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Köln -  die Kulturmetropole am Rhein

Kulturstadt Köln - Kunststadt Köln

Kölner Denkmäler

Historische und moderne Denkmäler


überarbeitet Febr. 2016
- Mängelliste Kölner Denkmäler
Themenseite des privaten Web-Informations-Projekts "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt".  Dieses private Web-Projekt verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen!



Kölner Denkmäler
 Stadtmauern und Stadttore - Praetorium - römische Wasserleitung -  historische Gebäude - Rathaus - viele kleine Denkmäler und Skulpturen


0. Vorbemerkungen und Inhalt

Ein Denkmal ist per Definition ein Werk, das für eine frühere Kultur Zeugnis ablegt, oder eine plastische Darstellung, die an eine Person oder ein Ereignis erinnert. Hierzu gehören z. B. Baudenkmäler, Boden-Denkmäler, Kunstwerke, Statuen, Skulpturen, bewegliche Denkmäler). Zitat: "Denkmäler sind Sachen, Mehrheiten von Sachen und Teile von Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht. Ein öffentliches Interesse besteht, wenn die Sachen bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse sind und für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen."

Unter "Denkmal" wird in dieser Themen-Seite nicht nur dieser formale Begriff im Sinne der Denkmalpflege verstanden. Auf dieser Themen-Seite ist eine individuelle Auswahl von erhaltenen historischen Denkmälern (archäologische Ausgrabungen, historische Bauwerke, Skulpturen und Statuen) und auch einige moderne Denkmäler aus der über 2000-jährigen Geschichte der Stadt Köln aufgeführt und beschrieben, wobei ein Teil der Objekte von großer historischer Bedeutung ist. Diese Themen-Seite ist somit eine Ergänzung zu der Rubrik Kölner Stadtgeschichte mit den Themenseiten zu den drei geschichtlichen Epochen

Römisches Köln
                                                                          
um 19 v. Chr. -  um 455 n. Chr.
ab 50 n. Chr. Status einer Colonia (Stadt römischen Rechts)
ab um 90 n. Chr. römischen Provinzhauptstadt
zeitweise Kaiserresidenz
Mittelalterliches Köln um 455 - um 1500

mit mittelalterlichen Strukturen bis in die frühe Neuzeit (1794
um 460 - 8. Jhdt. Residenzstadt der Franken
953 - 1288 Residenzstadt des Kurfürstentum Köln
ab 1288 de facto und ab 1475 bis 1794 de jure Freie Reichsstadt
Neuzeitliches Köln - Köln heute
ab um 1500
1794 - 1814 Stadt mit französischer Besatzung
1815 - 1918  preußische Festungsstadt
ab 1918 republikanische Stadt, aktuell größte Stadt in NRW und viertgrößte in der BRD

und eine Ergänzung zu der Themen-Seite Kölner Bauwerke. Infolge der großen Anzahl der Denkmäler in Köln kann es sich sowohl bei den größeren Denkmälern (Ziffern 1 und 2) als insbes. auch bei den kleineren personen- oder ereignisbezogene Denkmäler (Ziffer 3) nur um ein kleine Auswahl handeln.

Inhalt

1.    Denkmäler des Römischen Köln
1.1  Römischen Stadtmauer
1.2  Exponate im Römisch-Germanischen-Museum 
1.3  Ubier-Monument
1.4  Praetorium
1.5  Römische Wasserleitungen
1.6  Ausgrabungen unter Groß St. Martin
1.7 
Weitere römische Denkmäler
2.    Denkmäler des Mittelalterlichen Köln und des Neuzeitlichen heutigen Köln
2.1 Mittelalterliche Stadtmauer
2.2 Innerer und äußerer preußischer Festungsring
2.3 weitere mittelalterliche und neuzeitliche Denkmäler
3.   Kleinere personen- oder ereignisbezogene Denkmäler Siehe hierzu auch die Anhang-Seite Mängelliste Kölner Denkmäler.

 Empfehlenswerteste Kölner Sehenswürdigkeiten und Touristenziele (inkl. einiger nachfolgend unter den Ziffern 1 und 2 erwähnten Denkmälern) nach Ansicht des Verfassers: In Köln wird viel gebaut. Die aktuell größten und wichtigsten Baumaßnahmen sind (Stand: 4. Quartal 2015):


1.Denkmäler des Römischen Köln
Aus der glanzvollen Zeit der antiken römischen Colonia ab dem 1. Jhdt. n. Chr. sind im Stadtbild leider nur relativ wenige Bauwerke und Denkmäler erhalten geblieben, jedenfall weniger als in der später (ab Ende 3. Jhdt.) ebenfalls glanzvollen römischen Residenzstadt Trier. Dort sind noch mehrere antike Bauwerke gut erhalten. Das mag daran liegen, dass Köln als eine der ganz wenigen hiesigen römischen Städte einen nahtlosen Übergang von der antiken Stadt in eine frühmittelalterliche Stadt und ein frühmittelalterliches Handels- und kirchliches Zentrum erlebte und dafür Platz brauchte, um sich weiter zu entwickeln. Allerdings sind in Köln im Römisch-Germanischen-Museum unzählige und zum Teil hochrangige Exponate aus insbes. der römischen und fränkischen Periode Kölns ausgestellt.

Als Ergänzung der Themen-Seite Das Römische Köln sowie als Ergänzung und Präzisierung der Themen-Seite Kölner Bauwerke werden hier einige Denkmäler und Skulpturen aus dieser Epoche Kölns vorgestellt.

1.1  Römische Stadtmauer (ab um 90 n. Chr.)

Das römische Köln (mit einer fast quadratischer Fläche) war von einer einer knapp 4 km langen und ca. 8 m hohen und ca. 3 m breiten Stadtmauer mit  9 (11) Stadttoren (1 im Norden, 3 im Westen, 2 im Süden,  3 (bis 5) kleinere im Osten zum Hafen), 19 runden Wehrtürmen und 1 großen quadratischem Turm in der SO-Ecke (Ubiermonument)  sowie einem Graben vor der Mauer umgeben. Die Mauer ist nach neueren Ausgragungsergebnissen  (Zitat Dr. Trier, RGM Köln)  ab um 90 n. Chr. gebaut worden (frühere Schätzungen: um 50 bis 70 n. Chr.). Die römische Stadtmauer umfasste das römische Köln (ca. 97 ha mit in der Blütezeit um 20 000 Einwohnern),  das später das Zentrum der mittelalterlichen Stadt (mit deren Grenze im Verlauf der heutigen Kölner Ringstraße) wurde und heute Zentrum des Stadtteils Altstadt ist.

Die römische Mauer verlief - grob geschildert anhand der Altstadt des heutigen Kölner Stadtzentrums - in folgenden Trassen:
  • Ostmauer am Fuße des hochwassersicheren Hügels, auf dem die Colonia gebaut worden ist, von der SO-Ecke Mühlenbach/An der Malzmühle östlich vorbei an St. Maria im Kapitol (in römischer Zeit der Kapitolshügel), westlich vom  Heumarkt, westlich vom Alter Markt am Fuß des dort noch gut erkennbaren Hügels und östlich einer ehemaligen großen römischen Villa (heute nachgebildet vom Römisch-Germanischen Museum) an der NO-Ecke (Auf dem vorgenannten Hügel steht heute das Rathaus - Nachfolger des römischen Praetorium -; die Mauertrasse verläuft unterhalb des historischen mittelalterlichen Teils des heutigen Rathauses.)
  • Nordmauer nördlich vom Dom aus entlang des Straßenzugs Komödienstraße/Burgmauer und südlich des Zeughauses (Kölnisches Stadtmuseum)
  • Westmauer vom Wehrturm an der NW-Ecke, heute "Römerturm" genannt, aus in südlicher Richtung östlich vorbei an St. Aposteln **,  westlich vom Neumarkt,  entlang der Clemensstraße und östlich des Mauritiussteinwegs bis zur SW-Ecke,
  • Südmauer entlang des Straßenzugs der sog. "Bäche" bis zur SO-Ecke Mühlenbach/An der Malzmühle (Dort befindet sich in einem Keller eines Hauses das Ubier-Monument.)
Das Nordtor und das Südtor der Mauer standen an den an den Endpunkten der Nord-/Süd-Hauptstraße ("Cardo Maximus") im Zuge der heutigen Hohe Str.. Eines der 3 Westtore gehörte zur "Decumanus Maximus", der Ost-/West-Hauptstraße (im Zuge der heutigen Schildergasse). Die 3 Ostore in Richtung Rhein/Rheininsel standen von Süden nach Norden a) südlich des Kapitolstempel (heutige Kirche St. Maria im Kapitol), b) im Zuge der heutigen vom Heumarkt ausgehenden Straße Obermarspforten (daher der Straßenname!) und c) südlich des heutigen Römisch-Germanischen Museums im Zuge der römischen Hafenstraße (s. Foto unter 1.7). Es wird heutzutage vermutet, dass es noch 2 weitere Osttore gegeben hat.

Bei der
ersten urbanen Stadterweiterung, die nach neueren Ausgrabungsergebnissen vermutlich schon in der spätrömischen Phase erfolgte, ist die Römermauer wohl im Norden und Süden bis zum Rhein verlängert worden.
Die römische Stadtmauer war bis zur 2. Stadterweiterung des Mittelalterlichen Köln (1106) in Funktion und verfiel danach allmählich. Im Mittelalter wurden Mauerteile zum Teil in die Bebauung integriert. So bildete die Mauer z. B. die östliche Begrenzung des Stifts St. Aposteln am Neumarkt, was durch eine (heute zugemauerte) Tür, die von der Maueroberkante in die Stiftskirche führte, zu erkennen ist  (siehe Fotos unter Romanische Kirchen).

Von der römischen Stadtmauer sind als Kultur-Denkmäler im Stadtbild erhalten
Diese Denkmäler werden leider größtenteils vernachlässigt und nicht angemessen gepflegt. Sie werden überwiegend den Kölner Bürgern und den vielen Besuchern der Stadt nicht angemessen oder gar nicht  präsentiert. Siehe hierzu Mängelliste Kölner Denkmäler.

Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmauer

Trasse der Römischen Stadtmauer/
Bodenplatten in den Gehwegen der heutigen Stadt
(Ziffern 1 ... 10 verweise auf die Fotos)



Anmerkung:
Wer den Verlauf der römischen Stadtmauer der CCAA verfolgen möchte, kann dies am besten mit Hilfe des Buches "Das römisch-germanische Köln" von Gerta Wolff (Bachem-Verlag)
und/oder
mittels der an vielen Stellen im Verlauf der Trasse der antiken römischen Mauer im Boden der  Gehwege eingelassenen Metallplatten (s. oben) tun.

Start am besten am Dom (Domplatte)!



Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmauer
Skizze Römisches Köln
(Ziffern 1 ... 10 verweisen auf Fotos)
Kölner Denkmäler/römisches Stadtmauer/Dom-Tiefgarage
1. Teil der Nordmauer/
 Dom-Parkhaus
Kölner Denkmäler/römisches Stadtmauer/Dom-Tiefgarage
1. Teil der Nordmauer/
 Dom-Parkhaus
Kölner Denkmäler/römisches Stadtmauer/Dom-Tiefgarage
1. Teil der Nordmauer/
 Dom-Parkhaus
Kölner Denkmäler/römisches Stadtmauer/Dom-Tiefgarage
1. Teil der Nordmauer und römischer Keller (2.Jhdt.)/
 Dom-Parkhaus
.Kölner Denkmäler/römisches Stadtmauer/Dom-Tiefgarage
1. Teil der Nordmauer und römischer Keller (2.Jhdt.)/
 Dom-Parkhaus
*Kölner Denkmäler/römischer Keller/Dom-Tiefgarage
1. Römischer Keller (2.Jhdt.)/
 Dom-Parkhaus
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Nordtor
2. Aufdruck "CCAA" im römischen Nordtor/
im RGM
Kölner Denkmäler/römischen Köln/Nordtor
2. Teil des römischen Nordtors/
neu aufgestellt auf Domplatte vor Westtürmen
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Lysolpfsturm
3. Wehrturm in der Nordmauer (im Mittelalter "Lysolphturm")/
Komödienstr., Nähe Dom
 

.
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmauer Nord
4. Teil der Nordmauer/
Burgmauer, Nähe Zeughaus/Stadtmuseum
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmauer Nord
4. Teil der Nordmauer/
Burgmauer, Nähe Zeughaus/Stadtmuseum
Nordmauer
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Römerturm
5. "Römerturm" (Nord-/West-Ecke der Mauer)/  
 Zeughausstr.
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Römerturm
5. "Römerturm" (Nord-/West-Ecke der Mauer)/  
 Zeughausstr.
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Helenenturm
6. "Helenenturm" (Teil der Westmauer)/
St. Apernstr./Helenenstr.
*
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Helenenturm
6. "Helenenturm"/ 
St. Apernstr./Helenenstr.
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Helenenturm
6. "Helenenturm"/ 
St. Apernstr./Helenenstr.

