Rubrik:  Kultur in Köln - Kunst in Köln
Thema: Kölner Denkmäler

> Stadtmauern - Praetorium - röm. Wasserleitung - Ausgrabungen - Stadttore -  viele kleine Denkmäler


Die Web-Seite "Kultur in Köln - Kölner Denkmäler"  ist eine Themen-Seite der privaten Web-Präsenz
"Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt".

Unter "Denkmal" wird auf dieser Seite nicht der formale Begriff im Sinne der Denkmalpflege verstanden, sondern gemeint sind archäologische Ausgrabungen,  historische Bauwerke und Skulpturen aus der über 2000-jährigen Geschichte der Stadt, dabei zum Teil solche mit großer historischen Bedeutung. Diese Seite ist somit eine Ergänzung zu der historisch geprägten Rubrik über die Kölner Stadtgeschichte mit ihren Themenseiten zu den drei geschichtlichen Epochen.

Römisches Köln
                                                                          
um 19 v. Chr. - um 455 n. Chr.
ab 50 n. Chr. Status einer Colonia (Stadt röm. Rechts)
ab um 90 n. Chr. römischen Provinzhauptstadt
zeitweise Kaiseresidenz
Mittelalterliches Köln um 455 - um 1500

um 460 - 8. Jhdt. Residenzstadt der Franken
bis 1288 Residenzstadt des Kurfürstentum Köln
ab 1288 de facto und ab 1475 de jure Freie Reichsstadt
Neuzeitliches Köln - Köln heute
nach um 1500
1794 - 1814 französische Besatzung
1815 - 1918 Königreich Preußen
aktuell größte Stadt in NRW und viertgrößte in der BRD

und zu der Themenseite über Kölner Bauwerke. In den nachfolgend Kapiteln werden einige der erhaltenen Denkmäler  beschrieben:
(siehe hierzu auch die Seite Mängelliste Kölner Denkmäler  ) . 


Denkmäler/Römisches Köln
(um 19 v. Chr. bis ca. 455 n. Chr.
ab 50 n. Chr. Stadtrechte  als Colonia Claudia Ara Agrippinensium - CCAA -)

Aus der glanzvollen Zeit der antiken römischen Colonia ab dem 1. Jhdt. n. Chr. sind im Stadtbild leider nur relativ wenige Bauwerke und Denkmäler erhalten geblieben, jedenfall weniger als in der zeitlich nachrangigen (ab Ende 3. Jhdt.) ebenfalls glanzvollen römischen Residenzstadt Trier. Allerdings sind im Römisch-Germanischen-Museum unzählige und zum Teil hochrangige Exponate aus insbes. der römischen und fränkischen Periode Kölns ausgestellt.

Als
  Ergänzung zu den Seiten über das römische Köln und über Kölner Bauwerke werden hier die wichtigsten archäologischen Ausgrabungen aus der römischen Epoche Kölns vorgestellt:

Teile der römischen Stadtmauer
Exponate im Römisch-Germanischen-Museum (Veröffentlichung der Fotos z. Z. leider vom RGM untersagt)
Ubier-Monument
Praetorium
Römische Wasserleitung
Ausgrabungen unter Groß St. Martin
andere Fundstellen



1.  Römische Stadtmauer

Das römische Köln (mit einer fast quadratischer Fläche) war von einer einer knapp 4 km langen sowie ca. 8 m hohen und ca, 2,50 breiten Stadtmauer mit 9 Stadttoren (1  im Norden,  3 im Westen,  2 im Süden,  3 im Osten zum Hafen), 19 runden Wehrtürmen und 1 großen quadratischem Turm in der SO-Ecke (Ubiermonument) umgeben. Die Mauer ist nach neueren Ausgragungsergebnissen um 90 n. Chr. gebaut worden (frühere Schätzungen: um 50 bis 70 n. Chr.). Die römische Stadtmauer umfasste das römische Köln und damit das Kerngebiet der späteren mittelalterlichen Stadt mit deren Grenze im Verlauf heutigen Ringe. Sie verlief im Osten auf dem Hügel westlich vom heutigen Alter Markt/Rathaus (damals Praetorium), im Norden nördlich vom Dom und entlang der heutigen Komödienstraße/Zeughausstraße, im Westen nördlich des Neumarkts und im Süden entlang des Straßenzugs der sog. "Bäche". Das Nordtor und eines der 2 Südtore gehörten zur Cardo Maximus, der Nord-/Süd-Hauptstraße (heutige Hohe Str.). Eines der 3 Westtore gehörte zur Decumanus Maximus, der Ost-/West-Hauptstraße (im Zuge der heutigen Schildergasse). Die 3 Ostore in Richtung Rhein/Rheininsel standen von Süden nach Norden a) südlich des Kapitolstempel (heutige Kirche St. Maria im Kapitol), b) im Zuge der heutigen vom Heumarkt ausgehenden Straße Obermarspforten (daher der Straßenname!) und c) südlich des heutigen Römisch-Germanischen Museums im Zuge der römischen Hafenstraße (s. Foto weiter unten).

Von dieser römischen Stadtmauer sind als Kultur-Denkmäler im Stadtbild erhalten :
(Diese Denkmäler werden leider teilweise vernachlässigt und nicht gepflegt, manches wird den Kölner Bürgern und den vielen Besuchern der Stadt nicht angemessen oder gar nicht  präsentiert; siehe hierzu Mängelliste Kölner Denkmäler  )

    Kölner Denkmäler/römischen Köln/Stadtmauer   Kölner Denkmäler/römischen Köln/Stadtmauer   Kölner Denkmäler/römischen Köln/Nordtor   Kölner Denkmäler/römischen Köln/Lysolpfsturm                             röm. Stadtmauer/                                                         1. Teil der Nordmauer/                               2. Teil des römischen Nordtors/                            3. Wehrturm in der Nordmauer
                  Bodenskizzen im Stadtgebiet                                    Originalstandort im Dom-Parkhaus                             neu aufgestellt am Dom              (im Mittelalter "Lysolphturm")/ Komödienstr., Nähe Dom                              
    Kölner Denkmäler/römischen Köln/Stadtmauer    Kölner Denkmäler/römischen Köln/Stadtmauer          Kölner Denkmäler/römischen Köln/Römerturm    Kölner Denkmäler/römischen Köln/Römerturm   
                                                                   4.  Teile der Nordmauer/                                                                        5. "Römerturm" (Nord-/West-Ecke der Mauer)/ 
                                                     Burgmauer, Nähe Zeughaus/Stadtmuseum                                                                              Zeughausstr.

