Marienleben"/1325, Wandgemälde
"Das
jüngste Gericht"/um 1470 und mehrere
weitere
mittelalterliche Wandmalereien, Pietà/14.
Jhdt., Blutbrunnen (soll an der Stelle des Blutfelds beim
Martyriums
der Begleiterinnen der
Hl. Ursula gestanden haben)/15. Jhdt., Triptychon "Madonna mit dem
Mantel" der
Rosenkranzbruderschaft/1510, Machabäerschrein (1808 aus
der Machabäerkirche hierhin verlagert)/1527,
Triptychon von B. Bruyn
"Kreuzigungsszene"/1542, Gemälde Fuckerath "Martyrium des Hl.
Andreas"/ um 1660, Fenster im Chor/1899, 7 Fenster des
Künstlers Markus
Lüpertz im
südlichen Querhaus (Machabäer-Chor)/erstellt zwischen
2005 und 2008, 5 Fenster des Markus Lüpperts im nördlichen
Querhaus (Marien-Chor)/fertiggestellt 2010; in der Krypta: Sarkophag
des Hl.
Albertus Magnus (gestorben 1280).
| Anmerkungen:
In der seit 1947 von den
Dominikanern betreuten Kirche ist der Hl. Albertus Magnus
begraben.
Für den Machabäer- und den Marien-Chor
der Kirche
sind in einem Großprojekt des Förderverein
Romanische Kirchen Köln von dem renommierten Künstler
Markus Lüperts insges. 12 neue Kirchenfenster gestaltet
worden. Der
Einbau der Fenster ist im Juni 2010 abgeschlossen worden. Die
zuerst fertiggestellten 7 Fenster im
südlichen Machabäer-Chor erzählen in Bezug
auf den dort
stehenden Machabäerschrein das
Martyrium der Hl.
Machabäer-Brüder, dem die
Leidensgeschichte Jesus gegenüber gestellt wird. Die
Machabäer (oder auch Makkabäer) sind eine vorchristliche
jüdische Familie, deren Reliquien einer Legende nach mit
denjeniger der Hl. Drei Könige 1164 nach Köln gelangt sind
und hier zunächst in das Bendiktiner-Kloster verbracht wurden. Von
den 5 Fenstern im nördlichen Marien-Chor erzählen 2
die "Neun Sätze zu einer guten Lebensführung" des Albertus
Magnus, dem größten
Gelehrten des
Mittelalters, dessen Sarkophag in der Krypta von St. Andreas steht. Das
mittlere Fenster nimmt Bezug auf die darunter stehende Pietà
(14. Jhdt.). |
Standort:
St. Andreas
steht unmittelbar
gegenüber der
Westseite (Turmseite) des Doms und in
Nähe des
früheren nördlichen Stadttors der ehemaligen römischen Stadtmauer
(Teile des Stadttors auf der Domplatte und in Dom-Tiefgarage erhalten). | Der
namengebende Hl. Andreas (Bruder des Petrus) war einer der 12
Aposteln und erlitt im
Jahr 60 den Märtyrertod in Griechenland.
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|
 Drei-Kronen-Tafel | 
Ost-Seite (Domseite)
|  Süd-Ost-Seite
> | 
|  West-Seite | . | .
| . |
|
St. Gereon
Vorläuferkirchen: - im 4. Jhdt.
römischer Ovalbau auf einem Gräberfeld; ab 6.
Jhdt. eine Kirche und ab 839 an dieser Stelle
eine Stiftskirche beurkundet
(ranghöchste
Kirche nach dem Dom)
- 11. + 12.
Jhdt. Anfügung einer Langchoranlage mit Türmen
sowie
einer Krypta
| Romanische Kirche: - 1220 - 1227
Errichtung des heutigen spätromanischer Zehneckbaus
(Dekagon), des größten Kuppelbaus dieser Zeit (fast 35
m hoch), unter
Eingliederung der Vorgängerbauten (mit römischen Substanzen)
- 13. + 14.
Jhdt. An- und Umbauten
| wichtigste
Ausstattungs-Werke: Fresko
in Apsis/12.
Jhdt., Taufkapelle mit
Wandmalerei/um 1240,
Madonna-Figur/14.
Jhdt., Triptychon
Kreis B. Bruyn/um 1556, Gemälde
"Geburt
Christi", Figur Hl.