Kölner Denkmäler/römisches Köln/Helenenturm Kölner Denkmäler/römisches Köln/Helenenturm
6. "Helenenturm"/ 
St. Apernstr./Helenenstr.
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmauer
7. Fundament der Mauer/
Clemensstr.

Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmauer
 8.Teil der Westmauer/
Wohnanlage östlich Mauritiussteinweg
Westmauer
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmauer
9. Teil der Südmauer/
   Rothgerber- und Blaubach 
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmauer
9. Teil der Südmauer (Nachbildung)/
   Rothgerber- und Blaubach 
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ubier-Monument
10. Mauerteile am Ubier-Momument (Süd-Ost-Ecke der Mauer)/
 An der Malzmühle, Ecke Mühlenbach   
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Stadtmauer
10. Mauerteile am Ubier-Momument (Süd-Ost-Ecke der Mauer)/ 
An der Malzmühle, Ecke Mühlenbach 
Südmauer
 *  Turm war leider lange Zeit völlig zugewachsen (im Sommer dadurch unsichtbar);  siehe vorgenanntge Mängelliste.  Hinweis: Der Bewuchs ist seit Anfang 2012 verschwunden!                      
** Im Mittelalter wurden Mauerteile der römischen Stadtmauer zum Teil in die Bebauung integriert. So bildete sie z. B. die östliche Begrenzung des Stifts St. Aposteln am Neumarkt, was durch eine (heute zugemauerte) Tür, die von der Maueroberkante in die Stiftskirche führte, zu erkennen ist (s. Fotos unter St. Aposteln).

1.2 Exponate im Römisch-Germanischen-Museum (RGM)

Das Römisch-Germanische-Museum ist mit dem Wallraf-Richartz-Museum (mit Malerei bis zum 19. Jdht.) und dem Museum Ludwig (mit Kunst des 20. Jhdt. und der Gegenwart) eines der drei bedeutendsten Kölner Museen. Im RGM sind umfangreiche und zum Teil hochrangige archäologische Sammlungen aus der rheinischen Vorgeschichte, der römischen Kunst-, Kultur- und Stadtgeschichte Kölns und der fränkischen Zeit des frühen Mittelalters in Köln und im Rheinland ausgestellt, deren Präsentation leider den meisten Besuchern derzeit noch etwas unübersichtlich geordnet erscheinen dürfte. Höhepunkte sind wohl das Dionysos-Mosaik und das riesige Poblizius-Grabmal. Nachfolgend sind aus der großen Anzahl ausgestellter Exponate einige Spitzensobjekte (subjektive Meinung des Autors) aufgeführt:

Dionysos-Mosaik (3. Jhdt.) - Poblizius-Grabmal (40 n. Chr.) - Bogen des Nordtors der römischen Stadtmauer (mit der Inschrift "CCAA") - ein Diatretbecher (Trinkgefäß 4. Jhdt., ein Höhepunkt der Glastechnik) - 2 Toga-Statuen (1. Jhdt. v. Chr. und 2. Jhdt. n. Chr.) - Kaiserstatuen  (u. a. von Vispania Agrippina, Mutter der Stadtmitbegründerin Agrippina, sowie des Augustus und dessen Frau Livia)  - Pfähle der röm. Rheinbrücke - viele Grabsteine - spätantike Gläser - Philosophen-Mosaik und Wandbemalungen. *

* Die frühere Veröffentlichung von privaten Fotos hierzu in diesem nichtkommerziellen Internet-Auftritt wurde vom Römisch-Germanischen-Museum - anders als beim Kölner Dom - leider leider nicht erlaubt! Schade!

1.3 Ubier-Monument

Das Ubier-Monument aus der Zeit des römischen Köln ist der älteste datierte Steinbau Deutschlands und damit die erste steinerne Urkunde der Stadt Köln. Das Bauwerk ist von den Römern zur Zeit des Oppidum Ubiorum (= von den Römern gegründete zivile Siedlung)  um 5 n. Chr. erbaut worden. Es wurde vermutlich zunächst in eine erste Holz-/Erde-Umwallung und später in die nach der Verleihung der römischen Stadtrechte einer Colonia (in 50 n. Chr.) um 90 n. Chr. erbaute römische Stadtmauer an deren Süd-Ost-Ecke integriert worden. Der ursprüngliche Zweck des Baus ist nicht sicher bekannt. Vermutlich war es ein Hafenturm, der die südliche Einfahrt in den damaligen Nebenarm des Rheins mit dem antiken Hafen bewachte, oder einreligiöses Monument. Die bei seinem Fund von den Archäologen gewählte Bezeichnung ist im übrigen irreführend, da nicht etwa die um 19 v. Chr. hier angesiedelten Ubier, sondern nur römische Architekten den Bau errichtet haben können, denn den rrh. Germanenvölkern fehlten zu jener Zeit die technologischen Fähigkeiten zum Errrichten solcher Bauwerke.

Die eindrucksvollen Ausgraben befinden sich an der Strasse An der Malzmühle/Ecke Mühlenbach. Diese wichtige und auch gut präsentierte Ausgrabung ist ärgerlicherweise nur bei Führungen zugänglich (siehe hierzu Mängelliste Kölner Denkmäler ). Nachfrage über Römisch-Germanisches-Museum! Mitteilung dort (Stand Dez. 2015): "Das Ubier-Monument bleibt derzeit wegen Bauarbeiten geschlossen." Aktueller Nachtrag 04.03.2016: Nach Presseberichten ist das Ubier-Monument nach einer gründlichen Sanierung wieder zugängig. Besuchszeit demnach allerdings nur jeden 1. Donnerstag im Monat 14 - 17 Uhr., ansonsten wohl wie bisher nur bei Führungen. Sehr unbefriedigend!

In dem Ausgrabungsraum sind auch noch einige andere Exponate ausgestellt, u. a. Originalpfähle von der ersten römischen Rheinbrücke (gebaut ca. 310 n. Chr.),  deren Fälldaten mit 324 - 346 ermittelt worden sind  (stammen möglicherweise also von Reparaturmaßnahmen).

Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ubier-Monument
Ubier-Monument 
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ubier-Monument
Teile der Stadtmauer
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ubier-Monument

sonstige Fundstücke

  
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Brunnen
   römischer Brunnen (Fundort in Innenstadt)
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Bückenpfähle
Brückenpfähle (von erster römischer Rheinbrücke) 

                                                  
1.4 Praetorium 
     
Das Praetorium war fast 4 Jhdt. lang der Sitz des Statthalters in der Hauptstadt der römischen Provinz "Germania Inferior" (Nieder-Germanien) bzw. später "Germania Secunda" sowie damals höchstes Steinhaus nördlich der Alpen und größtes und bedeutendstes Gebäude entlang des Rheins. Es war die zivile und militärische Verwaltungszentrale der Provinz. Die Statthalter waren die Verantwortlichen für die zivile Verwaltung (Kaiserkult, Polizeigewalt, oberste richterlicher Gewalt) und zugleich in direkter Vertretung des Kaisers Oberbefehlshaber der in der Provinz stationierten Legionen. Im Praetorium residierten bzw. verweilten zeitweise auch u.a. die Kaiser Trajan (98, als er als Statthalter in der CCAA von seiner Wahl zum Kaiser erfuhr und noch einige Zeit in der CCAA residierte), Hadrian, Valerian, Postumus und Konstantin.

Die Römer erbauten das Praetorium am östlichen Rande des hochwassersicheren Hügels, auf dem sie die Colonia ausbauten und an derem Rand die römische Stadtmauer verlief. Das prächtige Gebäude wurde ab dem 1. Jhdt. n. Chr. in 4  Stufen erbaut und erweitert. Mit der 180 m langen Front zum Rhein hatte es auch einen repräsentativen Charakter und sollte die Macht des Imperiums dokumentieren. Die Bezeichnung "Praetorium" ist durch einen aufgefundenen und ausgestellten Weihestein belegt. Nach Abzug der Römer diente der Palast bis in's 7. Jhdt. den merowingischen Königen als Residenz ("Aula regia" = Königshof). Heute steht über den Ausgrabungen des Praetoriums das Kölner Rathaus. Köln wird also seit ca. 2000 Jahren vom gleichen Ort aus regiert und verwaltet - ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in Europa -.
 
Hinweis: Das Praetorium kann als Außenstelle des Römisch-Germanischen Museums bzw. als Teil des künftigen Museums Archäologische Zone besichtigt werden (Eingang: Kleine Budengasse am Rathaus/Spanischer Bau in Nähe Alter Markt)!

Kölner Denkmäler/römisches Köln/Praetorium
Fundament der Ostseite der Bauphase IV  
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Praetorium
Fundament der Ostseite der Bauphase IV  
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Praetorium
Octogon (zentraler Raum) mit Mauerresten aus den Baustufen
Praetorium
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ausgrabungen Rathaus   Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ausgrabungen Rathaus
Portikus (2. Jhdt.)
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Ausgrabungen Rathaus
Apsis mit Brunnen neben dem Praetorium/Rathausplatz
(vermutlich von einem einem  röm. Wohnpalasts 3./4. Jhdt.)
     - z. Zt. im Grabungsgebiet/Baugebiet "Archäologische Zone nicht zugänglich!  -
röm. Ausgrabungen unter dem historischen Rathaus neben dem Praetorium
Das Praetorium wird künftig in das Museum  "Archäologische Zone" integriert!                 

1.5  Römische Wasserleitungen (Vorgebirgskanal und Eifelkanal)

Nach der Gründung des römischen Köln musste die Stadt mit Frischwasser versorgt werden. Es musste also wie in anderen Metropolen im römischen Imperium eine Wasserleitung gebaut werden. Die Quelle der ersten Baustufe der Wassserleitung ("Vorgebirgskanal") lag  im Vorgebirge westlich der CCAA. Die Quelle der zweiten  Baustufe ("Eifelkanal") wurde  in der Eifel bei  Nettersheim, also weit entfernt von der CCAA, gefunden.

Ab um 30 n. Chr. wurde vom Vorgebirge vor den Toren der Stadt aus die erste Wasserleitung zur CCAA erstellt - der "Vorgebirgskanal" - . Die Quellen lagen wohl im Gebiet der heutigen Gemeinden Hürth und Gleuel. Durch das schnelle Wachstum der römischen Stadt nach deren Erhebung zur Colonia (50 n. Chr.) reichten bald Menge und Qualität des Wassers nicht mehr aus, um die antike Großstadt  zu versorgen.

Um 80 n. Chr. wurde daher die neue Leitung
aus der Eifel nach Köln gebaut - der "Eifelkanal" -. In der ersten Baustufe hatte der Eifelkanal 3 Quellen im Gebiet der heutigen Gemeinde Mechernich (in Kallmuth, Urfey und Dreimühlen). Gegen Ende des 1. Jhdt. kam der einige km weiter von Köln entfernte Quellpunkt "Grüner Pütz" in der heutigen Gemeinde Nettersheim hinzu, der damit der Quellpunkt des insges. 95,4 km langen Kanals wurde. Die römischen Wasserleitungen verliefen größtenteils unterirdisch und transportierten das Wasser durch ihr Gefälle. Täler wurden mittels Aquädukten überbrückt.