                        Kölner Denkmäler/römischen Köln/Römerturm          Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmaue    Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmaue                        
                                               5. (Forts.) "Römerturm"                                                   6. Teil der Südmauer/                                                    Teil der Südmauer  (Nachbildung)/
                                                                                                                                                                                     
Rothgerber- und Blaubach            
              
                         Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmaue    Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmaue         Kölner Denkmäler/römisches Köln/Nordtor  
                                                                7. Mauerteile am Ubier-Momument (Süd-Ost-Ecke der Mauer)/                                                     Abdruck  "CCAA" im römischen Nordtor
                                                                                                 An der Malzmühle, Ecke Mühlenbach                                                                 

2. Exponate im Römisch-Germanischen-Museum (RGM)

Das Römisch-Germanische-Museum ist neben dem Wallraf-Richartz-Museum (mit Malerei bis zum 19. Jdht.) und dem Museum Ludwig (mit Kunst des 20. Jhdt. und der Gegenwart) eines der drei bedeutendsten Kölner Museen. Im RGM sind umfangreiche und zum Teil hochrangige archäologische Sammlungen aus der rheinischen Vorgeschichte, der römischen Kunst-, Kultur- und Stadtgeschichte Kölns und  der fränkischen Zeit des frühen Mittelalters in Köln und im Rheinland ausgestellt, deren Präsentation leider manchen Besuchern etwas unübersichtlich geordnet erscheint. Höhepunkte sind wohl das Dionysos-Mosaik und das riesige Poblizius-Grabmal. Nachfolgend werden einige der unzähligen - vom Verfasser ausgesuchte und fotografierte - Exponate des Museums vorgestellt:

                                                                                                   
<<< Fotos entfernt!  >>> ** 
                    
 Dionysos-Mosaik                   

                  
 Dionysos-Mosaik
              
Poblizius-Grabmal    
       
 
Poblizius-Grabmal       


Marmorbüste einer Frau

Bogen des römischen Nordtors

vom Bogen des röm. Nordtors ("CCAA)

Toga-Statuen
(2. Jhdt n. Chr. - 1. Jhdt. v. Chr.)

Pfähle der röm. Rheinbrücke

Grabstein (Reiter Flavius Bassus)

spätantike Gläser

Wandbemalung
            **  Die Veröffentlichung der privaten Fotos in diesem privaten nichtkommerziellen Internet-Auftritt wurde vom Römisch-Germanischen Museum
                   ohne nähere Begründung leider nicht erlaubt! Wenn Sie das auch stört, fragen sie beim RGM-Direktor nach!


3. Ubier-Monument

Das Ubier-Monument aus der Zeit des römischen Köln ist der älteste datierte Steinbau Deutschlands und damit die erste steinerne Urkunde der Stadt Köln. Das Bauwerk ist von den Römern zur Zeit des Oppidum Ubiorum (= von den Römern gegründete zivile Siedlung)  um 5 n. Chr. erbaut und später in die nach der Verleihung der römischen Stadtrechte einer Colonia (in 50 n. Chr.) ab zwischen 50 und 70 n. Chr. erbaute römische Stadtmauer an deren Süd-Ost-Ecke integriert worden ist. Der ursprüngliche Zweck des Baus ist noch unbekannt (möglicherweise ein Hafenturm oder ein Monument). Die bei seinem Fund von den Archäologen gewählte Bezeichnung ist im übrigen irreführend, da nicht etwa die um 19 v. Chr. hier angesiedelten Ubier, sondern nur römische Architekten den Bau errichtet haben können, denn den rrh. Germanenvölkern fehlten zu jener Zeit die technologischen Fähigkeiten zum Errrichten solcher Bauwerke. Die eindrucksvollen Ausgraben befinden sich an der Strasse An der Malzmühle/Ecke Mühlenbach.  Sie z. Zt. leider und ärgerlicherweise nicht öffentlich, sondern nur im Rahmen diverser Führungen (wie z. B. "Köln von unten" mit dem Veranstalter "Spurenlese" oder anderen) und für angemeldete Gruppen oder mit dem unhandlichen Verfahren der Schlüsselabholung an der Kasse des Praetoriums zugänglich.

In dem Ausgrabungsraum sind auch noch einige andere Exponate ausgestellt, u. a. Originalpfähle von der ersten römischen Rheinbrücke (gebaut ca. 310 n. Chr.),  deren Fälldaten mit 324 - 346 ermittelt worden sind  (stammen möglicherweise also von Reparaturmaßnahmen). 


 Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ubier-Monument     Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ubier-Monument   Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ubier-Monument   Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ubier-Monument  
                                                                       Modell-Zeichnung

       Kölner Denkmäler/römisches Köln/Brunnen          Kölner Denkmäler/römisches Köln/Bückenpfähle   Kölner Denkmäler/römisches Köln/Brücke (Modell)             
        römischer Brunnen (Fundort in Innenstadt)        Brückenpfähle (von erster römischer Rheinbrücke)                                                       Modell der römischen Rheinbrücke

4. Praetorium 
     
Das Praetorium war fast 4 Jhdt. lang der Sitz des Statthalters in der Hauptstadt der römischen Provinz Nieder-Germanien ("Germania Inferior") bzw. später Germania Secunda sowie damals höchstes Steinhaus nördlich der Alpen und größtes und bedeutendstes Gebäude entlang des Rheins. Es war die zivile und militärische Verwaltungszentrale der Provinz. Die Statthalter waren die Verantwortlichen für die zivile Verwaltung (Kaiserkult, Polizeigewalt, oberste richterlicher Gewalt) und zugleich in direkter Vertretung des Kaisers Oberbefehlshaber der in der Provinz stationierten Legionen. Im Praetorium residierten bzw. verweilten zeitweise auch u.a. die Kaiser Trajan (98, als er als Statthalter in der CCAA von seiner Wahl zum Kaiser erfuhr und noch einige Zeit in der CCAA residierte), Hadrian, Valerian, Postumus und Konstantin.

Das prächtige Gebäude wurde
ab dem 1. Jhdt. n. Chr. in 4  Stufen erbaut und erweitert. Mit der 180 m langen Front zum Rhein hatte es auch einen repräsentativen Charakter und sollte die Macht des Imperiums dokumentieren. Die Bezeichnung "Praetorium" ist durch einen aufgefundenen und ausgestellten Weihestein belegt. Nach Abzug der Römer diente der Palast bis in's 7. Jhdt. den merowingischen Königen als Residenz ("Aula regia" = Königshof). Heute steht über den Ausgrabungen des Praetoriums das Kölner Rathaus. Köln wird also seit ca. 2000 Jahren vom gleichen Ort aus regiert und verwaltet - ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in Europa. Die Ausgrabungen sind als Außenstelle des Römisch-Germanischen Museums zu besichtigen (Zugang in der Budengasse)
(künftig integriert in die geplante Archäologische Zone).
   
  Kölner Denkmäler/römisches Köln/Praetorium   Kölner Denkmäler/römisches Köln/Praetorium   Kölner Denkmäler/römisches Köln/Praetorium   Kölner Denkmäler/römisches Köln/Praetorium
                     Praetorium/Modell                                                         Praetorium/Fundament der Ostseite der Bauphase IV                                           Praetorium/Octogon (zentraler Raum)
                                                                                                                                                                                                                                                                 mit Mauerresten aus den Baustufen


Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ausgrabungen Rathaus    Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ausgrabungen Rathaus           Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ausgrabungen Rathaus
                                                         röm. Ausgrabungen unter dem historischen Rathaus neben dem Praetorium                                        Apsis mit Brunnen neben dem Praetorium
                                                            Portikus                                                                                                                             (vermutliche eines  röm. Wohnpalasts 3./4. Jhdt.)/Rathausplatz
    