Helena/1635, Pietà,
Glasfenster-Ensemble im Dekagon von Georg Meistermann und Wilhelm
Buschschulte (u. a. mit modernistischen Abbildu gen von Christus,
Propheten und den 12 Aposteln im Obergaden)/1978 - 1987; Krypta:
Samson-Mosaik/um 1070, Confessio
mit
Sarkophagen der Märtyrer der Thebäischen Legion und
Altar/1540 |
Anmerkung:
Mit dem Kirchen-Gebäude ist die Geschichte um das Martyrium
der
römischen Soldaten der Thebäischen Legion mit ihrem
Anführer Gereon, verbunden. Unter dem
Hauptaltar
befindet sich eine Gruft der Thebäischen Legion.
| Standort: St.
Gereon steht
im Süd-Westen der Innenstadt in Nähe der Ringstrasse
(Kaiser-Wilhelm-Ring). | Der namengebende Hl. Gereon war
im 3. Jhdt. ein römischer Offizier der Thebäischen Legion.
Wegen seines
christlichen Glaubens soll er um 304 bei Köln (im heutigen
Köln-Ehrenfeld) enthauptet worden
sein. Er ist einer der Stadtpatrone von
Köln. |
|
|
St.
Ursula
Vorläuferkirchen:
- ab
4. Jhdt. diverse frühchristliche Kultbauten auf einem
spätantiken römischen Gräberfeld
(der erste Bau war spätrömischen
christlichen
Märtyrerinnen
geweiht),
- ab 9. Jhdt.
Stiftskirche
| Romanische Kirche: - 2. Viertel
12. Jhdt. Neubau der heutigen frühstaufischen
dreischiffigen Emporen-Basilika mit Querbau und Turm
(Altarweihe 1135)
- im 13. und
15. An- und
Umbauten (im
13. Jhdt. gotischer Chor), im 17 Jhdt. barocke Umgestaltung des
Innenraums
- 1644 bis um
1687 Einrichtung und Ausstattung der "Goldenen Kammer" als
Schatz- und
Reliquienkammer (in Ablösung der vorherigen Camera
aurea aus dem
13. Jhdt.)
| wichtigste
Ausstattungs-Werke:
Aetheriusschrein/um 1170, Figur "Christus im Elend"/15. Jhdt.,
Gemäldezyklus der Ursula-Legende/um 1456 (siehe hierzu auch
Gemäldezyklus im Wallraf-Richartz-Museum),
symbolisches
Ursula-Grabmal/1659, in der Goldenen Kammer Reliquien der ursulanischen
Jungfrauen
(u. a. 118 Reliquien- büsten, davon 85 aus 1270 - 1360) |
Anmerkung: Mit dem Kirchen-Gebäude ist die
Legende um das
Martyrium der Hl. Ursula
und ihrer Begleiterinnen verbunden.
| Standort: St.
Ursula steht
in der nördlichen Innenstadt in Nähe des Hauptbahnhofs. | Die Heilige
Ursula von Köln soll im 4. Jhdt. gelebt haben. Sie
- eine britische (oder bretonische) Prinzessin - und
Ihre Begleiterinnen sollen in Köln den
Märtyrertod durch die Hunnen gestorben sein. |
|
|
St.
Kunibert
Vorläuferkirchen: - 6./7.
Jhdt. Bau oder Erneuerung einer Kirche auf einem Gräberfeld
nördlich der
ehemaligen Römerstadt (Clemenskirche)
- 866
Stiftskirche beurkundet
- 11. Jhdt.
Bau einer
Basilika
| Romanische Kirche: - um
1215 - 1247 Bau der heutigen spätstaufischen dreischiffigen
Basilika mit Ostchor mit Türmen und
Westquerhaus (als jüngste der 12 Romanischen
Kirchen), 1227 Chorweihe ,
1247
Schlußweihe (ein
Jahr vor
Grundsteinlegung für den gotischen Dom)
- 13. - 17.
Jhdt. Um- und Weiterbauten (Westturm um 1260)
| wichtigste
Ausstattungs-Werke: Glasfenster
als bedeutende Werke
spätromanischer Glasmalerei/um
1220 - 1230 (= älteste in Köln erhaltenen Fenster), Taufkapelle/um
1250, Reliquienschrank/13. Jhdt.,
Verkündigunggruppe/1439, Triptychon Umkreis B.