In der sog. Brunnenstube "Grüner Pütz" bei Nettersheim (die Brunnenstube war als Sammler Kernstück der Anlage) wurde das in einer Sickerleitung aufgefangene Hangwasser gesammelt und über eine unterirdische Leitung in Richtung CCAA abgeführt. In der Brunnenstube "Klausbrunnen" bei Kallmuth wurde das dortige Hangwasser mittels torartigen Öffnungen abgefangen und in die Leitung nach Köln geleitet. Die von Nettersheim kommende Leitung war durch die Brunnenstube Kallmuth durchgeführt. Der Eifelkanal war mit der Länge von ca. 95 km einer der längsten Frischwasser-Fernleitungen im römischen Imperium zur Versorgung von römischen Metropolen mit Wasser und der größte antike technische Bau nördlich der Alpen ... ein Meisterwerk antiker Bautechnik. In der CCAA versorgte die Wasserleitung die öffentlichen Brunnen, die Thermen und private Häuser von wohlhabenden Bewohnern der antiken Stadt. Der Eifelkanal war nur bis ca. 270 in Betrieb (er wurde vermutlich bei den zunehmenden Überfällen der Franken zerstört). Danach übernahm vermutlich der Vorgebirgskanal wieder die Wasserversorgung der CCAA.

Kölner Denkmäler/römisches Köln/Eifelkanal

Eifelkanal

+
Vorgebirgskanal
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Quelle Eifelkanal
Sickerleitung
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Quelle Eifelkanal
      Brunnenstube
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Eifelkanal
Quellpunkt "Grüner Pütz" des Eifelkanals/bei Nettersheim
Aquädukt Vussem/bei Mechernich-Vussem
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Eifelkanal (Klausbrunnen) Kölner Denkmäler/römisches Köln/Eifelkanal (Klausbrunnen)
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Eifelkana (Klausbrunnen)
Brunnenstube ("Klausbrunnen") des Eifelkanals/bei Mechernich-Kallmuth
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Fernwasserkanal
Teil der beiden röm. Wasserleitungen (übereinander)/
an der Realschule Hürth bei Köln
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Fernwasserkanal
Absetzbecken und Teil des Vorgebirgskanals/
Köln-Klettenberg, Berrenrather Str.(Nähe Sportpark des 1. FC Köln)
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Fernwasserkanal
Teil der Wasserleitung/
Köln-Klettenberg, Berrenrather Str.(Nähe Sportpark des 1. FC Köln)


1.6 Ausgrabungen unter Groß St. Martin

Die Romanische Kölner Kirche Groß St. Martin (neben dem Dom und dem Rathaus einer der Panorama-Merkmale Kölns und eine der 12 großen Romanischen Kirchen Kölns) steht auf dem Gelände der frühzeitlichen Rheininsel des römischen Köln (CCAA). Auf der dem befestigten römischen Stadtgebiet vorgelagerten frühzeitlichen Rheininsel - zwischen Rhein und einem Nebenarm des Flusses und damit außerhalb der von der Stadtmauer geschützten römischen Stadt - nutzen die Römer vom 1. bis Mitte 2. Jhdt. n. Chr. eine Palaestra (Sportanlage) mit Wasserbecken und ab Mitte 2. Jhdt. 4 dreischiffige Horrea (Lagerhäuser) mit einem großen Hofraum. Die um 1150 - 1240 erbaute dreischiffige Romanische Kirche Groß St. Martin steht auf den Fundamenten des südöstlichen dieser römischen Lagerhäuser. Die Ausgrabungen (mit Schautafeln über alle Bauphasen seit der römischen Zeit) können unterhalb des Kirchenraums besichtigt werden (Zugang im Innenraum der Kirche).

Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen
Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen Kölner Denkmäler/römisches Köln/Groß St. Martin (Ausgrabungen
 römisches Schwimmbecken
.

       
1.7 Weitere römische Denkmäler
                       
                                 
Römischer Abwasserkanal
 (Cloaca Maxima)


Kölner Denkmäler/römisches Köln/Abwasserkanal
begehbarer Kanalabschnitt unter der Kleinen Budengasse/
 
Zugang vom Praetorium aus
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Abwasserkanal
 Teilstück des Abwasser-Kanals/
 ausgestellt am Rathaus (Spanischer Bau),
Kleine Budengasse

Kölner Denkmäler/römisches Köln/Abwasserkanal
Teilstück eines Kanals oder Tors (??)/
ausgestellt in Nähe St.Maria Lyskirchen (Rhenuferstr.)
römische Fundstellen

 
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Hafenstrasse
römische Hafenstrasse (Ende 3. Jhdt.)/ Breite: 5.50 mit Rändern/
Nähe Roncalliplatz (Dom) **
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Römergrab Weiden
römische Grabkamme -Eingang -/
Köln-Weiden, Aachenr Str. 1328
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Römergrab Weiden
römische Grabkamme/
Köln-Weiden, Aachenr Str. 1328.

.
Teil des Ost-Tors der Mauer um das rechtsrheinische Militär-Kastell Divitia/

Köln-Deutz (neben der zu den kleinen Romanischen Kichen Kölns zählenden Kirche
Alt St. Heribert)



siehe Hinweis
am Ende Ziffer 1.7
*
 

Kölner Denkmäler/römisches Köln/Divitia
vor den Bauarbeiten am Lanxass-Gebäude
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Divitia
vor den Bauarbeiten am Lanxass-Gebäude
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Divitia
aktuell (Sept. 2013)
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Divitia
Ausgrabungsbereich "Divitia"
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Divitia
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Divitia
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Divitia
Kölner Denkmäler/römisches Köln/Divitia
2014/nach der Sanierung. Nach Ende der mehrjährigen Bauarbeiten in diesem Gelände ist inzwischen diese Fundstelle mit tatkräftiger Mithilfe des Historischer Park Deutz e. V. aufgeräumt und einigermäßen angemessen präsentiert.
neuzeitlicher  Römerbrunnen
(Anfang 20. Jhdt.)/

Zeughausstrasse
(neben Stadt-Museum)


Kölner Denkmäler/römisches Köln/Römerbrunnen Köln Kölner Denkmäler/römisches Köln/Römerbrunnen Köln Kölner Denkmäler/römisches Köln/Römerbrunnen Köln Kölner Denkmäler/römisches Köln/Römerbrunnen Köln
 Der Brunnen ist ein Symbol für einen der Wehrtürme in der Stadtmauer des Römischen Köln und mit Hinweisen auf wichtige Personen dieser Epoche.
römischer Keller
- ca. 20 qm -
(2./3. Jhdt.)


Eingang Dombesteigung (Südturm)

Kölne Denkmäler/römisches Köln/römischer Keller Denkmäler/römisches Köln/römischer Keller . .

* Hinweis: 
Das Gelände um das ehemalige Militär-Kastell ist von großer archäologischer Bedeutung. Bei den Ausgrabungen im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Kölner Attraktion "Rheinboulevard" (im Bau; große Aussichts-Treppe fertig und Mitte 2015 freigegeben, Boulevard vorauss. in 2016 fertig) wurden bei archäologischen Ausgrabungen dort gefunden:
- weitere Reste des spätrömischen Kastells (4. Jhdt.) und der frühmittelalterlichen Civitas (5. - 9. Jhdt.),
- hochmittelalterliche bis neuzeitliche Fundamente und Mauerreste der mittelalterlichen Pfarrkirche Alt St. Urban (ab um 9. Jhdt.) und Gräber des Friedhofs dieser Kirche (9. - 18. Jhdt.),
- Fundamente eines mittelalterlichen Wehrturms (evtl. des Grafen von Berg, 13. Jhdt.),
- Grundmauern einer preußischen Kürassier-Kaserne (frühes 19. Jhdt.) mit einem Turm auf den Grundmauern eines Eckturms des römischen Kastells (sog. "Schinkenkessel")
- Bauten des Kopfbahnhofs der Bergisch-Märkischen-Eisenbahn in (Köln-)Deutz (1882) (u. a. Fundament einer Eisenbahn-Drehscheibe und ein Teil der rheinseitigen Stützmauer des Bahndamms), der 1913 mit dem Bau des heutigen Deutzer
  Bahnhofs aufgegeben worden war
 ... also Fundstücke aus 1700 Jahren Deutz auf engstem Raum! Diese Fundstücke müssten alle anders als viele andere historische Kölner Bodendenkmäler (siehe vorgenannte Mängelliste) angemessen präsentiert und gepflegt werden. Hierum kümmert sich der Förderverein "Historischer Park Deutz e. V." und sollte dabei unterstützt werden. Leider scheint es nur teilweise zu gelingen, diese historischen Denkmäler zu erhalten und erlebbar zu machen, statt sie wieder zuzuschütten (was der Leiter der Bodendenkmalpflege, Dr. Trier, leider ärgerlicherweise oftmals propagiert) oder gar sie zu vernichten wie z. B. seinerzeit zum großen Teil mit der mittelalterlichen Stadtmauer geschehen. Aber immerhin ... ein Teil der Fundstücke ist dank des genannten Fördervereins "gerettet" worden. Nach weiteren freigelegten Fundstücken im Herbst 2015 ist bezüglich des Erhalts der archäologischen Dokumente im Bereich des Boulevards etwas Hoffnung und ein Umdenken zu verspüren.

**
Die Hafenstraße verlief zur römischen Zeit etwas weiter nördlich (unter dem heutigen RGM). Die gefundenen Reste sind am heutige Ort neu ausgelegt worden! Daneben steht ein Teil des Abwassersammlers.


   Weitergehende Informationen und Fotos zur Geschichte des Römischen Köln siehe Das römische Köln.  Weitergehende Informationen und Fotos zu den Bauwerken/Denkmälern des Römischen Köln siehe  Kölner Bauwerke.


2. Denkmäler des Mittelalterlichen Köln
 
und
 Neuzeitlichen heutigen Köln
(ab ca. 455 n. Chr.) 

Das herausragendste und wichtigste Bauwerk und Denkmal der mittelalterlichen und neuzeitlichen Epochen Kölns ist natürlich der Kölner Dom, das Wahrzeichen der Stadt und Weltkulturerbestätte, der auf einer separaten Detail-Themenseite beschrieben ist. Ein weiteres bedeutendes kulturhistorisches Gesamtkunstwerk ist das Ensemble der 12 großen Romanischen  Kirchen Kölns, das ebenfalls auf eine Detail-Themenseite  beschrieben wird.

Als Ergänzung der Themen-Seiten  Das Mittelalterliche Köln und Das Neuzeitliche heutige Köln sowie als Ergänzung und Präzisierung der Themen-Seite Kölner Bauwerke werden hier einige Denkmäler und Skulpturen aus diesen Epochen Kölns vorgestellt.

2.1.
Mittelalterliche Stadtmauer (ab 1180 - 1881) *

Das mittelalterliche Köln war von einer großen Stadtmauer mit 12 großen Torburgen, 52 Wehrtürmen und etliche Pforten zum Rhein (über 20 mit u. a. der Dreikönigenpforte im Süden und dem Trankgassentor im Norden) umgeben, die von 1180 bis um 1260 (Torburgen ab nach 1200) erbaut worden war. Die Zahl 12 für die Stadttore war übrigens von den Kölner Bürgern bewusst gewählt worden, um sich so als damaliges mittelalterliches "hillije Köln" auf das himmliche Jerusalem beziehen zu können. Vor der Mauer befand sich ein 20 m breiter Graben, der in der zweiten Hälfte des 14.Jhdt. um einen weiteren Graben ergänzt worden ist. Aufgrund der waffentechnischen Entwicklung folgten im späten Mittelalter weitere Sicherungsbauwerke vor der Mauer: Mitte des 15. Jhdt. vorgelagerte Wehranlagen (Bollwerke mit Zwinger zwischen Torburgen und Bollwerken) und im 17. Jhdt. ein bastionärer Ring mit 25 pfeilförmigen Bastionen, die mittels sog. Kurtinen verbunden waren. Zuletzt wurden die Vorfeldeinrichtungen um 1820 von den Preußen, denen 1815 das Rheinland und Köln zugeteilt worden war, militärisch modernisiert. Diese Stadtmauer war die größte mittelalterliche Festungsanlage nördlich der Alpen.

Die inkl. der Rheinseite knapp 9 km lange und ca. 7,50 m hohe Stadtmauer * umfasste ein ca. 400 ha großes Gebiet des mittelalterlichen Köln mit seiner östlichen Grenze am Rhein und seiner halbkreisförmigen Grenze im Verlauf der heutigen Ringstrasse. Der Verlauf der großen mittelalterlichen Stadtmauer ist also in der Trasse der heutigen kölntypischen halbkreisförmigen Ringstraße vom
Theodor-Heuß-Ring als nördliches Ende am Rhein bis zum Ubier-Ring als südliches Ende am Rhein noch zu erkennen. Leider beschlossen die Kölner 1881 im Zuge der Ausweitung der mittelalterlichen Stadt den Abriss der Mauer als eines der wichtigsten Bauwerke der Kölner Geschichte, die heute sicherlich zu dem Weltkulturerbestätten gehören würde - aus heutiger Sicht ein kultureller Frevel ohnegleichen -. In einer anderen mittelalterlichen Metropole, nämlich in Nürnberg, haben die Bürger diesen Frevel verhindert. Überzeugen Sie sich dort über den kulturellen Gewinn!