5.  Römische Wasserleitung

Mit Gründung der CCAA mußte das römische Köln mit Frischwasser versorgt werden. Es mußte also wie zu anderen Metropolen im römischen Imperium eine Wasserleitung gebaut werden. Zunächst wurde eine Leitung aus dem Vorgebirge westlich der Stadt zur CCAA erstellt - der "Vorgebirgskanal" - . Durch das schnelle Wachstum reichten aber bald Menge und Qualität des Wassers nicht mehr aus, um die antike Großstadt zu versorgen. Um 80 n. Chr. wurde daher eine Leitung aus der Eifel nach Köln gebaut - der "Eifelkanal" -. In der ersten Baustufe hatte der Eifelkanal 3 Quellen im Gebiet der heutigen Gemeinde Mechernich (Kallmuth, Urfey und Dreimühlen). Gegen Ende des 1. Jhdt. kam der einige km weiter von Köln entfernte Quellpunkt "Grüner Pütz" in der heutigen Gemeinde Nettersheim hinzu, der damit der Quellpunkt des insges. 95,4 km langen Kanals ist. Der Römerkanal verlief größtenteils unterirdisch und transportierte das Wasser durch ihr Gefälle. Täler wurden mittels Aquädukten überbrückt. Der Eifelkanal war mit den ca. 95 km Länge einer der  längsten Frischwasser-Fernleitungen  im  römischen  Imperium zur Versorgung von römischen Metropolen mit Wasser und der größte antike technische Bau nördlich der Alpen ... ein Meisterwerk antiker Bautechnik. In der CCAA versorgte sie die öffentlichen Brunnen, die Thermen und private Häuser von wohlhabenden Bewohnern der antiken Stadt. Der Eifelkanal war nur bis ca. 270 in Betrieb (vermutlich zerstört bei den zunehmenden Überfällen der Franken); danach übernahm vermutlich der Vorgebirgskanal wieder die Wasserversorgung.

             Kölner Denkmäler/römisches Köln/Eifelkanal         Kölner Denkmäler/römisches Köln/Quelle Eifelkanal     Kölner Denkmäler/römisches Köln/Quelle Eifelkanal      Kölner Denkmäler/römisches Köln/Eifelkanal
                                                                          Quellpunkt "Grüner Pütz" des Eifelkanals (Sickerleitung und Brunnenstube)/                                    Aquädukt Vussem/
                                                                                                                                           bei Nettersheim                                                                             bei Mechernich-Vussem

 Kölner Denkmäler/römisches Köln/Eifelkanal (Klausbrunnen)    Kölner Denkmäler/römisches Köln/Eifelkanal (Klausbrunnen)    Kölner Denkmäler/römisches Köln/Eifelkana (Klausbrunnen)
                                                                                               Brunnenstube ("Klausbrunnen") des Eifelkanals/bei Mechernich-Kallmuth                                                                                        
In der sog. Brunnenstube "Grüner Pütz" bei Nettersheim (eine Brunnenstube ist als Sammler Kernstück der Anlage) wurde das in einer Sickerleitung aufgefangene Hangwasser gesammelt und über eine unterirdische Leitung in Richtung CCAA abgeführt. In der Brunnenstube "Klausbrunnen" bei Kallmuth wurde das dortige Hangwasser mittels torartigen Öffnungen abgefangen und in die Leitung nach Köln geleitet. Die von Nettersheim kommende Leitung war durch die Brunnenstube Kallmuth durchgeführt.

                  Kölner Denkmäler/römisches Köln/Fernwasserkanal          Kölner Denkmäler/römisches Köln/Fernwasserkanal   Kölner Denkmäler/römisches Köln/Fernwasserkanal
                                                Teil der beiden röm. Wasserleitungen/                                                                          Absetzbecken und Teil des Vorgebirgskanals/
                                                                     an der Realschule Hürth bei Köln                                                                                    Köln-Klettenberg/Berrenrather Str.

6. Ausgrabungen unter Groß St. Martin

Die Romanische Kölner Kirche Groß St. Martin (neben dem Dom und dem Rathaus einer der Panorama-Merkmale Kölns und eine der 12 großen Romanischen Kirchen Kölns) steht auf dem Gelände der frühzeitlichen Rheininsel des römischen Köln (CCAA). Auf der dem befestigten römischen Stadtgebiet vorgelagerten frühzeitlichen Rheininsel - zwischen Rhein und einem Nebenarm des Flusses und damit außerhalb der Stadtmauer - nutzen die Römer vom 1. bis Mitte 2. Jhdt. n. Chr. eine Palaestra (Sportanlage) mit Wasserbecken und ab Mitte 2. Jhdt. 4 dreischiffige Horrea (Lagerhäuser) mit einem großen Hofraum. Die um 1150 - 1240 erbaute dreischiffige Romanische Kirche Groß St. Martin steht auf den Fundamenten des südöstlichen dieser römischen Lagerhäuser. Die Ausgrabungen (mit Schautafeln über alle Bauphasen seit der römischen Zeit) können unterhalb des Kirchenraums (Zugang im Innenraum der Kirche) besichtigt werden.

   Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen     Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen     Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen     Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen 
                                 römisch/1. Jhdt n. Chr.                                    römisch/2. Jhdt. n. Chr.                          Kloster und Kirche 12./13. Jhdt.                                        Kirche heute  

              Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen      Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen                Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen    
                                                                                                                alle Bauphasen

                Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen       Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen      Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen

                                                 Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen        Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen    Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen                                                    
                                                                                                                                                                              römisches Schwimmbecken
       
7. weitere  römische Denkmäler
                       
                                 
        Kölner Denkmäler/römisches Köln/Abwasserkanal    Kölner Denkmäler/römisches Köln/Abwasserkanal              Kölner Denkmäler/römisches Köln/Hafenstrasse                        
                        <  <      Römischer Abwasserkanal (Cloaca Maxima)    >  >                                römische Hafenstrasse/
                                  begehbarer Kanalabschnitt/                            Teilstück eines Abwasser-Kanals/                                                           Nähe Roncalliplatz (Dom)                                                                     
                                     Zugang vom Praetorium                                  am Rathaus/Spanischer Bau                                                               

                                       
          Kölner Denkmäler/römisches Köln/Divitia        Kölner Denkmäler/römisches Köln/Divitia  
                       Teil des Ost-Tors der Mauer um das rechtsrheinische Militär-Kastells Divitia/
                        Köln-Deutz (am ehemaligen Lufthansa-Gebäude)


    Kölner Denkmäler/römisches Köln/Römerbrunnen    Kölner Denkmäler/römisches Köln/Römerbrunnen         Kölner Denkmäler/römisches Köln/Römergrab Weiden  
                         neuzeitlicher  Römerbrunnen (20. Jhdt.) als Symbol für einen der Wehrtürme           römisches Familiengrab in Weiden/
                                               in der Stadtmauer  des römischen Köln/    
                                                                                Köln-Weiden, Aachener Str.   
                                                                         Zeughausstrasse (am Stadt-Museum)   


Denkmäler/Mittelalterliches Köln und Modernes neuzeitliches Köln
(ab ca. 455 n. Chr.) 