Bruyn/1556,
Kunibertsschrein, Westportal mit steinernem Tympanon/1889 | |
Standort: St. Kunibert steht am Rande der
nördlichen
Innenstadt direkt am Rhein (Nähe Ebert-Platz). | Der
namensgebende und hier begrabenen Hl. Kunibert (um 590 -
663) war ein Kölner Bischof in der fränkischen Periode
Kölns und Erbauer der Vorgänger-Clemenskirche. |
|
 Drei-Kronen-Tafel | 
| 
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| 
| 
| . |  Westportal | |
St. Maria Lyskirchen
Vorläuferkirchen: - 948 erste
Beurkundung einer Marienkirche
- 11.
Jhdt. mehrschiffige Kirche "Ecclesia Lisolvi" (Kirche des
damaligen Grundherrn Lisolvus - daher stammt der Zusatz
im heutigen Namen
-)
| Romanische Kirche: - um 1200 -
1220 Bau der heutigen spätromanischen
dreischiffigen Emporen-Basilika (als kleinste der 12
Romanischen Kirchen)
- 16. und 17
Jhdt. Umbauen (Barock)
| wichtigste
Ausstattungs-Werke: Gewölbe-Malereien
(Fresken) mit Szenen aus dem Alten Testament (Nordseite) und Neuen
Testament (Südseite)/13. Jhdt., Taufbecken/13.
Jhdt., Fresko "Anbetung der Drei Könige", Altar-Retabel mit
Madonna/14. Jhdt., Schiffer-Madonna/um 1420, Triptychon,
Glasmalerei in Nord-Fenstern/um 1520, Altarbild
"Heilige Familie"/um 1666,
Chorfenster/1987 | . | Standort:
St. Maria Lyskirchen steht direkt am Rhein im Süden der
Altstadt
gegenüber dem Schokoladen-Museum. | Namengebend
war der mitttelalterliche Grundherr Lisolvus.
|
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St. Maria im Kapitol
Vorläuferbauten:
- 2. Jhdt. in
SO-Ecke der römischen
Stadt Tempel für die römische Trias (Jupiter, Juno und
Minerva), einer der größten
im römischen Imperium, auf dem
kölschen Kapitolshügel (Fundamente
teilweise
noch erhalten)
- 7./8.
Jhdt.
(vermutlich um 690)
Saalkirche (Marienkirche) auf den Ruinen des Tempels unter Verwendung
von Tempelteilen, Bau
veranlaßt von
Plektrudis (gest. 717, begraben hier), Gattin
des
merowingischen Hausmeister Pippin der
Mittlere
- 10. Jhdt.
Baumaßnahmen zur Ansiedlung eines Benediktiner-Klosters
| Romanische Kirche:
- 1040 - 1065
salischer Neubau einer Marienkirche als dreischiffige
Basilika mit Dreikonchen-Chor (kleeblattförmiger
Chor) im
Osten (erste
Anlage
dieser Bauform in Anlehnung an die Geburtskirche in Bethlehem im
christlichen Abendland und
erste von 3 in Köln) und mit
dreitürmigem Westbau, Bau mit Planung der ottonischen
Äbtissin Ida
(1027- 1060, Enkelin
Otto II),
1040 Weihe der
Krypta, 1049 Weihe des
Mittelschiffs durch Papst Leo IX,
1065 Schlußweihe durch
Erzbischof Anno II; im Baumaterial wurden Teile des römischen
Tempels gefunden
- 12. - 16.
Jhdt. Um- und
Weiterbauten, im 12. Jhdt. Umwandlung in ein
Damen-Stift
| wichtigste
Ausstattungs-Werke:
romanische
Bildertür
mit Szenen aus dem Leben
Jesu/Mitte 11. Jhdt., romanische
Grabplatte
der Plektrudis/1150 - 1160, thronende
Madonna mit
Kind/1150 -
1250, gotische
Grabplatte
der Plektrudis/um 1290, "Apfel-Madonna"
des
Hl. Hermann Josef/Ende 12. Jhdt., Limburger Madonna/um 1300, Crucificus
dolorosus
(Gabelkreuz/ "Pestkreuz") /um 1300, Hardenroth-Kapelle/um
1466, Hirtz-Kapelle/1493,
Renaissance-Lettner/um
1520, Ursula- Fenster/Anf. 16 Jhdt., Kreuzigungsfenster/Anf. 16. Jhdt.,
Malereifragmente an 4
Pfeilern/1765, ungwöhnlich große Krypta; auf dem Lichhof vor
der Kirche: Gerhard Marcks
Skulptur "Kölner Totenmal"/1949, Drei-Königs-Pforte
| Anmerkungen:
Die
Kirche ist eines der bedeutendsten Werke der Kirchenbaukunst der
salischen Zeit in
Deutschland und des Mittelalters sowie die größte der
Romanischen Kirchen
Kölns. Die Westempore bildet das Octagon der Pfalzkirche Karls
des Großen in Aachen nach, den die Ottonen als ihr Vorbild
ansahen. St. Maria im Kapitol hatte in Köln eine
große liturgische Bedeutung (1. Weihnachtsmesse - also vor dem
Dom -) und war im Mittelalter Stadtkirche für offizielle Feiern
des Rates.