Die große mittelalterliche Stadtmauer umfasste - wie schon erwähnt - das mittelalterliche Köln mit
  • seiner östlichen Grenze am Rhein und 
  • seiner halbkreisförmigen Grenze im Verlauf der heutigen Ringstraße. 
Die Mauer umfasste also die heutige Kölner Altstadt ("Altstadt" ist hier als kommunaler Begriff für die Stadtteile Altstadt/Nord und Altstadt/Süd im Stadtbezirk Innenstadt gemeint; im heutigen Sprachgebrauch wird als "Altstadt" zumeist das Vergnügungsgebiet um Heumarkt/Alter Markt/Rheingarten verstanden). Die vorherige römische Stadtmauer umfasste das römische Köln und damit das Kerngebiet der späteren mittelalterlichen Stadt. Das römische Straßennetz und deren mittelalterlichen Verlängerungen sowie der Verlauf der mittelalterlichen Mauer prägen noch heute die Struktur der Kölner Innenstadt. 

Von dem halbkreisförmigen Ring der mittelalterlichen Stadtmauer sind als kulturelle Denkmäler im Stadtbild erhalten:

die drei großen Stadttore
  • Eigelsteintor im Norden (Ebertplatz), durch das die Nachfolgesstraße des früheren römischen Cardo Maximus (der Nord-Süd-Achse durch das römische Köln) und dessen Verlängerungen Eigelstein/Marzellenstraße im Norden durchführte
  • Severinstor im Süden (Chlodwigplatz), durch das die Nachfolgesstraße des früheren römischen Cardo Maximus und dessen Verlängerung Severinsstraße im Süden durchführte
  • Hahnentor im Westen (Rudolfplatz), das dem Vernehmen nach aus historischen Gründen erhalten blieb, weil im Mittelalter durch dieses Tor die in Aachen gekrönten Könige zum Besuch der Reliquien der Heiligen drei Könige im Dom in Köln eingezogen waren, und hinter dem die heutige Aachener Straße in der Trasse der römischen Fernstraße nach Westen führte
sowie von Norden nach Süden
  • das Kunibertstürmchen ("Weckschnapp") am nördlichen Ende der Mauer (am Rhein)
  • ein Mauerabschnitt und die Gereonsmühle (Mühlenaufbau auf einem Wehrturm) am heutigen Gereonswall im Nordwesten
  • ein Grabenfangteil in Nähe des heutigen Friesenplatzes im Westen (ausgegraben in einer Tiefgarage)
  • Wehrtürme und Mauerabschnitte in Nähe der Ulrepforte (Sachsenring)
  • die Ulrepforte (ein Stadttor mit Mühlenaufbau aus dem 15. Jhdt., umgebaut Ende 19. Jhdt.) im Südwesten
  • die Bottmühle im südlichen Mauerteilstück (Mühle auf einem stadtseitigen Wehrplateau ("Bott") in der Mauer)
  • der Bayenturm an der Süd-Ost-Ecke der Mauer am Rhein (in Nähe des heutigen Rheinauhafens)
Von den rheinseitigen Pforten ist nichts mehr erhalten.

Diese Denkmäler sind größtenteils in gut restauriertem Zustand, einige werden aber auch vernachlässigt und nicht angemessen gepflegt. Sie werden größtenteils den Kölner Bürgern und den vielen Besuchern der Stadt nicht angemessen präsentiert. Siehe hierzu Mängelliste Kölner Denkmäler 

Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Stadtmauer
Mittelalterliches Köln
(Ziffern 1 ... 10 beziehen sich auf die Fotos)
Anmerkung:
Wer den Verlauf der früheren Stadtmauer, die östlich entllang der heutigen Ringstraße stand, verfolgen möchte, kann dies am besten mit Hilfe des Buches "Das mittelalterliche Köln" von Carl Dietmar (Bachem-Verlag) tun, beginnend z. B. im Süden am Bayenturm am Rhein.  


mittelalterliches Köln/Stadtmauer/Vorfeldeinrichtungen
Mittelalterliche Stadtmauer/Vorfeldeinrichtungen im 17. Jhdt.


Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Stadtmauer
Stufen der Stadterweiterung
 IV = Erweiterung 1180 (große Stadtmauer)/
Auszug aus öff. Tafel am Bayenturm


Mittelalterliches Köln/Stadterweiterungen
Tafel am Bayenturm

Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Bayenturm
Am Bayenturm (Rheinufer-Str.)
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Bayenturm
Am Bayenturm (Rheinufer-Str.)
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Bayenturm
in neuer Umgebung (Bebauung um den Rheinau-Hafen)
1. Bayenturm
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Bayenturm
Rheinseite/Am Bayenturm (Rheinufer-Str.)
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Severinsto
Außenseite/Chlodwigplatz 
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Severinstor
Innenseite/Severinsstraße
1. Bayenturm 3.  Severinstor
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Severinstor
Innenseite/Severinsstraße
Das Severinstor und der Chlodwigplatz waren der Ort, an dem sich am 09.11.1992 rund 100 000 Mensche versammelt hatten, um ein bundesweites Signal gegen rechte Gewalt und Rassenhass zu setzen. Künstler der Kölner Musikszene hatten unter dem Motto" Arsch huh, Zäng ussenander" (Arsch hoch, Zähne auseinander) zu einem Konzert gegen Rassismus und Neonazis aufgerufen. Der Titelsong wurde von Nick Nikitakis komponiert und von Wolfgang Niedecken (BAP) getextet (= Zitat Wikipedia).

Beteiligte Gruppen/Künstler/Persönlichkeiten waren u. a. BAP, Bläck Fööss, Höhner, Brings, Willy Millowitsch, Jürgen Becker, Viktor Böll, Klaus Bednarz, Elke Heidenreich, Jean Jülich, Nick Nikitakis, Samy Orfgen, 4 Reeves und Jürgen Zeltinger.
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Severinstor
Mauerstück/Chlodwigplatz
3.  Severinstor
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Ulrepforte
Sachsenring
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Ulrepforte
Sachsenring
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Stadtmauer
            Sachsenring (Nähe Ulrepforte)
4. Ulrepforte (mit Mühlenturm, Mitte 15. Jhdt.) 5. Teil der Süd-West-Mauer
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Hahnentor
 
Außenseite/Rudolfplatz
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Hahnentor
Außenseite/Rudolfplatz

6. Hahnentor
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Stadtmauer
Mauer/Gereonswall 
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Gereonsmühle
Gereonsmühle + Mauerstück/Gereonswall
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Gereonsmühle
Gereonsmühle (Innenseite)/Gereonswall

8. Teil der Nord-West-Mauer und Gereonsmühle
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Stadtmauer
Ein trauriges Denkmal:
Erinnerungsschild zum Beginn des Abrisses der Stadtmauer 1881/
Von-Werth-Straße

Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Eigelsteintor
 Innenseite/Ebertplatz
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Eigelsteintor
Außenseite/Ebertplatz
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Kunibertstürmchen
Rhein (in Nähe Bastei)

9. Eigelsteintor 10. Kunibertstürmchen ("Weckschnapp")/
   * Zur Länge der mittelalterlichen Stadtmauer hört und findet man Angaben zwischen über 8 km und 10 km (jeweils mit Rheinseite). Mit Google Earth gemessen sind es ca. 8,7 km!

                                                                                                                                         
2.2 Preußische Festung Köln (Innerer und äußerer Festungsring) (19. Jhdt.)

Von Beginn an wurde Köln mit Festungen gesichert: in der antiken römischen Epoche mit der römischen Stadtmauer und später mit der mittelalterlichen Stadtmauer. Nach der Eingliederung des Rheinlandes in das Königreich Preußen im 19. Jahrhundert wurde im neuzeitlichen Köln im Zuge der militärischen Entwicklungen von den Preußen die preußische Festung Köln (Innerer Festigungsring ab 1816, Äußeren Festungsring ab 1873 - ca. 42 km lang -) errichtet, womit Köln zur stärksten Festung im Westen des preußischen Königsreichs ausgebaut worden ist. Militärisch bewähren mussten sich die Kölner Festungsringe zum Glück nie. Die große mittelalterliche Stadtmauer wurde 1881 im Zuge der ersten Stadterweiterung leider bis auf einige Reste abgerissen ... aus heutiger Sicht ein ungeheurer Kulturfrevel, weil dadurch ein bedeutendes Baudenkmal (größte mittelalterliche Festungsanlage nördlich der Alpen), das heute sicher zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen würde, verloren gegangen ist.

Zunächst wurden von den Preußen um 1820 die Vorfeldeinrichtungen vor der damals noch vorhandenen mittelalterlichen Stadtmauer militärisch modernisiert. Im Zuge der militärischen Entwicklungen wurde sodann von den Preußen von 1816 bis 1863 ein "Innerer Festigungsring" errichtet:
- linksrheinisch bis um 1846 ca. 600 m vor der Stadtmauer
ein Ring mit 11 Forts (I - XI) und Lünetten und  danach
-
rechtsrheinisch um die damals noch selbstständige Stadt Deutz ein Ring mit 3 Forts und Lünetten.
Dieser Ring wurde linksrheinisch ab 1882 mit einer inneren Stadtumwallung ergänzt, die aber ab um 1907 wieder aufgegeben wurde.

Aufgrund der waffentechnischen Entwicklung reichte dieser Innere Festungsring bald nicht mehr aus. So wurde nach dem Krieg 1870/71 von 1873 bis 1880 der "Äußeren Festungsring", eine neue die Stadt links- und rechtsrheinisch umkreisenden Gürtelfestung, errichtet (Länge: ca. 42 km, Durchmesser ca. 16 km; Entfernung vom Dom: linkssrheinisch zwischen ca. 5,2 und 7,4 km - im Durchschnitt über 6 km - ). Dieser Ring löste den inneren Ring als Verteidigungsanlage ab und wurde ab 1887 verstärkt. Zu dem äußeren Vollring um die Festung Köln gehörten 12 große Forts (I - XII) (Einzelwerke 220*160m) mit 23 zugeordneten kleineren Zwischenwerken und mehreren Zwischenfeldbauten (insges. ca. 180 Festungsbauwerke). Er sollte ebenso wie die früheren Stadtmauern die Stadt vor feindlichen Angriffen schützen.

Der heutige rechtsrheinische Stadtteil Köln-Deutz,
bis 1888 selbstständige Stadt Deutz, war im 19. Jahrhundert als Brückenkopf Teil der Kölner Festung. Eine Umwallung umschloss die Stadt Deutz.

Der linksrheinische Teil des Inneren Festungsrings verlief im Gebiet des heutigen Inneren Grüngürtels und umfasste den heutigen zentralen Stadtbezirk Innenstadt
- mit dem Gebiet innerhalb der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer (
also dem mittelalterlichen Stadtkern zwischen Rhein und den Ringstraßen mit den heutigen Stadtteilen Altstadt/Nord und Altstadt/Süd) und
- mit dem Gebiet zwischen den Ringstraßen und dem Inneren Grüngürtel (also mit den heutigen Stadtteilen Neustadt/Nord und Neustadt/Süd = 1. Stadterweiterung).
Der linksrheinische Teil des Äußeren Festungsrings verlief im Gebiet des heutigen Äußeren Grüngürtels.


Nach dem ersten Weltkrieg musste die Festungsbauwerke gemäß Vorgabe der Alliierten abgerissen werden (ab 1920). So blieben nur noch wenige Forts und Zwischenwerke mit strategisch unwichtigen Teilen erhalten. Die verbliebenen Bauwerke dieser Festungsringe gehören heute mit zu den historischen Denkmälern der Stadt. Die erhalten gebliebenen Forts verrotten leider überwiegend vor sich hin. Wenigstens einige Organisationen/Vereine kümmern sich darum - hoffentlich mit Erfolg -. In manch anderen Städten werden die Forts als Denkmäler gepflegt und sind zum Teil sinnvollen - oftmals kulturellen - Nutzungen zugeführt worden. Warum nicht in Köln? Infos über die Festung Köln sind u. a. auf den Internet-Seiten Fortis ColoniaFestungsstadt Köln  und  AG Festung Köln zu erhalten.