Das herausragendste und wichtigste Denkmal der mittelalterlichen Epoche ist natürlich der Kölner Dom, der auf einer eigenen Detail-Themenseite beschrieben ist. Ein weiteres bedeutendes kulturhistorisches Gesamtkunstwerk dieser Epoche ist das Ensemble der 12 großen Romanischen  Kirchen Kölns, die ebenfalls auf eine Detail-Themenseite  beschrieben sind. Aus dem neuzeitlichen Köln ist das denkmalgeschützte Opernhaus der Musikstadt Köln herauszuheben. Als Ergänzung zu den Seiten über das  mittelalterliche Köln und das moderne neuzeitliche Köln sowie über Kölner Bauwerke werden hier einige Bau-Denkmäler  sowie Skulpturen aus diesen Epochen Kölns vorgestellt:

1. mittelalterliche Stadtmauer

Das mittelalterliche Köln war von einer inkl. der Rheinseite mehr als 8 km langen Stadtmauer mit 12 großen Stadttoren, 52 Wehrtürmen und zahlreichen Pforten zum  Rhein umgeben, die von 1180 bis 1260 (Torburgen ab nach 1200) erbaut worden war. Sie umfasste ein ca. 400 ha großes Gebiet (Länge und Fläche nach Angaben des Historischen Archivs der Stadt Köln) des mittelalterlichen Köln mit seiner östlichen Grenze am Rhein und seiner halbkreisförmigen Grenze im Verlauf der heutigen Ringstrasse. Der Verlauf der großen mittelalterlichen Stadtmauer ist also in der Trasse der heutigen kölntypischen halbkreisförmigen Ringstraße vom Ubier-Ring als südliches Ende am Rhein bis zum Theodor-Heuß-Ring als nördliches Ende am Rhein noch zu erkennen. Leider beschlossen dann die Kölner 1881 im Zuge der Ausweitung der mittelalterlichen Stadt den Abriss der Mauer als eines der wichtigsten Bauwerke der Kölner Geschichte, die heute sicherlich zu dem Weltkulturerbestätten gehören würde - aus heutiger Sicht ein kultureller Frevel ohnegleichen -. Von dieser mittelalterlichen Stadtmauer sind als Kultur-Denkmäler im Stadtbild erhalten:
(Diese Denkmäler werden leider den Kölner Bürgern und den vielen Besuchern der Stadt nicht angemessen präsentiert; siehe hierzu Mängelliste Kölner Denkmäler  )

  Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln       Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Stadtmauer          Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Stadtmaue
                  mittelalterliches Köln           Stufen der Stadterweiterung (IV = große Stadtmauer)/                    Ein trauriges Denkmal: Erinnerungsschild zum Beginn des Abrisses der Stadtmauer 1881/
                                                                                    Auszug aus Tafel am Bayenturm                                                                                             Von-Werth-Straße        

               Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Bayenturm   Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Bayenturm   Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Bayenturm              Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Severinsto
                                                                                                        1. Bayenturm/                                                                                                                       2. Severinstor/        
                                                                       Am Bayenturm (Rheinufer-Str.) ...         in neuer Umgebung (Bebauung um Rheinau-Hafen)                                         Chlodwigplatz  

                    Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Ulrepforte    Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Stadtmauer        Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Hahnentor         
                                                                             3.  Ulrepforte und Teil der Süd-West-Mauer/                                                                                          4.  Hahnentor/
                                                                                                              Sachsenring                                                                                                        
         Rudolfplatz                                                                                                                                                                                              
                                Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Stadtmauer     Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Gereonsmühle     Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Gereonsmühle                           
                                                                                                                                            5. Teil der Nord-West-Mauer und Gereonsmühle/
                                                                                                                                                                            Gereonswall

                                                        Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Eigelsteintor                         Kölner Denkmäler/mittelalterliches  Köln/Kunibertstürmchen                                                                                                                                                                                                           6. Eigelsteintor/                                                     7.  Kunibertstürmchen ("Weckschnapp")/
                                                                                                           Ebertplatz                                                                       Rhein (in Nähe Bastei)

                                                                                                                                         
2. innerer und äußerer Festungsring

Nach den antiken und mittelalterlichen Stadtbefestigungen wurde im neuzeitlichen Köln im Zuge der militärischen Entwicklungen von den Preußen von 1816 bis 1863 ca. 600 m vor der damals noch vorhandenen mittelalterlichen Stadtmauer der "innerere  Festigungsring" gebaut . Aufgrund der waffentech- nischen Entwicklung reichte dieser Ring bald nicht mehr aus. So wurden von 1873 bis 1881 die Festungswerke des "äußeren Festungsrings", eine neue die Stadt links- und rechtsrheinisch umkreisende sog. Gürtelfestung,  errichtet. Dieser Ring löste den inneren Ring als Verteidigungsanlage ab und wurde ab 1887 verstärkt. Die verbliebenen Bauwerke dieser Festungsringe gehören heute mit zu den historischen Denkmälern der Stadt. Infos über die Festung Köln sind u. a. auf den Internet-Seiten Festungsstadt Köln  und  AG Festung Köln zu erhalten.

3. 
weitere mittelalterliche und neuzeitliche Denkmäler

          er Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuser           er Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuser  er Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuse        er Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuser  er Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuser    
                                        Overstolzenhaus                                           Bürgerhaus St. Peter                                                       "Gaffelhaus"                                             
                                     (Rheingasse/Nähe Heumarkt)                                                          (Heumarkt)                                                                      (Alter Markt)    

 
                          er Denkmäler/mittelalterliches Köln/Richmodisturm          Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuser   Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuser
                                           Richmodisturm                                                         ehem. Haus Zum Maulbeerbaum
                                           (Nähe Neumarkt)                                                                   (Kleine Sandkaul/Nähe Gürzenich)

Das Overstolzenhaus, einziges erhaltenes  romanisches Patrizier-Haus Kölns, wurde um 1220 erbaut. Es gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt und war ein Lager- und Wohnhaus. Die Overstolzen waren eine reiche Kaufmannsfamilie, die im mittelalterlichen Köln in der Auseinandersetzung zwischen den Kölner Bürgern und dem Erzbischof eine wichtige Rolle gespielt haben. Sie hatten die Truppen der Bürger unterstützt. Heute ist in dem historischen Bau eine Medienakademie untergebracht. Das heutige Gasthaus "Gilden im Zims. Heimat kölscher Helden" (vormals Gasthaus Sr. Peter) im mittelalterlichen Bürgerhaus St. Peter am Heumarkt ist ein 1563 erbautes Renaissance-Haus (erste Erwähnung des Vorgängerhauses 1163, Wiederaufbau 1946). Ein weiteres Bürgerhaus in mittelalterlicher Renaissance-Architektur (1582) ist das wegen der heute dort untergebrachten Brauhaus-Kneipe zumeist "Gaffel-Haus" genannte Gebäude am Alter Markt. Der Richmodisturm in Nähe Neumarkt bezieht sich auf eine mittelalterliche Legende (mit Nachbildungen von zwei Pferdeköpfen im Turm).  Von dem ehemaligem Haus Zum Maulbeerbaum stammt die einzig in Köln erhaltene Fassade des Hochbarocks von 1696.

     er Denkmäler/mittelalterliches Köln/Rathausturm  er Denkmäler/mittelalterliches Köln/Rathausturm  er Denkmäler/mittelalterliches Köln/Rathausturm    er Denkmäler/mittelalterliches Köln/Rathaus 
                      Rathausturm  mit Skulpturen von historischen Kölner Persönlichhkeiten                                             Tafel am historischen Rathaus (mit der Unterschrift S.P.Q.AGRIPP)
                                                                                                                                                                           (in Anlehnung an die Insignien
Roms "Senatus Populusque Romae" (Der Senat und das Volk Roms)

Auf dem historischen Rathausturm aus dem 15. Jhdt., dem bedeutendsten gotischen Profanbau unter den historischen Kölner Bauwerken, stehen Steinfiguren von 124 Personen der Kölner Stadtgeschichte.


                     (Foto folgt)

       Flughafen Butzweilerhof


Der Butzweilerhof im Westen Kölns, zunächst militärische Fliegerstation (Aufbau ab 1912) und ab 1926 erster ziviler Flughafen im Neuzeitlichen Köln, der sich in den 1930-iger Jahren zum Luftkreuz des Westens und nach Berlin-Tempelhof zweitgrößten Flughafen Deutschlands entwickelte. Heute ist in dem denkmalgeschützten Teil des Butzweilerhofs ein Flughafen-Museum der Stiftung Butzweilerhof mit einer Daueraustellung zur Geschichte der Kölner Luftfahrt untergebracht.