Durch den
romanischen Vorgänger des heutigen
"Dreikünnije-Pötzje"
(Dreikönigen-Pforte) direkt an St. Maria im Kapitol
sollen nach einer - historisch allerdings nicht belegten -
Legende
1164 die für die Entwicklung Kölns im Mittelalter so
ungemein wichtigen Reliquien der Hl. Drei Könige nach Köln
und in den Kirchenraum eingeführt worden sein. Das heutige
Pötzje stammt aus um 1460.
In der Kirche sind im Mauerwerk Teile des römischen
Kapitolstempels integriert. Die Westwand der Krypta steht in der Flucht
der Ostwand des römischen Kapitolstempels. Im Kreuzgang westlich
der Kirche steht die östliche Mauer in der Flucht der Ummauerung
des Kapitolstempels. (Quelle: Informationen des Förderverein
Romanische Kirchen Köln) | Standort: St.
Maria im Kapitol steht im Zentrum der Kölner Altstadt in
Nähe Heumarkt und in der Süd-Ost-Ecke der ehemaligen
römischen Stadt. | . |
|
 Drei-Kronen-Tafel |  ° | 
Skizze
Nordseite (ausgestellt im nördl. Seitenschiff) ° |  heutiger
verbauter Anblick Nordseite * |  Ostseite > | 
| 
|  |  Westseite
mit Kreuzgang
|
Dreikönigen-Pforte (
"Dreikünnije-Pötzje")
von innen
... von außen
|  Skulptur am
Lichhof |  Äbtissin
Ida (am
Rathausturm)
| | Aussicht
vom Domdach ** | . | . | . |
*
Eine
der schlimmsten Kölner Bau- und Kultursünden ist das Zubauen
des Kapitolshügels von Norden (aus Richtung Gürzenich). **
Um die Kirche einigermaßen einsehen zu können, muss man das
Domdach besteigen. °
Der Autor unterstellt aufgrund der Ausstellung in der
Kirche,
dass keine Urheberrechte verletzt werden.
|
St. Aposteln
Vorläuferkirche:
9. Jhdt. erste kleine Kirche
(Weihe um 827), ab um 980 unter
Verwaltung des Stifts St. Ursula
| Romanische Kirche: - 11. Jhdt.
(nach 1021 bis um 1036) Gründung eines Apostelnstifts
mit
Bau einer dreischiffigen romanischen
Pfeiler-Basilika
mit West-Chor und Querhaus
- Mitte
12. Jhdt. Umbauten und Bau des West-Turms
- um
1200 - 1230 Fortsetzung des Umbaus, Bau eines Dreikonchen-Chors (kleeblattförmiger
Chor) im Osten
- 13. Jdht.
Bau
einer Halle am Laienportal (Abriß 1786/87)
- 1643/44
Aufgabe des West-Chors und Bau einer neuen Vorhalle vor neuem
Haupteingang
| wichtigste
Ausstattungs-Werke:
gotische
Apostelfiguren/um 1330, Schmerzensmann/um 1500, Marienalter/um 1500, 14
Nothelfer 16. - 18.
Jhdt., Epitaph (Gedenktafel für einen Verstor-
benen)/
1644, Bild
"Martyrium der Hl. Katharina" am
ehemaligen Katharinenaltar/1670, St. Petrus und St.
Paulus/1761, Deckenausmalungen
| Anmerkung: Die
Kirche wurde den
12 Jüngern (Aposteln) Jesus geweiht.
Im
Mittelalter wurden Mauerteile der römischen Stadtmauer zum Teil in die
Bebauung integriert. So bildete sie z. B. die östliche Begrenzung des
Stifts St. Aposteln am Neumarkt, was durch eine (heute zugemauerte)
Tür, die von der Maueroberkante in die Stiftskirche führte,
zu
erkennen ist (s. Fotos unten).
|
Standort:
St. Aposteln steht im Westen der Kölner Innenstadt am
Neumarkt sowie direkt hinter der Außenseite der ehemaligen römischen Stadtmauer
(leider
dort nicht erhalten) und nahe des Standortes eines der 3
früheren westlichen Stadttore
dieser Stadtmauer - leider
alle nicht erhaltenen - . | .