Von den Forts der preußischen Festungsringe sind als kulturelle Denkmäler im Stadtbild erhalten:

Preußische Festungsringe

Kölner Denkmäler/Festungsring Köln
Kölner Denkmäler/Festungsring Köln
rot: römische Stadt,
gelb und grün: mittelalterliche Erweiterungen 1106 und 1180)
blau: Innerer Festungsring
Freigabe Urheber: D. Herdemerten - -Hannibal21
Kölner Denkmäler/Festungsring Köln



Innerer Festungsring






















F











Festung Köln/innerer Festungsring (Forts X)
Forts I
im Friedenspark (als Teil des Grüngürtels) im Süden der Neustadt (am Rhein)
(seit nach 1920 Gedenkstätte für gefallenen Soldaten des 1. Weltkriegs)

Forts IV
seit Ende des 19. Jhdt. Teil des Volksgarten im Süden der Neustadt
(seit 1983 mit Künstlerateliers)

Forts V
an der Zülpicher Straße im Westen der Neustadt (Nähe Uni)
(heute Teil des Geografischen Institus der Uni)
Forts X
am Neusser Wall im Norden der Neustadt
(heute mit einem Rosengarten und genutzt von Vereinen)
Äußerer  Festungsring (linksrheinisch)

Festung Köln/äußerer Festungsring (Forts IV)

Festung Köln/äußerer Festungsring (Forts IV) Festung Köln/äußerer Festungsring (Forts IV)
Festung Köln/äußerer Festungsring (Forts VI)
Festung Köln/äußerer Festungsring (ZwWerk V IB)/Geißbockheim 1. FC Köln
Forts IV
in Köln-Bocklemünd am Freimersdorfer Weg im nordwesltichen Köln
(heute u. a. genutzt vom Post-Sportverein Köln (Foto rechts))

Forts VI
In Köln-Lindenthal (Deckstein) an der Gleueler Str. im westlichen Köln
(heute mit einem großen Felsengarten)

Zwischenwerk VI B
in Köln-Sülz an der Berrenrather Str.im westlichen Köln
(heute Clubheim des 1. FC Köln auf den Fundamenten des ZwW)


Festung Köln/äußerer Festungsring (ZwW VIII B)
Festung Köln/äußerer Festungsring (ZwW VIII B)
Festung Köln/äußerer Festungsring (ZwW VIII B).
Forts VII
in Köln-Zollstock im südwestlichen Köln
(heute ziemlich verwahrlost, im Besitz der DB)

Zwischenwerk  VIII B
in Köln-Rodenkirchen
an der Miltärringstraße im südlichen Köln
(heute/Zitat Crifa): "Im Kölner Festungsmuseum gehen historische Architektur- und Gartenkunst eine lebendige Verbindung mit Kunstwerken der Moderne ein").
*
Äußerer  Festungsring (rechtsrheinisch)










daneben

Zwischenwerke Va (lrh.) sowie IXb, XIa und XIb (rrh.)
Forts IX
in Köln-Westhoven in Nähe des Gremberger Ring im Süden des rrh. Köln
(heute ziemlich baufällig)
Forts X
in Köln-Höhenberg in Nähe der Frankfurter Str. im Osten des rrh. Köln
(heute Nutzung durch Vereine)
Forts XI
in Köln-Mülheim in Nähe des Müheimer Ring im Norden des rrh. Köln
(heute Nutzung durch Vereine)
* Das Zwischenwerk VIII B in Köln-Rodenkirchen kann zu einigen festen Terminen besucht werden
 Die Überbleibsel der Forts der Festungsringe werden größtenteils völlig vernachlässigt und nicht angemessen gepflegt. Sie werden  den Kölner Bürgern und den vielen Besuchern der Stadt nicht angemessen oder gar nicht präsentiert. Siehe hierzu Mängelliste Kölner Denkmäler 

2.3
weitere mittelalterliche und neuzeitliche Denkmäler (Kapitel noch im Aufbau)
Kölner Bauwerke und Denkmäler/Overstolzenhaus Kölner Bauwerke und Denkmäler/Overstolzenhaus
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuser Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuser Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuse Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuser Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/mittelalterliche Häuser Kölner Bauwerke und Denkmäler/Haus Saaleck
 1/Overstolzenhaus/
Rheingasse (Nähe Heumarkt)
2/Bürgerhaus St. Peter (heute: Gaststätte "Gilden im Zims - Heimat kölscher Helden")/
Heumarkt 
3/"Gaffelhaus"/
Alter Markt
4/Haus Saaleck/
Am Hof (Nähe Dom)
1/ Das Overstolzenhaus wurde ab um 1225 erbaut und ist das einzige erhaltene romanische Patrizierhaus und das älteste noch benutzte mittelalterliche Haus in Köln. Es gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt und war ein Lager- und Wohnhaus. Die Overstolzen waren eine reiche Kaufmannsfamilie, die im Mittelalterlichen Köln in der Auseinandersetzung zwischen den Kölner Bürgern und dem Erzbischof eine wichtige Rolle gespielt haben. Sie hatten die Truppen der Bürger unterstützt. Heute ist in dem historischen Bau die Kunsthochschule für Medien untergebracht.

2/ Das spätmittelalterliche Bürgerhaus St. Peter am Heumarkt ist ein 1563 erbautes Renaissance-Haus (erste Erwähnung des Vorgängerhauses 1163, Wiederaufbau 1946). Heute ist dort das Gasthaus "Gilden im Zims. Heimat kölscher Helden" untergebracht (vormals Gasthaus "St. Peter").

3/ Ein weiteres Bürgerhaus in mittelalterlicher Renaissance-Architektur ist das historische Gaffelhaus am Kölner Alter Markt. Es wurde bereits 1213 mit dem damaligen Namen „Zur Brezel“ urkundlich erwähnt. 1580 wurde ein Zwillingsgebäude angebaut. Der Name "Gaffelhaus" bezieht sich auf die Gaffel-Brauerei, die seit 1987 das bis 2015 gleichnamiges Brauhaus betreibt.Seit Nov. 2015 nennt der neue Pächter die Gaststätte "Zum Prinzen". Dieser Name bezieht sich auf Lukas Podolski, dem in Köln sehr beliebten ehemaligen Spieler des 1. FC Köln - in Köln "Prinz Poldi" genannt -, der zwar mittlerweile nicht mehr beim "FC" spielt, dessen Popularität jedoch dadurch bei den Fans ebenso wenig gelitten hat wie umgekehrt die Verbundenheit von "Lukas" zu seiner Stadt und zu seinem Heimatverein. Die Kellner und Kellnerinnen tragen übrigens als Arbeitskleidung ein weißes Trikot mit der Nr.10, also das Nationalspieler-Trikot von Lukas. Lukas Podolski betreibt nebenan einen kleinen Laden mit dem Namen seines Mode-Artikels „Strassenkicker“. "Gaffel" ist ein beliebtesten Bier der Kölner Kölsch-Marken.

4/ Das prächtige spätgotischen Haus Saaleck in der Straße Am Hof (gegenüber dem Dom) ist ein 1461 erbautes mittelalterliches Bürgerhaus und wird heute  für die Arthotek genutzt.


Kölner Bauwerke und Denkmäler/Richmodisturm
Richmodissturm
Nähe Neumarkt
Kölner Bauwerke und Denkmäler/Zum Maulbeerbaum Kölner Bauwerke und Denkmäler/Zum Maulbeerbaum
ehem. Haus "Zum Maulbeerbaum"/
Kleine Sandkaul Nähe Gürzenich
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Alt St. Alban Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Alt St. Alban
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Alt St. Alban
Alt St. Alban/
zwischen Gürzenich und Wallraf-Richartz-Museum
Der Richmodisturm in Nähe Neumarkt bezieht sich auf eine mittelalterliche Legende (mit Nachbildungen von zwei Pferdeköpfen im Turm).   Von dem ehemaligem Haus Zum Maulbeerbaum stammt die einzig in Köln erhaltene Fassade des Hochbarocks von 1696. Alt St. Alban ist eine der ältesten Pfarrkirchen Kölns (um 1170), heute eine Kriegsruine und Mahnstätte neben dem Gürzenich (mit der Skulptur "Trauernde Eltern" - Kopie nach Käthe Kollwitz -).



(Foto folgt)





Bahnhof Belvedere

Kölner Bauwerke/Malakow-Turm am Rheinau-Hafen Kölner Bauwerke/Malakoff-Turm am Rheinau-Hafen
Malakoff-Turm/
am Rheinau-Hafen
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Stapelhaus Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Stapelhaus Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Stapelhaus Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Stapelhaus
Stapelhaus/
am Rheingarten
Der Bahnhof Belvedere in Köln-Müngersdorf ist das älteste erhaltene Bahnhofsgebäude Deutschlands. Der kleine Bahnhof wurde im Jahr 1839 am Endpunkt des ersten Teilstücks der geplanten Eisenbahnstrecke Köln - Aachen - Antwerpen im Stil eines klassisitischen Hauses gebaut.  Der Malakoff-Turm war ein Teil der preußischen Rheinuferbefestigung (um 1850), von dem auch die Drehbrücke über die Zufahrt zum Rheinau-Hafen gesteuert wurde. Das Stapelhaus aus dem 15. Jhdt. ist ein Symbol der mittelalterlichen und heutigen Handelsmetropole Köln (mit Treppenturm und Nachbau des ansonsten weitgehendst zerstörten Baus) im Rheingarten, benannt nach dem Kölner Stapelrecht (ab 1259 - 1815). Die Verleihung des Stapelrechts 1259 an die Stadt Köln war eine wichtiger Meilenstein für den Aufstieg der mittelalterlichen Stadt zu einer großen Handelsmetropole. Das Stapelhaus steht im Rheingarten direkt neben der Romanischen Kirche Groß St. Martin.
Das Historische Rathaus in Köln mit dem heutigen Kernbau aus der 1. Hälfte des 14. Jhdt. war das erste Rathaus Deutschlands (um 1135 erstmals erwähnt als "Haus der  Bürger"). Zu dem historischen Teil des Rathauses gehören
Insgesamt gehören heute zum Kölner Rathaus
Das Kölner Rathaus steht über dem Praetorium, dem Palast des römischen Stadthalters des Römischen Köln. Das Praetorium stand in der Römerzeit am östlichen Rande des hochwassersicheren Hügels, auf dem die Römer die Colonia gegründet ausgebaut hatten und an dessem Rand die römische Stadtmauerverlief. Wenn man im Sommer auf einer der großen Terrassen der dortigen Außengastronomie am Alter Markt sitzt (z. B. im "täglich" oder im "Zum Prinzen", vormals "Gaffelhaus"), kann man sich die Römerzeit mit gegenüber dem Hügel, der Stadtmauer und oben dem riesigen prachtvollen Praetorium  gut vorstellen. In der Anfangszeit des Römischen Köln hätte man da allerdings nicht sitzen können, denn Alter Markt war damals noch ein Nebenarm des Rheins.

Köln wird also seit 2000 Jahren vom gleichen Platz aus regiert. Auf dem historischen Rathausturm aus dem 15. Jhdt., dem bedeutendsten gotischen Profanbau unter den historischen Kölner Bauwerken, stehen Steinfiguren von 124 historischen Persönlichkeiten der
Kölner Stadtgeschichte.