(Abschnitt 3 noch im Aufbau)
 
                                
4. Kölner Wappen, kleinere Bau-Denkmäler  und Skulptur-Denkmäler

Kölner Stadtwappen
          Koelner Wappen                                          
Das Wappen von Köln enthält in der offiziellen Gesamtfassung (hier nicht dargestellt) den doppelköpfigen Reichsadler, der Schwert und Zepter hält Der Adler symbolisiert, dass die Stadt seit 1475 offiziell eine "Freie Reichsstadt" im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation war. Die 2 Köpfe stellen das Doppelamt des Kaisers des Reiches und zugleich des Königs dar.

Die drei Kronen im Kernteil des Wappens sind seit dem 12. Jahrhundert im Wappen der Stadt enthalten. Sie weisen auf die Reliquien der Heiligen Drei Könige hin, die seit 1164  im Kölner Dom (zunächst im sog. Alten Dom, ab ca. 1225 in einem goldenen Schrein, und dann später im heutigen gotischen Dom, dessen Bau durch die Überführung der Gebeine ausgelöst worden war) aufbewahrt werden. Unter den Heiligen Drei Könige versteht die katholische Kirche die bei Matthäus erwähnten Weisen aus dem Morgenland. Die Legenda Aurea deutet sie als Sterndeuter, Philosophen und Zauberer, die womöglich wie Könige aufgetreten sind. Insges. ist die Existenz und damit auch die Echtheit der Reliquien historisch nicht eindeutig belegt. Eine formale Heiligsprechung hat es jedenfalls nie gegeben und der Begriff "Könige" für die Weisen ist wohl erst mit der Überführung nach Köln eingeführt worden - unter heutigen Marketinggesichtspunkten eine Glanzleistung, denn diese Reliquien  haben bei den Gläubigen eine sehr hohe Bedeutung und  durch sie hat im Mittelalter die Bedeutung Kölns als Pilgerstadt enorm zugenommen. Und auch beim Weltjugendtag 2005 führten unzählige Pilgerwege an dem Schrein im Dom vorbei.

Die 11 Flammen symbolisieren seit dem 16. Jhdt. die in Köln sehr populäre Geschichte der Heiligen Ursula und ihrer 11 (11000?) Begleiterinnen. Ursula - zusammen mit den Hl. Drei Königen und dem Hl. Gereon Stadtpatronin Kölns - soll im 4. Jhdt. gelebt haben. Ihre Existenz  ist jedoch historisch nicht belegt, sondern entstammt viel später entstandenen Legenden, so dass sie heute weitgehendst als Legendenfigur betrachtet wird. Belegt ist allerdings ein Gräberfeld aus der römisch-fränkischen Zeit mit Funden von unzähligen Knochen, die möglicherweise von von den Römern z. Zt. der Christenverfolgung Ende des 3. Jhdt. ermordeten frühzeitlichen Christen stammen, von denen ein große Zahl  in der Romanischen Kirche St. Ursula (Goldenen Kammer)  aufbewahrt werden. Diese Kirche ist im Gebiet dieses Gräberfeldes - wie schon ihre auf die Märtyrer verweisende Vorläuferkirche - errichtet worden.

Ursula war der Legende nach eine christliche bretonische (nach mancher Lesart britische) Prinzessin. Auf der Rückfahrt von einer Pilgerreise nach Rom über den Rhein, die sie vor ihrer geplanten Hochzeit mit einem englischen Prinzen angetreten hatte, wurde sie in Köln mit ihren Gefährtinnen von Atilla, der mit seinen Hunnen damals gerade Köln belagertet haben soll (was historisch strittig ist), ermordet, weil sie sich dem ungläubigen Atilla verweigert hatte. Sie und ihre 11000 (?) Begleiterinnen ("Jungfrauen") gelten daher als Märtyrerinnen, was ihnen vor der Reise auch von einem Engel angekündigt worden sein soll. Die 11 Flammen symbolisieren nach mancher Ansicht  in Wirklichkeit  Hermelinschwänze gem. dem Wappen der Bretagne.  
städt. Wappenhalter
und Stadtpatrone

Kölner Denkmäler

Kölner Denkmäler
Agrippa (oben) und Marsilius
am Gürzenich

Marcus Vipsanius Agrippa (* um 63 v. Chr.,  † 12 v. Chr.), Freund und Schwiegersohn des Prinzipaten und Begründer des römischen Kaiserreiches Augustus,  war ein römischer Feldherr und Politiker. Agrippa war 39/38 und 20/19 v. Chr. Statthalter in Gallien, der u. a. in Kämpfen gegen germanische Stämme  erstmalig nach Caesar wieder den Rhein überschritt. Er siedelte um 19. v. Chr. die rrh. Ubier an das  linke Rheinufer um und gründete das Oppidum Ubiorum, die spätere Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) (das heutige Köln). Agrippa ist damit Stadtgründer der römischen CCAA und damit von Köln (zusammen mit dem Kaiser Claudius und dessen Frau Agrippina, die 50 n. Chr. der Siedlung die höchsten Stadtrechte einer Colonia verliehen haben).

Marsilius, der Vertreter des Statthalters, soll einer Legende nach das römische Köln bei einer Belagerung von Vitellius (?), Stadthalter und Kurzzeitkaiser 69 n. Chr., den man vertrieben haben soll durch eine List (mit der sog. Holzfahrt, aus der später das Holzfahrtfest wurde)  vor  der Zerstörung gerettet haben.

Agrippa und Marsilius gehören zusammen mit den Hl. Ursula und Gereon sowie den Hl. Drei Königen zu den Kölner Stadtpatronen. Ihre Denkmäler (als Ritter dargestellt) hängen über Portalen an der Ostseite des Gürzenich.
Gereons-Denkmal
Kölner Denkmäler/Gereon
Gereons-Kopf
Der Heilige Gereon eine der historischen Persönlichkeiten Kölns. Gereon war im 3. Jhdt. ein römischer Offizier der Thebäischen Legion. Wegen seines christlichen Glaubens soll er um 303 bei Köln enthauptet worden sein. Er ist einer der Stadtpatrone von Köln und wird in Ritterrüstung mit Kreuzfahne dargestellt. Seine Gebeine wurden 1121 entdeckt und werden seitdem verehrt. Sein Denkmal steht vor der nach ihm benannten Romanischen Kirche St. Gereon, eine der 12 großen Romanischen Kirchen Kölns.
Severins-Denkmal
Kölner Denkmäler/Severin  Kölner Denkmäler/Severin 
an lrh. Auffahrt zur Severinsbrücke
Der Heilige Severin wurde erstmalig 590 erwähnt ...  als 3. Bischof von Köln (um 346 - 397; seine Bestattung soll auf dem Gräberfeld vor dem römischen Köln erfolgt sein). Für 948 ist die  Umbettung der Reliquien des Hl. Severin in einen neuen Sarkophag beurkundet. Im Zuge einer Schreinöffnung 1999 wurden die vorgefundenen Reliquien auf "um 400" datiert. Ende 4. Jhdt. wurde eine kleine Saalkirche auf dem römischen Gräberfeld vor der ehemals römischen Stadtmauer errichtet, die laut einer Legende vom Bischof Severin geweiht worden sein soll. Hieraus entstand später eine Stiftskirche und die heutige Romanische Kirche St. Severin. In der Figur an der linksrheinischen Auffahrt zur Severinsbrücke in Nähe der Severinsstraße und vor St. Johann Baptist streckt er segnend seine Hand über der Brückenzufahrt.
Baptisterium
Kölner Denkmäler/Baptisterium
Die Ausgrabung eines frühchristlichen Baptisteriums (= Taufhaus mit Taufbecken) aus dem ca. 6. Jhdt. n. Chr. befindet sich an der östlichen Seite des heutigen Doms (Zugang von der Straße aus, allerdings leider kölntypisch und ärgerlicherweise nur im Rahmen von Führungen wie z. B. "Köln von unten" mit dem Veranstalter "Spurenlese" oder anderen). Unter diesem Taufbecken wurde Reste eines früheren Beckens mit unbekannter Nutzung gefunden. Nach neueren Forschungen könnte westlich dieses Baptisteriums ein frühchristlicher Sakralbau (aus dem 4./5. Jhdt.) als ein Vorläufer des "Alten Doms" und des späteren gotischen Doms gestanden haben. Später war dieser Bereich mit der mittelalterlichen (nicht mehr vorhandenen) Kirche St. Maria ad gradus östlich des Doms überbaut worden.
         Kölner Denkmäler/Baptisterium                Kölner Denkmäler/Baptisterium               Kölner Denkmäler/Baptisterium 
Kölner Mikwe
Kölner Denkmaeler/Mikwe
Modell/
(Ausgrabung auf dem Rathausplatz)