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 Drei-Kronen-Tafe | 
|  <
Ostseite
> | 
| l
|  Nordseite | 
| 
Südseite | 
| < > Tür
(zugemauert) in der Ostseite, die im Mittelalter von der
Maueroberkante der damals noch erhaltenen römischen Stadtmauer in die
Kirche St. Aposteln führte. |
| . |
|
St. Pantaleon
Vorläuferbauten:
- 3.
Jhdt. römische Villa suburbana
-
866 - 877 kleine
dem Hl. St. Pantaleon geweihte
Kirche (hier wurde auf Wunsch von Otto II 965 der bedeutende
Kölner Erzbischof Bruno I
beigesetzt),
- um
955
Gründung einer Benediktiner-Abtei an St. Pantaleon
| Romanische Kirche:
- 966 - 980
Neubau einer Kirche als einschiffiger Saalbau und des
Klosters, Chorweihe 980
- 984 - 1000
Erweiterungen zur durch Kaiserin Theophanu (Ehefrau des
Kaisers Otto II)
- um
1150/1160 Anbauten
zur Erweiterung in eine dreischiffige Basilika
- 13. Jhdt
Umgestaltungen und Erneuerungen, 17 Jhdt. Neugestaltungen
| wichtigste
Ausstattungs-Werke: Albinus
Schrein (für die Ende des 10. Jhdt. gestifteten Reliquien) und
Maurinus-Schrein/12. Jhdt., spätgotischer Lettner/um 1502,
Skulptur Hl. Andreas/ 1694, Bruyn "Kreuzigungstriptychon"/16. Jhdt.,
Taufkapelle mit Wandmalerei, Theophanu-Kapelle mit Sarkophag
der hier
bestatteten Kaiserin aus Marmor,
Hauptportal,
Pièta, barocker Hochaltar
| Anmerkungen:
Die
Geschichte von
St. Pantaleon ist eng verknüpft mit der Kaiserin Theophanu
(um 960 - 991), einer byzantinischen Prinzessin, die mit Kaiser Otto II
(König
961 - 983, Kaiser ab 973) aus der Dynastie der Ottonen (919 - 1024)
verheiratet war.
Nach dem Tod
Otto II (983) herrschte sie bis zum ihrem Tod 991 anstelle des noch
jugendlichen Thronfolgers, ihrem
Sohn Otto III (983 - 1002). Sie wurde auf ihren Wunsch
in St. Pantaleon, der Kirche ihres Lieblings-Heiligen,
begraben.
Beim Weltjugendtag 2005 feierte der Papst Benedikt XVI mit mehreren
Tausend Priesteranwärtern aus aller Welt einen
Vesper-Gottesdienst. Die Kirche ist heute Zentrum der
Kirchenorganisation Opus Dei. | Standort:
St. Pantaleon steht im Süd-Westen der Kölner Innenstadt in
Nähe der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer. | Der namengebende Hl. Pantaleon war ein
griechischer Märtyrer (gestorben
305); er gehört zu den 14
sog.
Nothelfern (Schutzpatronen).
|
|
 Drei-Kronen-Tafel | 
|  Pforte zum
ehemaligen Klostergelände | 
|  Seitenschiff
(vom Klostergebäude
aus) > | 
| 
| 
|

Erinnerung
Papstbesuch 2005 | . | . | . | |
St. Severin
Vorläuferkirchen:
- Ende
4. Jhdt. kleine Saalkirche auf römischen
Gräberfeld (soll laut einer Legende vom Bischof Severin
geweiht worden sein)
- 5./6.
Jhdt. erste Kirche mit Erweiterung der Saalkirche
- 9.
Jhdt. Umbau zur dreischiffigen Basilika (866 St.
Severin erstmals als Stift beurkundet)
| Romanische Kirche:
- 10. Jhdt.
romanischer
Neubau mit Erweiterungen ab 1030 als dreischiffige Basilika
- Erweiterungen:
11./12. Jhdt., 1220 - 1237 (spätromanischer
Hochchor) und 13. - 16. Jhdt.
(gotisch, Westturm
bis 1518)
| | wichtigste
Ausstattungs-Werke:
Severinusscheibe/11. Jhdt. (ausgestellt im Sakrarium), Fragment eines
Schmuckfußbodens/12. Jhdt., Madonna mit Kind/um 1280,
Chorgestühl/13.