Rathaus/
Historisches Rathaus  


Kölner Denkmäler/Rathaus
Historisches Rathaus
Kölner Denkmäler/Rathaus
Historisches Rathaus/Renaissance-Laube
Kölner Denkmäler/Rathaus
Historisches Rathaus/Renaissance-Laube
Kölner Denkmäler/Rathaus
Tafel am historischen Rathaus (mit der Unterschrift S.P.Q.AGRIPP)
(in Anlehnung an die Insignien Roms "Senatus Populusque Romae"
 (Der Senat und das Volk Roms)
Kölner Denkmäler/Rathaus
Städt. Informationstafel am Rathaus (Alter Markt)

Rathaus/
Historischer Rathausturm

Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Rathausturm
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Rathausturm
Turm mit Skulpturen von historischen Kölner Persönlichhkeiten
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Rathausturm
Skulpturen  von historischen Kölner Persönlichhkeiten


Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Rathausturm
Rathausturm (vom Alter Markt aus)
Kölner Denkmäler/mittelalterliches Köln/Rathausturm
Rathausturm (vom Alter Markt aus)
Rathaus/
Spanischer Bau


Neuzeitliches Köln/Rathaus (Spanischer Bau)
Ratssaal
Neuzeitliches Köln/Rathaus (Spanischer Bau)
Neuzeitliches Köln/Rathaus (Spanischer Bau) Neuzeitliches Köln/Rathaus (Spanischer Bau)
Hinweis auf die Freilegung des Praetoriums

             
Der Butzweilerhof im Westen Kölns, zunächst militärische Fliegerstation (Aufbau ab 1912) und ab 1926 erster ziviler Flughafen im Neuzeitlichen Köln, der sich in den 1930-iger Jahren zum Luftkreuz des Westens und nach Berlin-Tempelhof zweitgrößten Flughafen Deutschlands entwickelte. Heute ist in dem denkmalgeschützten Teil des Butzweilerhofs ein Flughafen-Museum der Stiftung Butzweilerhof mit einer Daueraustellung zur Geschichte der Kölner Luftfahrt untergebracht.

(Fotos folgen)

  •   Kölner Hauptbahnhof mit denkmalgeschützter Bahnsteigshalle
Zentrales Bauwerke des Hauptbahnhofs sind die große denkmalgeschützte Bahnsteighalle, ein von 1984 bis 1987 völlig sanierter imposanter Bau aus der sog. Gründerzeit, und die neugestaltete moderne Bahnhofshalle mit attraktiven Verkaufs- und Gastronomie-Einrichtungen, den "Colonaden", die täglich von 280 000 Passagieren und Besuchern besucht wird. Dieser Bahnhof war 1894 als Nachfolger des Central-Personenbahnhofs von 1859  eingeweiht worden und liegt direkt hinter der Hohenzollernbrücke.

Der 1859 eingeweihte Central-Personenbahnhof war eine Kombination von Kopf- und Durchgangs-Bahnhof. Mit der weiteren Zunahme des Eisenbahnverkehrs und nach Verstaatlichung der Eisenbahnen durch die Preußen in 1880 wurde dieser Bahnhof 1894 an gleicher Stelle durch einen neuen reinen Durchgangs-Bahnhof, den heutigen Hauptbahnhof, abgelöst. In diesem Eisenbahn-Verkehrskreuz kreuzen sich heute die deutschen und europäischen Nord-Süd- und Ost-West-Eisenbahnlinien. Die Hohenzollernbrücke wurde dadurch zur meistbefahrensten Eisenbahnbrücke Europas und wohl auch der Welt.
Kölner Denkmäler/neuzeitliches Köln/Hauptbahnhof Kölner Denkmäler/neuzeitliches Köln/Hauptbahnhof Kölner Denkmäler/neuzeitliches Köln/Hauptbahnhof
Kölner Denkmäler/neuzeitliches Köln/Bahnhofshalle
Bahnsteigshalle und Vorhalle, von Ausgang Museum Ludwig gesehen
Kölner Denkmäler/neuzeitliches Köln/Bahnhofshalle
Bahnsteigshalle mit Vorhalle
Kölner Denkmäler/neuzeitliches Köln/Bahnhofshalle
Bahnsteigshalle
Kölner Denkmäler/neuzeitliches Köln/Hauptbahnhof Kölner Denkmäler/neuzeitliches Köln/Hauptbahnhof
Hohenzollernbrücke
Kölner Denkmäler/neuzeitliches Köln/Hauptbahnhof
Bahnhofsplatz (Dom-Seite)
                 
  • denkmalgeschütztes Opernhaus
Aus dem Neuzeitlichen Köln ist das denkmalgeschützte Opernhaus  (z. Zt. in Renovierung) herauszuheben (siehe auch Themenseite Kölner Musik + Kölner Bühnen).

Das alte prächtige Operhaus am Habsburger Ring wurde durch einen Bombentreffer im August 1943 zerstört und 1958 abgebrochen. Heute wird manchmal bedauert, dass die alte Oper nicht wiederaufgebaut worden ist. Für den Neubau wurde ein zentrales Grundstück in der Innenstadt ausgewählt. Die Baupläne für die neue Kölner Oper stammen vom Architekten Wilhelm Riphahn. Grundsteinlegung: 04.06.1955. Die neue Oper Köln wurde am 08.05.1957 in Anwesenheit des damaligen Bundeskanzlers und ehemligen Oberbürgermeisters von Köln, Konrad Adenauer, als Großes Haus für die Oper eingeweiht. Auf der Seite des Haupteingangs zum Opernhaus wurde der Offenbachplatz (benannt nach dem in Köln geborenen Komponisten Jacques Offenbach) neu angelegt. Das Gebäude wurde bei der Eröffnung von einem Großteil  der Presse als „schönster Theaterbau“ Deutschlands gerühmt; es gab aber auch kritiche Stimmen (insbs. zur Akustik). Eine Besonderheit der Architektur sind die Balkone anstelle der üblichen umlaufenden Ränge.

1962 wurde unmittelbar neben dem Opernhaus das ebenfalls von Wilhelm Riphahn entworfene neue Schauspielhaus fertiggestellt.

Seit Mitte 2012 werden beide Bühnegebäude aufwendig renoviert. Die ursprünglich für Nov. 2015 gepante Neueröffnung ist leider geplatzt  (siehe unter Kölner Musik + Kölner Bühnen).

Kölner Bühnen/Kölner Opernhaus Kölner Bühnen/Kölner Opernhaus Kölner Bühnen/Kölner Opernhaus Kölner Bühnen/Kölner Opernhaus
Kölner Opernhaus (Fotos vor dem Beginn des Renovierung)

(Kapitel 2.3 noch im Aufbau)

Weitergehende Informationen und Fotos zur Geschichte Kölns siehe Das mittelalterliche Köln und Das neuzeitliche Köln. Weitergehende Informationen und Fotos zu den Bauwerken/Denkmälern siehe  Kölner Bauwerke.


                                
3. Kölner Wappen und kleinere personen- oder ereignisbezogene Denkmäler

Infolge der großen Anzahl der Denkmäler in Köln kann es sich bei den kleineren personen- oder ereignisbezogene Denkmäler nur um ein kleine Auswahl handeln.

Kölner Stadtwappen

           Kölner Wappen          
                                         
Das Wappen von Köln enthält in der offiziellen Gesamtfassung (hier nicht dargestellt) den doppelköpfigen Reichsadler, der Schwert und Zepter hält. Der Adler symbolisiert, dass die Stadt seit 1475 offiziell eine "Freie Reichsstadt" im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation war. Die 2 Köpfe stellen das damalige Doppelamt des Kaisers des Reiches und zugleich des deutschen Königs dar. Die Farben rot-weiß symbolisieren die Mitgliedschaft Kölns zu dem mittelalterlichen Kaufmanns- und Städtebund "Deutsche Hanse". Das mittelalterliche Köln  war eine bedeutende Handelsmetropole und war  - zusammen mit Lübeck - Mitbegründerin der deutschen Hanse und  eine der ältesten Hansestädte in Deutschland.
Stadtwappen waren selbstständigen Städten vorbehalten (Köln de facto seit 1288, de jure seit 1475 Freie Reichsstadt).

Seit vermutlich dem späten 12. bis Mitte 13. Jahrhundert gibt es ein Kölner Stadtwappen. Anfangs enthielt das Wappen nur die beiden roten und weißen Felder mit den drei Kronen. Diese drei Kronen in dem oberen roten Feld weisen auf die Reliquien der Heiligen Drei Könige hin, die seit 1164  im Kölner Dom
aufbewahrt werden (zunächst im sog. Alten Dom - ab ca. 1225 in einem goldenen Schrein - und dann später im heutigen gotischen Kölner Dom). Der Bau des Kölner Doms war durch die Überführung der Gebeine ausgelöst worden. Unter den Heiligen Drei Könige versteht die katholische Kirche die im Matthäus-Evangelium erwähnten Weisen aus dem Morgenland, die dem Stern von Bethlehem folgend die Geburtsstätte von Jesus aufgesucht haben sollen. Im 3. Jhdt. begann hierzu eine Legendenbildung mit unterschiedlicher Anzahl der "Könige". Die Legenda Aurea deutet sie als Sterndeuter, Philosophen und Zauberer, die womöglich wie Könige aufgetreten sind. Insges. ist die Existenz der Weisen oder Könige und damit auch die Echtheit der Reliquien historisch nicht belegt. Eine formale Heiligsprechung hat es jedenfalls nie gegeben und der Begriff "Könige" für die Weisen ist erst später und womöglich erst mit der Überführung nach Köln eingeführt worden. Unter heutigen Marketinggesichtspunkten war das eine Glanzleistung, denn diese Reliquien hatten und haben bei den Gläubigen eine sehr hohe Bedeutung und durch sie hat im Mittelalter die Bedeutung Kölns als Pilgerstadt enorm zugenommen. Und auch beim Weltjugendtag 2005 in Köln führten unzählige Pilgerwege an dem Schrein im Dom vorbei.

Die Reliquien der Heiligen Drei Könige waren Anfang des 4. Jhdt.. von der Hl. Helena, Mutter des römischen Kaisers Konstantin I, aus Palästina mitgebracht worden. Sie gelangten später (wohl im 12. Jhdt.) in die St.-Eustorgius-Kirche in Mailand und verblieben bis zur Überführung nach Köln in Mailand. Die Überführung der Reliquien 1164 von Mailand nach Köln durch den Kölner Erzbischof und Reichskanzler Reinald von Dassel (EB 1159-1167) war ermöglicht worden durch eine Überlassung einer Kriegbeute des Kaisers Friedrich I Barbarossa nach der Einnahme des Widerstandszentrum Mailand 1158 als Geschenk an den Kölner Erzbischof in dessen Funktion als Reichskanzler für Italien. 1903 ist ein Teil der Reliquien vom Kölner Dom an die Mailänder Kirche zurückgegeben worden.

Die 11 Flammen im unteren weißen Feld symbolisieren seit dem frühen 16. Jhdt. die in Köln sehr populäre Legende der Heiligen Ursula und ihrer 11 (später 11000!) Begleiterinnen. Ursula - zusammen mit den Hl. Drei Königen und dem Hl. Gereon Stadtpatronin Kölns - soll im 4./5. Jhdt. gelebt haben. Ihre Existenz ist jedoch historisch nicht belegt, sondern entstammt den viel später entstandenen Legenden, so dass sie heute weitgehendst als Legendenfigur betrachtet wird. Belegt ist allerdings ein Gräberfeld aus der römisch-fränkischen Zeit mit Funden von unzähligen Knochen, die den Ursula-Begleiterinnen zugeschrieben wurden, vermutlich jedoch von den von den Römern z. Zt. der Christenverfolgung Ende des 3. Jhdt. ermordeten frühzeitlichen Christen stammen. Die nach Ursula benannte Kirche St. Ursula ist eine der heutigen 12 großen Romanischen Kirchen Kölns. Diese Kirche ist wie schon ihre auf die Märtyrerin verweisende Vorläuferkirche im Gebiet dieses Gräberfeldes  - in der heutigen nördlichen Altstadt - errichtet worden. Eine große Zahl der gefundenen Knochen werden in St. Ursula (Goldene Kammer) aufbewahrt.