Die Mikwe ist das rituelle Tauchbad in einer jüdischen Gemeinde. Das Wasser einer Mikwe muss reinstes fließendes Wasser sein (z. B das Grundwasser auf der Höhe des lokalen Grundwasserspiegels). Die Mikwe dient nicht der hygienischen, sondern der rituellen Reinigung. Als rituell unrein gilt nach jüdischer Tradition zum Beispiel Blut (bei Frauen die Menstruation) oder das Berühren von Toten.

Die große mittelalterliche jüdische Gemeinde Köln erhielt ihre erste Mikwe in der Karolingerzeit. Die heute noch erhaltene mittelalterliche Mikwe am Rathausplatz  wurde Ende des 12. Jhdt.(um 1170) inmitten des damaligen Judenviertels erstellt. Sie war beispielgebend für andere Mikwen in Deutschland. Die Mikwe wird in die geplante Archäologische Zone integriert. Sie ist derzeit nur Rahmen von Führungen zugänglich.

Aus einem Dekret des römischen Kaisers Konstantin I von 321, mit dem die Aufnahme von Juden in den Stadtrat erlaubt worden war, geht hervor, dass die jüdische Gemeinde in Köln die erste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen war. Die erste jüdische Synagoge Kölns wurde vermutlich Ende des 9.Jhdt. errichtet; sie wäre die älteste nördlich der Alpen. Die spätere Synagoge inmitten des Judenviertels wurde nach der Vertreibung der Juden 1424  in die Ratskapelle "St. Maria in Jerusalem" umgewandelt.
Hildebold-Denkmal
Kölner Denkmäler
Hildebold-Platz
Hildebold († 818 in Köln) war von 787 bis 795 Bischof  und von 795 bis 818 erster Erzbischof des von Karl dem Großen einführten Erzbistums Köln im mittelalterlichen Köln.
St. Petrus Martyr
Kölner Denkmäler

Über dem Eingang zum Brauhaus Früh in der Kölner Altstadt (Nähe Dom) zeigt ein Relief den Schutzheiligen und Schutzpatron der Kölsch-Brauer, nämlich des St. Petrus von Mailand (oder auch St. Peter Martyr). Er wurde 1252 ermordet und ein Jahr später von Papst Innozenz IV als Märtyrer heilig gesprochen. 1396 wählte die Kölner Bruderschaft der Brauer ihn zu ihrem Schutzpatron. Er ist einer der wichtigsten Schutzpatrone Kölns. Wie der Dominikanermönch aus Verona (1205-1251) dies wurde, ist nicht gesichert. Er war als Kirchenlehrer und Diplomat sehr populär und sein Orden hatte in Köln großen Einfluß hatte. Sie gründeten 1248 die erste Kölner Hochschule; am Studium Generale lehrten u.a. Albertus Magnus, Thomas von Aquin und Meister Eckhart.  In St. Andreas befindet sich neben dem  Grab des Heiligen Albertus Magnus auch ein Altarbild von St. Petrus von Mailand.

Gedenktafel zur Schlacht an der Ulrepforte
Kölner Denkmäler

  Kölner Denkmäler
Die Ulrepforte war Teil der mittelalterlichen Stadtmauer der freien Reichsstadt Köln. Sie lag an keiner der großen stadtauswärts führenden Strassen mit ihren großen Stadttoren, sondern wurde wohl als Zugang zu den vor der Mauer liegenden landwirtschaftlichen Flächen benutzt

Ein historische Bedeutung erhielt die Ulrepforte, weil 1268 in ihrer unmittelbaren Nähe die Stadt Köln von den Truppen des von den Kölner Bürgern vertriebenen Erzbischofs Engelbert überfallen worden ist. Hierbei soll mit Hilfe eines Verräters, des in einem Haus an der Stadtmauer wohnenden Schuster Havenith, unter der Stadtmauer ein Durchlass gegraben worden sein, durch den die Truppen eindringen konnten. Es kam zu einem furchtbaren Gemetzel, in dem die Kölner Bürger letztendlich Sieger blieben. An diese Schlacht an der Ulrepforte erinnert eine Tafel (= das erste deutsche Denkmal), von dem eine Kopie an einem Mauerteilstück in Nähe der Ulrepforte und des heutigen Prinzengardeturms angebracht ist (Original im Stadtmuseum).

      Albertus-Magnus-Denkmal
Kölner Denkmäler
Albertus Magnus  war der  größte deutsche Philosoph und Theologe des Mittelalters. Das Albertus-Magnus- Denkmal steht vor dem Haupteingang der 1388 gegründeten Kölner Universität.


Platz-Jabbeck
Kölner Denkmäler

Der Platz-Jabbeck ist eine längliche Holzmaske an der Alter-Markt-Seite des historischen Rathausturmes unter- halb einer Uhr. Dieser "Herr" ist mit dem Uhrwerk verbunden und streckt zu jeder vollen Stunde die Zunge heraus. Die Figur symbolisiert das Selbstbewusstsein der freien mittelalterlichen Bürgerschaft gegenüber der Obrigkeit

Neben der Uhr sind 4 der 124 auf dem  Rathausturm stehenden Skulpturen von wichtigen historischen Persönlich- keiten Kölns zu sehen.

                  Grienkopf
Kölner Denkmäler
an mehreren Häusern der Altstadt
In der Kölner Altstadt findet man an manchen älteren Häusern steinerne Köpfe - die sog. Grienköpfe -, mit denen beim Lastentransport in die Häuser die Kran-Balken  abgestützt wurden. Es gibt aber auch manche Legenden um diese Köpfe.



Jan-von-Werth-Denkmal

                 Kölner Denkmäler
                    Alter Markt



Graf Jan von Werth  (1591-1652) war ein erfolgreicher Reitergeneral im Dreißigjährigen Krieg im Dienst des Kurfürstentums Köln. Nach erfolgreichen Kämpfen und einer Gefangenschaft wurde er in Köln stürmisch empfangen.