Jhdt. (ältestes in Köln), Crucificus dolorosus
(Gabelkreuz)/14. Jhdt., Severinus-Zyklus/um
1500, Bruyn
"Abendmahl-Triptychon"/um 1550, Memorienaltar/1614,
Wandgemälde "Marienkrönung", Wandmalerei in der Chorkapelle,
P. J. Schmitz "Die Einkleidung des Hl. Bruno", diverse Epitaphe
(Gedenktafeln), Kreuzigungsfenster | Anmerkungen:
590 erstmalige
Erwähnung des Hl. Severin als 3. Bischof von
Köln
(um 346 - 397; seine Bestattung soll auf dem Gräberfeld vor dem
römischen Köln erfolgt sein), 948 beurkundete Umbettung der
Reliquien des Hl. Severin in einen neuen Sarkophag. Im Zuge einer
Schreinöffnung 1999 wurden die vorgefundenen Reliquien auf "um
400" datiert. In einem
Sakrarium in der Krypta sind die bei der vorgenannten
Schreinöffnung vorgefundenen
-
als sensationell einzustufenden - Objekte
ausgestellt
(Textilien aus dem 7. - 10 Jhdt., u. a. ein byzantinisches
Seidentuch/7. Jhdt.). Unter
der Kirche sind Ausgrabungen römischer Grabmäler und
Steinsarkophage (2./3.Jhdt.), frühmittelalterlicher Gräber
und
Reste der Vorläuferkirchen zu besichtigen (allerdings nur auf
Vereinbarung oder bei Führungen). | Standort:
St. Severin steht in der Kölner Südstadt in Nähe der
ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer
und des Severintors. | Der
namengebende Hl. Severin war 3. Bischof von
Köln.
|
|

Drei-Kronen-Tafel
|  Westseite |  Westseite | . |  Ostseite |  Ostseite | . |  | 
Ausgrabungen > | 
| . |  Denkmal für Hl. Severin an der
Brückenauffahrt zur Severinsbrücke |
|
Anmerkungen:
Die erklärenden "Drei-Kronen-Tafeln" an den einzelnen Kirchen sind
vom "Förderverein Romanische Kirchen Köln" angebracht worden.
Die Datenangaben wurden überwiegend aus den in den Kirchen
ausgestellten Datentafeln übernommen.
Nachtrag: Die
Kölner lieben und schätzen im Allgemeinen
ihre Stadt und sind stolz auf die lange historische Tradition mit der
2000-jährigen Geschichte und die kulturelle
Vielfalt mit ihren vielen kulturellen Schätzen sowie auf die
tolerante fröhliche Lebensart in dieser Stadt.
Leider neigen der Kölner und vor allem die hiesige Verwaltung
offenbar gelegentlich auch
dazu,
sich auf den Lorbeeren auszuruhen, manchmal die Dinge laufen zu
lassen und die Geschichte und die Schätze
der Stadt nicht immer angemessen zu pflegen und darzustellen. Beim
Durchwandern der Stadt mit offenen augen fallen einem so manche Kultur-
und Bausünden sowie Schlampereien auf. Viele
Denkmäler aus den Epochen der Stadt werden leider teilweise
vernachlässigt
und nicht gepflegt, manches wird den
Kölner Bürgern und den vielen Besuchern der Stadt
nicht angemessen oder gar nicht präsentiert;
siehe hierzu Mängelliste
Kölner Denkmäler
.
Bezüglich
des Umfeldes des
Romanischen Kirchen und das vergessene (?) Projekt "Via Sacra"
lesen sie bitte einen Auszug aus einem vorübergehend eingestellten
Internet-Projekt "Veto Colonia", Seite "... Via Sacra".
Fotos
zumeist vergrößerbar durch Anklicken.
Fotos und
Skizzen sind vom Autor selbst erstellt worden oder stammen in Einzelfällen aus
nach Kenntnis des Autors nicht urheberrechtlich geschützten
Quellen ("gemeinfrei") oder wurden freigegeben und sind nach bestem Wissen des Autors auch sonst
nicht urheberechtlich geschützt. Sollten dennoch
im
Einzelfall Urheberrechte betroffen
sein, wäre dies unbeabsichtigt; in diesem Fall wird um einen
Hinweis
gebeten. © der
eigenen Fotos beim Autor!
© GL
Köln
Stand: 16.01.2012