Ursula war der Legende nach eine christliche bretonische (nach mancher - älteren - Lesart britische) Prinzessin. Auf der Rückreise von einer Pilgerreise mit 11 Begleiterinnen nach Rom, die sie vor ihrer geplanten Hochzeit mit einem englischen Prinzen angetreten hatte, gelangte sie über den Rhein nach Köln. Dort wurde sie gemäß dieser Legende zusammen mit ihren Gefährtinnen von den Hunnen, die damals gerade Köln belagertet haben sollen (was Historiker bezweifeln), ermordet, weil sie sich dem ungläubigen Hunnen-Prinzen verweigert haben soll. Erst im späteren Mittelalter kam die Zahl 11000 Begleiterinnen ("Jungfrauen") in Umlauf. Ursula und ihre 11 (11000) Begleiterinnen gelten daher als Märtyrerinnen; das Martyrium war laut der Legende Ursula vor der Reise von einem Engel angekündigt worden. Die 11 Flammen symbolisieren nach überwiegender Ansicht die Hermelinschwänze des alten Wappens der Herzöge der Bretagne. Die Ursula-Legende ist u. a. in einem Ursula-Gemäldezyklus in der Mittelalter-Abteilung des Wallraf-Richartz-Museum dargestellt. 
städt. Schildhalter
und Stadtpatrone

Kölner Gürzenich
Gürzenich

Marcus Vipsanius Agrippa (* um 63 v. Chr.,  † 12 v. Chr.), Freund und Schwiegersohn des Prinzipaten und Begründer des römischen Kaiserreiches Augustus, war ein römischer Feldherr und Politiker. Agrippa war 39/38 und 20/19 v. Chr. Statthalter in Gallien, der u. a. in Kämpfen gegen germanische Stämme erstmalig nach Caesar wieder den Rhein überschritt. Er siedelte um 19. v. Chr. die Ubier aus dem rrh. Germanegebiet an das  linke Rheinufer um und gründete das Oppidum Ubiorum, die spätere Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) (das heutige Köln). Agrippa ist damit einer der Stadtgründer der römischen CCAA und damit vom heutigen Köln (zusammen mit dem Kaiser Claudius und dessen in Köln geborenen Frau Agrippina), die 50 n. Chr. der Siedlung die höchsten Stadtrechte einer Colonia verliehen haben.

Marsilius, der Vertreter des Statthalters, soll einer Legende nach das römische Köln bei einer Belagerung durch Vitellius, Stadthalter und Kurzzeitkaiser 69 n. Chr., der vertrieben worden sein soll, durch eine List (mit der sog. Holzfahrt, aus der später das Holzfahrtfest wurde) vor der Zerstörung gerettet haben.

Agrippa und Marsilius gehören zusammen mit den Hl. Ursula und Gereon sowie den Hl. Drei Königen zu den Kölner Stadtpatronen. Ihre Denkmäler (als Ritter dargestellt) hängen über Portalen an der Ostseite des Gürzenich.

Kölner Denkmäler/Agrippa am Gürzenich
Agrippa
Kölner Denkmäler/Marsilius am Gürzenich
Marsilius
Agrippa und Marsilius als Schildhalter am Gürzenich  (Ostseite)
Gereons-Denkmal (Gereons-Kopf)

Kölner Denkmäler/Gereon
 
vor St. Gereon
Der Heilige Gereon ist eine der historischen Persönlichkeiten Kölns. Gereon war im 3. Jhdt. ein römischer Offizier der Thebäischen Legion. Wegen seines christlichen Glaubens soll er um 303 bei Köln enthauptet worden sein. Er ist einer der Stadtpatrone von Köln und wird in Ritterrüstung mit Kreuzfahne dargestellt. Seine Gebeine wurden 1121 entdeckt und werden seitdem verehrt. Sein Denkmal (ein Werk des türkischen Künstlers Iskender Yediler) steht vor der nach Gereon benannten Kirche St. Gereon, eine der 12 großen Romanischen Kirchen Kölns.
Severins-Denkmal

Kölner Denkmäler/St. Severin
an lrh. Auffahrt zur Severinsbrücke
Der Heilige Severin wurde erstmalig 590 erwähnt ...  als 3. Bischof von Köln (um 346 - 397); seine Bestattung soll auf dem Gräberfeld vor dem römischen Köln erfolgt sein. Mit 948 ist die Umbettung der Reliquien des Hl. Severin in einen neuen Sarkophag beurkundet. Im Zuge einer Schreinöffnung 1999 wurden die vorgefundenen Reliquien auf "um 400" datiert. Ende 4. Jhdt. war eine kleine Saalkirche auf dem römischen Gräberfeld vor der ehemals römischen Stadtmauer errichtet worden, die laut einer Legende vom Bischof Severin geweiht worden sein soll. Hieraus entstand später eine Stiftskirche und die heutige Romanische Kirche St. Severin. Mit der Figur an der linksrheinischen Auffahrt zur Severinsbrücke in Nähe der Severinsstraße und vor St. Johann Baptist streckt Severin segnend seine Hand über der Brückenzufahrt.
Baptisterium

Kölner Denkmäler/Baptisterium
Standort: Dom-Ostseite





Die Ausgrabung eines frühchristlichen Baptisteriums (ein Taufhaus mit achteckigem Taufbecken) aus dem ca. 6. Jhdt. n. Chr. befindet sich an der östlichen Seite des heutigen Kölner Doms. Unter diesem Taufbecken wurden Reste eines früheren Beckens mit unbekannter Nutzung gefunden. Nach neueren Forschungen könnte westlich dieses Baptisteriums ein frühchristlicher Sakralbau (aus dem 4./5. Jhdt.) als ein Vorläufer des Alten Doms und des späteren heutigen gotischen Doms gestanden haben. Später ist dieser Bereich mit der mittelalterlichen (nicht mehr vorhandenen) Kirche St. Maria ad gradus östlich des Doms überbaut worden.

Zuletzt befand sich dieses bedeutende Denkmal leider in einer höchst unwürdigen Umgebung. Zudem war der Zugang leider kölntypisch und ärgerlicherweise nur im Rahmen von Führungen (wie z. B. "Köln von unten" mit dem Veranstalter "Spurenlese" oder anderen) möglich.

Hinweis: Die Ostseite des Doms ist von 2013 bis Anfang 2016 aufwändig saniert worden. Im Zuge dieser Sanierung hat nun auch das Baptisterium eine würdige neue Präsentation in einem einem völlig neugestalteten Raum mit attraktiver Eingangsgestaltung erhalten
Fertigstellung April 2016!  Allerdings: Mit Stand von Ende April 2016  sind 2 Mängel erhalten geblieben: Zugang - nach wenigen "Schnuppertagen" - wie früher nur bei Führungen. Beschreibungen und Erläuterungen fehlen wie kölntypisch bei vielen Denkmälern (zumindest derzeit).
                       
Kölner Denkmäler/Baptisterium Kölner Denkmäler/Baptisterium Kölner Denkmäler/Baptisterium Kölner Denkmäler/Baptisterium (Info Stadt Köln)

Kölner Denkmäler/Baptisterium 
Kölner Denkmäler/Baptisterium
       
Baptisterium: Status vor der Umgestaltung
Baptisterium: Status nach der Umgestaltung

Der Veröffentlichung der privaten Fotos aus dem Dombereich wurde
freundlicherweise am 24.10.2010 von der "Dombauverwaltung Köln" zugestimmt! Danke!
Kölner Mikwe

Kölner Denkmäler/Mikwe
Modell/
(Ausgrabung auf dem Rathausplatz)

Die Mikwe ist das rituelle Tauchbad in einer jüdischen Gemeinde. Das Wasser einer Mikwe muss reinstes fließendes Wasser sein (z. B das Grundwasser auf der Höhe des lokalen Grundwasserspiegels). Die Mikwe dient nicht der hygienischen, sondern der rituellen Reinigung. Als rituell unrein gilt nach jüdischer Tradition zum Beispiel Blut (bei Frauen die Menstruation) oder das Berühren von Toten.

Die große mittelalterliche jüdische Gemeinde Köln erhielt ihre erste Mikwe in der Karolingerzeit (ca. 8. Jhdt.). Die heute noch erhaltene mittelalterliche Mikwe am Rathausplatz wurde Ende des 12. Jhdt. (um 1170) inmitten des damaligen Judenviertels erstellt. Sie war beispielgebend für andere Mikwen in Deutschland. Die Mikwe wird in die geplante Archäologische Zone integriert. Sie ist derzeit wegen der Bauarbeiten hierfür nicht zugänglich.

Ein Erlass des römischen Kaisers Konstantin I von 321 mit der Erlaubnis, Juden in den Stadtrat aufzunehmen, gilt als Beleg für die Gründung der ältesten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen im 3./4. Jhdt. in Köln. Die erste jüdische Synagoge Kölns wurde vermutlich in der Karolingerzeit (ca. 8. Jhdt., vor 780) errichtet; sie wäre demnach die älteste nördlich der Alpen. Nach neueren Ausgrabungsergebnissen gab es womöglich sogar noch früher (4. Jhdt.) eine Synagoge in Köln. Die spätere Synagoge inmitten des Judenviertels (ab um 1000) wurde 1349 beim Judenprogrom zerstört und 1372 wieder in Betrieb genommen. Nach der Vertreibung der Juden 1424  wurde sie 1426 in die christliche Ratskapelle "St. Maria in Jerusalem" umgewandelt.
Hildebold-Denkmal

Kölner Denkmäler/Hildebold
Hildebold-Platz
Hildebold († 818 in Köln) war von 787 bis 795 Bischof  und von 795 bis 818 erster Erzbischof des von Karl dem Großen eingeführten Erzbistums Köln im mittelalterlichen Köln. Sein Denkmal steht am Hldebold-Platz in der nordwestlichen Altstadt.
Brunnen des Alten Doms

Kölner Denkmäler/Brunnen des Alten Doms
Dom-Tiefgarage
Brunnen des Alten Doms: Der Brunnen stand im Westatreum des Alten (karolingischen) Kölner Doms, dem Vorläufer des heutigen gotischen Kölner Doms. Der Brunnen aus dem 12. Jhdt. befindet sich an seiner ursprünglichen Stelle und erstreckt sich in der Dom-Tiefgarage über 2 Ebenen.
                               Kölner Denkmäler/Brunnen des Alten Doms

St. Petrus Martyr

Kölner Denkmäler/St. Petrus Martyr

Über dem Eingang zum Brauhaus Früh in der Kölner Altstadt (Nähe Dom) zeigt ein Relief den Schutzheiligen und Schutzpatron der Kölsch-Brauer, St. Petrus von Mailand  (auch St. Peter Martyr genannt). Er wurde 1252 ermordet und ein Jahr später von Papst Innozenz IV als Märtyrer heilig gesprochen. 1396 wählte ihn die Kölner Bruderschaft der Brauer zu ihrem Schutzpatron. Er ist einer der wichtigsten Schutzpatrone Kölns.

Wie der Dominikanermönch und Prediger aus Verona (1205 - 1251) Schutzpatron der Brauer wurde, ist nicht gesichert. Dem Vernehmen sollen ihn die Brauer bereits anlässlich dieser Heiligsprechung zum Schutzpatron ausgewählt haben. St. Petrus war als Kirchenlehrer und Diplomat sehr populär und sein Orden hatte in Köln großen Einfluß. Die Dominikaner gründeten 1248 die erste Kölner Hochschule; an diesem Studium Generale lehrten u. a. Albertus Magnus, Thomas von Aquin und Meister Eckhart. In St. Andreas befindet sich neben dem Grab des Heiligen Albertus Magnus auch ein Altarbild vn St. Petrus von Mailand.

Gedenktafel zur
Schlacht an der Ulrepforte

Kölner Denkmäler/Ulrepforte Kölner Denkmäler/Ulrepforte
Die Ulrepforte war Teil der mittelalterlichen Stadtmauer der freien Reichsstadt Köln. Sie lag an keiner der großen stadtauswärts führenden Strassen mit ihren großen Stadttoren, sondern wurde wohl als Zugang zu den vor der Mauer liegenden landwirtschaftlichen Flächen benutzt.

Eine historische Bedeutung erhielt die Ulrepforte, als 1268 in ihrer unmittelbaren Nähe die Stadt Köln von den Truppen des von den Kölner Bürgern zuvor vertriebenen Erzbischofs Engelbert überfallen worden ist. Hierbei soll mit Hilfe eines Verräters, dem in einem Haus an der Stadtmauer wohnenden Schuster Havenith, unter der Stadtmauer ein Durchlass gegraben worden sein, durch den die Truppen eindringen sollten. Es kam zu einem furchtbaren Gemetzel, in dem die Kölner Bürger letztendlich Sieger blieben. An diese Schlacht an der Ulrepforte erinnert eine Tafel (= das erste deutsche Denkmal), von der eine Kopie an einem Mauerteilstück in Nähe der Ulrepforte und des heutigen Prinzengardeturms angebracht ist (Original im Stadtmuseum).

Albertus-Magnus-Denkmal

Kölner Denkmäle/Albertus Magnus
von Uni-Hauptgebäude
Albertus Magnus  (* um 1200, † 1280 in Köln) war der größte deutsche Philosoph und Theologe des Mittelalters. Das Albertus-Magnus- Denkmal steht vor dem Haupteingang der 1388 gegründeten Kölner Universität.