In Köln stadtbekannt ist eine Sage aus aus dem Leben des Jan von Werth, die jedes Jahr zu Weiberfastnacht von der Karnevalsgesellschaft "Jan von Werth" nachgespielt wird:

Jan war ein armer Knecht, der sich in die Magd  verliebt hatte. Griet aber lehnte sein Werben und seinen Heiratsantrag ab, weil er ihr von zu niedrigem Stand war. Schwer enttäuscht trat Jan in die Armee ein und zog in den Krieg. Er stieg bis zum General auf und konnte mehrere Siege erringen. Nach einem  Sieg zog er im Triumphzug durch das Severinstor mit seinen Truppen in Köln ein. Dabei entdeckte er auf dem Markt seine große Liebe Griet, die dort an einem Bauernstand Obst anbot. Er lenkte sein Pferd auf Ihren Stand zu, stieg ab, zog seinen Hut und sagte zur ihr: "Griet, wer et hätt jedonn!" (Griet, wenn du es doch getan hättest!) Und sie antwortete ihm: "Jan, wer et hätt jewoss!" (Jan, wenn ich es gewusst hätte!). Jan stieg wieder auf sein Pferd und ritt davon.

Heinzelmännchen-Brunnen
     Kölner Denkmäler              Strasse Am Hof  (Nähe Dom)

Heinzelmännchen sind einer Kölner Sage nach hilfsbereite Hausgeister. Sie verrichten nachts, wenn die Bürger schlafen, deren Arbeit. Werden sie dabei jedoch beobachtet, verschwinden sie für immer, was bei dem Brunnen-Bildnis geschehen ist.

Die Sage ist erstmals vom Kölner Schriftstellers Ernst Weyden (1805-1869) verfasst worden. In Köln sehr populär geworden ist die Gedichtfassung von August Kopisch (1799-1853):

   Wie war zu Cölln es doch vordem mit Heinzelmännchen so bequem!
   Denn war man faul, ... man legte sich hin auf die Bank und pflegte sich.
   Da kamen bei Nacht, eh' man's gedacht,

 
 die Männlein und schwärmten und klappten und lärmten und rupften und zupften und hüpften und trabten
   und putzten und schabten - und eh ein Faulpelz noch erwacht, war all sein Tagwerk bereits gemacht!...

Ostermann-Brunnen
              Kölner Denkmäler
          Nähe Heumarkt/Alter Markt



Das Ostermann-Denkmal erinnert mit seinen Figuren aus bekannten Kölner Liedern an den immer noch bekanntesten Kölner Liedermacher und Interpreten der Kölner Karnevalsgeschichte  Willy Ostermann (1876-1936), der über 100 Titel - Kölsche Leedcher,  aber auch hochdeutsche Rhein- und Wein-Lieder - schuf, von denen weit  über 20 in Köln und darüberhinaus  unvergessen sind  (wie "Och wat wor dat fröher schön doch enn Colonia", "Einmal am Rhein" und sein letztes Lied "Heimweh noh Kölle", das im 2. Weltkrieg so etwas wie die heimliche Nationalhymne wurde).

Das Lied  Heimweh noh Kölle ist so eine Art inoffizielle Kölner Stadthymne. Refrain:
Wenn ich su an ming Heimat denke
un sin d'r Dom su vör mir ston,
mööch ich direk op Heim an schwenke,
ich mööch zo Foß noh Kölle gon.
               Kallendresser
Kölner Denkmäler
                       Alter Markt

Für die Figur Kallendresser (= einer der in die Kall  - die Dachrinne - seine Notdurft verrichtet) an einem Haus am Alter Markt (neben dem Gaffelhaus) gibt es verschiedenen Deutungen. Eine Deutung für die Figur, die es auch an einem Nachbarhaus aus dem 18. Jhdt. gegeben hat, ist, dass die Hausbesitzer ausdrücken wollten, was man von der Politikern im gegenüberliegenden Rathaus hielt.

Denkmal Wallraf und Richartz

Kölner Denkmäler
Am Wallrafplatz

Ferdinand Franz Wallraf (* 1748 in Köln, † 1824 in Köln) war ein bedeutender Kunstsammler, der seine umfangreiche Kunstsammlung seiner Heimatstadt Köln übergeben hat. Der größte Teil der Gemälde-Sammlung ist im Wallraf-Richartz-Museum ausgestellt. Der Kölner Kaufmann Johann Heinrich Richartz (* 1795, 1861) finanzierte den ersten Bau des Wallraf-Richartz-Museum. Das Denkmal befindet sich vor dem Museum für angewandte Kunst, einem Bau, in dem einstens das Wallraf-Richartz-Museum untergebracht gewesen war. Allerdings ist dem Direktor des WRM zuzustimmen, der fordert, die beiden Denkmäler dahin zu verlegen, wo sie ursächlich hingehören: in die Nähe des neuen WRM-Gebäudes.


Gedenktafel Sulpiz  Boisserée
Kölner Denkmäler/Boisserée
Blaubach 14
Sulpiz  Boisserée (* 1783 in Köln, †  1854), ein Kunstsammler und  Historiker, war maßgeblich beteiligt an der Idee und der Planung zum  Weiterbau des Kölner Doms im 19. Jhdt. und damit eine wichtige Persönlichkeit der Kölner Geschichte.  Boisserée gehörte auch zu den engagiertesten Gründern des Kölner Zentral-Dombauvereins (gegründet 1842), mit dessen großer - vor allem materieller - Hilfe das Bauwerk ab 1842 weitergebaut und 1880 vollendet werden konnte. Eine Gedenktafel ist an seinem Geburtshaus in der Straße Blaubach in Nähe Heumarkt  zu sehen.
Kolping-Denkmal
Kölner Denkmäler
vor der Minoritenkirche Nähe WDR

Adolf Kolping (* 1813 in Kerpen bei Köln, † 1865 in Köln) war ein katholischer Priester und Begründer des Kolpingwerkes. Er schloss 1850 die  bestehenden Gesellenvereine zum Rheinischen Gesellenbund zusammen, aus dem das internationale Kolpingwerk hervorgegangen ist, für dessen Verbreitung er sorgte.


Nicolaus Otto u. Eugen Langen
Kölner Denkmäler
vor Eingang Bahnhof Messe/Deutz
Nikolaus August Otto (* 1832, 1891 in Köln)  war eine Maschinebauer, der 1862 mit der Entwicklung eines Viertakt-Motors begann. 1864 gründete er mit Eugen Langen (* 1833 in Köln, 1895) die Gasmotorenfabrik "N. A. Otto und Cie", die 1972 in Deutz AG umbenannt wurde. Der Otto-Motor hat die Welt revolutioniert wie kaum eine andere technische Erfindung. Nach diesem Viertaktprinzip arbeiten auch heute noch weltweit Motoren in ca. 750 Mio. Fahrzeugen. In der Tradition dieser weltverändernden Erfindung liegt, dass heute Köln eine der führenden Auto- und Motorenbau-Städte ist. Das Denkmal steht vor dem Bahnhof Messe/Deutz auf dem Otto-Platz.

Eugen Langen war auch beim Bau von Schienenfahrzeugen erfolgreich. Er gilt als Vater der Wuppertaler "Schwebebahn", die eigentlich eine Hängebahn ist.

            Reiter-Denkmal
 ("Dat Pääd")
Kölner Denkmäler 
                         Heumarkt
Das Reiter-Denkmal auf dem Heumarkt ist zu Ehren von König Friedrich Wilhelm III von Preußen aus dem Geschlecht der Hohenzollern (1770-1840, König ab 1797) aufgestellt und 1878 eingeweiht worden. Der König war preußischer Herrscher zu der Zeit, als Köln nach dem Wiener Kongreß 1815 - sicher nach Ansicht vieler Rheinländer leider - innerhalb der Rheinprovinz an das Königreich Preußen fiel. Die im Krieg zerstörte Reiterfigur ist eine Nachkriegs-Rekonstruktion mit Resten des Originals, die 1990 neu auf dem Heumarkt aufgestellt worden ist. Das Denkmal steht auf einem Sockel oberhalb von sechzehn Großfiguren aus der jüngsten preußisch-deutschen Geschichte. 2007 musste es jedich wegen starker Schäden wieder abgebaut werden. Nun wurde lange Zeit öffentlich diskutiert, ob und mit welchen Mitteln die stark beschädigte Reiterfigur restauriert werden soll. Ob das auch daran lag, dass dereinst die Preußen bei den Kölnern mit ihrer völlig anders gearteten lockeren rheinischen Lebensart wohl nicht sonderlich beliebt waren? Nun aber ist seit Oktober 2009 "dat Pääd" restauriert wieder an seinem Platz!
                 Salzgasse
           (eine der Altstadtgassen)
Kölner Denkmäler
Die Bezeichnung vieler Kölner Altstadt-Strassen und -Gassen erinnert an deren gewerbliche Nutzung im mittelalterlichen Köln (wie z. B. Unter Goldschmied, Unter Taschenmacher). Das gilt auch für die Salzgasse. Diese Gasse ist aber auch ein sozusagen Strassendenkmal. Denn im Zuge der heutigen Salzgasse verlief zur späten Römerzeit die Strasse zur ersten Rheinbrücke von der Colonia (CCAA) zum rechtsrheinische Kastell Divitia (siehe oben). Heute gelangt man vom Heumarkt aus über die Salzgasse in das Altstadtviertel mit seinen zahlreichen gastronomischen Betrieben.

Adenauer-Denkmal
Kölner Denkmäler
vor St. Aposteln
            
Konrad  Adenauer (* 05.01.1876 in Köln,  † 19.04.1967 in Rhöndorf) war von 1917 bis 1933 und 1945 Kölner Oberbürgermeister  sowie von 1949 bis 1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Kardinal-Frings-Denkmal
Kölner Denkmäler
an Unter Goldschmid (Nähe Dom)
Joseph Kardinal Frings (* 1887,  1978 in Köln) war von 1942 bis 1969 Erzbischof in Köln.
        Karl-Berbuir-Denkmal
        Kölner Denkmäler

          Karl-Berbuir-Platz (Südstadt)

Karl Berbuer (* 1900 in Köln, † 1977 in Köln) war einer der bekanntesten  Kölner Komponisten  und Kräzchens- Sänger (Karnevalslieder-Sänger). Zu den bekanntesten Liedern gehören Heidewitzka Herr Kapitän und das Trizonesien-Lied. Das in der Kölner Südstadt 1987 Nahe der Auffahrt zur Severinsbrücke errichtete bronzene Denkmal stellt ein Narrenschiff (das Müllemer Bötche) dar.





     Jupp-Schmitz-Denkmal
               Kölner Denkmäler

  Jupp-Schmitz-Plätzchen
Jupp Schmitz (*  1910 in Köln, † 1991 in Köln) war einer der in Köln und darüberhinaus bekanntesten  Kölner Schlager- und Kräzchens-Sänger (Karnevalslieder-Sänger). Gleich sein erstes Karnevalslied Wer soll das bezahlen, ein Hinweis auf das im Krieg überaus stark zerstörte Köln und die gerade begonnene Währungsreform war einer der meistgesungenen Schlager der Nachkriegsjahre; ferner sehr bekannt war Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Das Denkmal steht auf einem kleinen Plätzchen hinter dem Gebäudekomplex An Farina nahe dem Wallraf-Richartz- Muserum und dem Rathausplatz.


         Millowitsch-Denkmal
Kölner Denkmäler/Millowitsch
Eisenmarkt
(am Hänneschen-Theater)

Willy Millowitsch (* 1909 in Köln,  † 1999 in Köln) war ein überaus bekannter und beliebter Kölner Volkschau-
spieler.
Noch zu Lebzeiten (1992) errichtet die Stadt Köln ein Denkmal für Willy Millowitsch in der Altstadt am Eisenmarkt.

           Tünnes und Schäl
Kölner Denkmäler/Tünnes und Schäl
          Nähe Alter Markt        
 (gegenüber Groß St. Martin)

Tünnes und Schäl - zwei Figuren des Kölner Haenneschen-Theaters - sind zwei Urtypen des kölschen Humors und werden mit Köln verbunden wie der Dom und Kölnisch Wasser. Hierbei ist Tünnes ein eher gutmütiger ulkiger rustikaler Kerl, Schäl hingegen schlitzohrig, listig und boshaft ironisch, beide aber bissig im Humor. Historische Figuren wie einige andere bekannte kölsche Originale sind sie allerdings nicht. Wegen ihrer vielen kölntypischen Eigenschaften werden sie aber wie Originale angesehen.

Tünnes ist die rheinische Form von Anton. Tünnes wird als knollennasige Figur dargestellt. Schäl bezieht sich auf das Schielen dieser Figur, meint aber im Kölschen auch schlecht oder falsch  Die Figur ist schlanker als Tünnes und trägt einen Frack. Durch ihre große Bekanntheit erzählt man sich in Köln und darüberhinaus eine Vielzahl
von Tünnes-und-Schäl-Witzen.

Karnevalsbrunnen
              Kölner Denkmäler              Gülich-Platz 
(gegenüber WRM)
Dieser kleine Brunnen steht auf dem Gülich-Platz gegenüber dem Farina-Haus und dem Wallraf-Richartz- Museum, benannt nach dem mittelalterlichen Aufständischen Nikolaus Jülich. An dieser Stelle stand früher eine sog. Schand- säule mit dem bronzenen Kopf des Nikolaus Gülich.
Frauendenkmal (mit Römerin)
Kölner Denkmäler
(im Hof von An Farina )
Ein (modernes) Denkmal zur Kölner Geschichte mit der Bezeichnung "Die Kölner Frauen im Wandel der Zeiten" (von A. Langenbach + Sohn) steht im Hof des Gebäudekomplexes An Farina unweit des Wallraf-Richartz-Museums und des Rathauplatzes mit Frauengestalten der verschiedenen Epochen, beginnend mit den Ubierinnen.
 Kölner Gipfel 1999
Kölner Denkmäler
Plakette am Gürzenich
Erinnerungsplakette an die Veranstaltungen im Gürzenich anläßlich eines der größten Kongresse im Nachkriegs- Köln, dem "Kölner Juni-Gipfel 1999" mit dem EU-Gipfel-Treffen des Europäischen Rates (03. - 04.06.99) und da- nach dem Weltwirtschaftsgipfel der Staats- und Regierungs-Chef der G 8-Staaten in Köln  (u. a. mit Bill Clinton/ USA, Boris Jelzin/Rußland und Gerhard Schröder/Deutschland).


                                      


 Fotos zumeist vergrößerbar durch Anklicken.                                                                                                                                      Günter Lehnen, Köln
                                                                                                                                                                                                                    Stand: 26.07.10
     
 
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