1223 trat Albertus in den Dominikaner-Orden ein, absolvierte sein Noviziat in Köln, nahm hier sein Theologie-Studium auf und wurde in Köln zum Priester geweiht. Anschließend studierte Albertus an verschiedenen dominikanischen Klosterschulen und lehrte als Professor der Theologie an der Universität Paris. 1248 kam Albertus erneut nach Köln und leitete hier in dem 1221 gegründeten Dominikaner-Kloster "Heilig Kreuz" das von ihm 1248 als erste Ordenshochschule auf deutschem Boden gegründete "Studium Generale" (= Bezeichnung für die großen Schulen des Mittelalters für die philosophischen und theologischen Fächer nach dem Muster der Pariser Universität, ab Ende des 13. Jhdt. mit Lizenzierung des Rechts zur Verleihung von akademischen Graden durch Papst, Kaiser oder König). Dies war die erste deutsche Hochschule. Aus dieser Schule ist die 1388 gegründete Universität Köln hervorgegangen, eine der ältesten Unis Europas und die erste bürgerliche Universität Deutschlands.1254 zog Albertus Magnus weiter, kehrte aber dann 1270 endgültig zurück in das Dominikaner-Kloster "Heiliges Kreuz" in Köln. Seine Gebeine ruhen heute in der Krypta der Romanischen Kirche St. Andreas in Köln.
Platzjabbeck

Kölner Denkmäler/Platz Jabbeck
am Rathausturm
Der Platzjabbeck ist eine längliche Holzmaske an der Alter-Markt-Seite des historischen Rathausturmes unterhalb einer Uhr. Dieser "Herr" ist mit dem Uhrwerk verbunden und streckt zu jeder vollen Stunde die Zunge heraus. Die Figur symbolisiert das Selbstbewusstsein der freien mittelalterlichen Bürgerschaft gegenüber der Obrigkeit

Neben der Uhr sind 4 der 124 auf dem  Rathausturm stehenden Skulpturen von wichtigen historischen Persönlichkeiten Kölns zu sehen.

Grienkopf

Kölner Denkmäler/Grienkopf
an mehreren Häusern der Altstadt
In der Kölner Altstadt findet man an manchen älteren Häusern steinerne Köpfe - die sog. Grienköpfe -, mit denen beim Lastentransport in die Häuser die Kran-Balken  abgestützt wurden. Es gibt aber auch manche Legenden um diese Köpfe.


Jan-von-Werth-Denkmal

 Kölner Denkmäler/Jan von Werth
Alter Markt

Graf Jan von Werth  (1591-1652) war ein erfolgreicher Reitergeneral im Dreißigjährigen Krieg im Dienst des Kurfürstentums Köln. Nach erfolgreichen Kämpfen und einer Gefangenschaft wurde er in Köln stürmisch empfangen. In Köln stadtbekannt ist eine Sage aus aus dem Leben des Jan von Werth, die jedes Jahr zu Weiberfastnacht von der Karnevalsgesellschaft "Jan von Werth" nachgespielt wird:

Jan war ein armer Knecht, der sich in die Magd verliebt hatte. Griet lehnte sein Werben und seinen Heiratsantrag ab, weil er ihr von zu niedrigem Stand war. Schwer enttäuscht trat Jan in die Armee ein und zog in den Krieg. Er brachte es bis zum General und war ein erfolgreicher Soldat. Nach einem Sieg zog er mit seinen Truppen im Triumphzug durch das Severinstor in Köln ein. Dabei entdeckte er auf dem Markt Griet, die dort an einem Bauernstand Obst anbot. Er lenkte sein Pferd auf Ihren Stand zu, stieg ab, zog seinen Hut und sagte zur ihr: "Griet, wer et hätt jedonn!" (Griet, wenn du es doch getan hättest!) Und sie antwortete ihm: "Jan, wer et hätt jewoss!" (Jan, wenn ich es gewusst hätte!). Jan stieg wieder auf sein Pferd und ritt davon.
Heinzelmännchen-Brunnen

 Kölner Denkmäler/Heinzelmännchen-Brunnen 
Strasse Am Hof  (Nähe Dom)

Heinzelmännchen waren einer Kölner Sage nach hilfsbereite Hausgeister. Sie verrichten nachts, wenn die Bürger schliefen, deren Arbeit. Wurden sie dabei jedoch beobachtet, verschwanden sie für immer, was bei dem Brunnen-Bildnis geschehen ist.

Die Sage ist erstmals vom Kölner Schriftstellers Ernst Weyden (1805-1869) verfasst worden. In Köln sehr populär geworden ist die Gedichtfassung von August Kopisch (1799 - 1853):

   Wie war zu Cölln es doch vordem mit Heinzelmännchen so bequem!
   Denn war man faul, ... man legte sich hin auf die Bank und pflegte sich.
   Da kamen bei Nacht, eh' man's gedacht,
   die Männlein und schwärmten und klappten und lärmten und rupften und zupften und hüpften und trabten
   und putzten und schabten - und eh ein Faulpelz noch erwacht, war all sein Tagwerk bereits gemacht!...

Ostermann-Brunnen

 Kölner Denkmäler/Ostermann-Brunnen
Nähe Heumarkt/Alter Markt
Das Ostermann-Denkmal erinnert mit seinen Figuren aus bekannten Kölner Liedern an den immer noch einen der bekanntesten Kölner Liedermacher und Interpreten Willy Ostermann (1876-1936), der über 100 Titel - Kölsche Leedcher,  aber auch hochdeutsche Rhein- und Wein-Lieder - schuf. Er ist auch einer der wichtigsten Personen der Kölner Karnevalsgeschichte. Von seiner Liedern sind weit über 20 in Köln und darüberhinaus unvergessen (wie "Och wat wor dat fröher schön doch enn Colonia", "Einmal am Rhein" und sein letztes Lied "Heimweh noh Kölle", das im 2. Weltkrieg so etwas wie die heimliche Nationalhymne wurde).

Das Lied Heimweh noh Kölle ist so eine Art inoffizielle Kölner Stadthymne. Refrain:
Wenn ich su an ming Heimat denke
un sin d'r Dom su vör mir ston,
mööch ich direk op Heim an schwenke,
ich mööch zo Foß noh Kölle gon.
Kallendresser

Kölner Denkmäler/Kallendresser
Alter Markt

Für die Figur Kallendresser (= einer der in die "Kall" (Dachrinne) seine Notdurft verrichtet) am Dach eines Hauses am Alter Markt (neben dem Gaffelhaus) gibt es verschiedenen Deutungen. Eine Deutung für die Figur, die es auch an einem Nachbarhaus aus dem 18. Jhdt. gegeben hat, ist, dass die Hausbesitzer ausdrücken wollten, was man von der Politikern im gegenüberliegenden Rathaus hielt.

Denkmäler Wallraf und Richartz

Kölner Denkmäler/Wallraf u. Richartz
Am Wallrafplatz

Ferdinand Franz Wallraf (* 1748 in Köln, † 1824 in Köln) war ein bedeutender Kunstsammler, der seine umfangreiche Kunstsammlung seiner Heimatstadt Köln übergeben hat. Der größte Teil der Gemälde-Sammlung ist im Wallraf-Richartz-Museum ausgestellt. Der Kölner Kaufmann Johann Heinrich Richartz (* 1795, 1861) finanzierte den ersten Bau des Wallraf-Richartz-Museum.


Die Denkmäler befindet sich vor dem Museum für angewandte Kunst, einem Bau, in dem einstens das Wallraf-Richartz-Museum untergebracht gewesen war. Allerdings ist dem Direktor des WRM zuzustimmen, der fordert, die beiden Denkmäler dahin zu verlegen, wo sie ursächlich hingehören: in die Nähe des neuen WRM-Gebäudes.


Gedenktafel Sulpiz  Boisserée

Kölner Denkmäler/Boisserée
Blaubach 14
Sulpiz Boisserée (* 1783 in Köln, †  1854), ein Kunstsammler und Historiker, war maßgeblich beteiligt an der Idee und der Planung zum Weiterbau des Kölner Doms im 19. Jhdt. und damit eine wichtige Persönlichkeit der Kölner Geschichte. Boisserée gehörte auch zu den engagiertesten Gründern des Kölner Zentral-Dombauvereins (gegründet 1842), mit dessen großer - vor allem materieller - Hilfe das Bauwerk ab 1842 weitergebaut und 1880 vollendet werden konnte. Eine Gedenktafel ist an seinem Geburtshaus in der Straße Blaubach in Nähe Heumarkt  zu sehen.
Kolping-Denkmal

Kölner Denkmäler/Kolping
vor der Minoritenkirche in Nähe WDR

Adolf Kolping (* 1813 in Kerpen bei Köln, † 1865 in Köln) war ein katholischer Priester und Begründer des Kolpingwerkes. Er schloss 1850 die bestehenden Gesellenvereine zum Rheinischen Gesellenbund zusammen, aus dem das internationale Kolpingwerk mit Sitz in Köln hervorgegangen ist, für dessen Verbreitung er sorgte. Adolf Kolping ist in der Minoritenkirchen (Nähe Dom und WDR-Funkhaus) begraben.

Kölner Persönlichkeiten/Kolping
Text zu Adolf Kolping (Aushang Minoritenkirche)
Nicolaus Otto u. Eugen Langen

Kölner Denkmäler/Otto u. Langen
vor Eingang Bahnhof Köln Messe/Deutz
Nikolaus August Otto (* 1832, 1891 in Köln)  war eine Maschinebauer, der 1862 mit der Entwicklung eines Viertakt-Motors begann. 1864 gründete er mit Eugen Langen (* 1833 in Köln, 1895) die Gasmotorenfabrik "N. A. Otto und Cie", die 1972 in die Deutz AG überging. Der Otto-Motor hat die Welt revolutioniert wie kaum eine andere technische Erfindung. Nach diesem Viertaktprinzip arbeiten auch heute noch weltweit Motoren in ca. 750 Mio. Fahrzeugen. In der Tradition dieser weltverändernden Erfindung ist heute Köln eine der führenden deutchen Auto- und Motorenbau-Städte ist. Das Denkmal steht vor dem DB-Bahnhof Köln Messe/Deutz auf dem Otto-Platz.

Eugen Langen war auch beim Bau von Schienenfahrzeugen erfolgreich. Er gilt als Vater der Wuppertaler "Schwebebahn", die eigentlich eine Hängebahn ist.
Reiter-Denkmal
 ("Dat Pääd")

Kölner Denkmäler/Reiterdenkmal Heumarkt 
Heumarkt
Das Reiter-Denkmal auf dem Heumarkt ist zu Ehren von König Friedrich Wilhelm III von Preußen aus dem Geschlecht der Hohenzollern (*17701840, König ab 1797) aufgestellt. Es Wurde 1878 eingeweiht.

Der König war preußischer Herrscher zu der Zeit, als das Neuzeitliche Köln nach dem Wiener Kongreß 1815 mit der Rheinprovinz an das Königreich Preußen fiel
- sicher nach Ansicht vieler Rheinländer leider -. Die im Krieg zerstörte Reiterfigur ist eine Nachkriegs-Rekonstruktion mit Resten des Originals, die 1990 neu auf dem Heumarkt aufgestellt worden ist. Das Denkmal steht auf einem Sockel oberhalb von sechzehn Großfiguren von Persönlichkeiten aus der jüngsten preußisch-deutschen Geschichte. 2007 musste es jedoch wegen starker Schäden wieder abgebaut werden. Nun wurde lange Zeit öffentlich diskutiert, ob und mit welchen Mitteln die stark beschädigte Reiterfigur restauriert werden soll. Ob das auch daran lag, dass dereinst die Preußen bei den Kölnern mit ihrer völlig anders gearteten lockeren rheinischen Lebensart wohl nicht sonderlich beliebt waren?

Nun aber ist seit Oktober 2009 "dat Pääd" restauriert wieder an seinem Platz auf dem Heumarkt!

Kölner Denkmäler/Reiterdenkmal Heumarkt
Kölner Denkmäler/Reiterdenkmal Heumarkt
Kölner Denkmäler/Reiterdenkmal Heumarkt

  Salzgasse
(eine der Altstadtgassen)

Kölner Denkmäler/Salzgasse Kölner Denkmäler/Salzgasse

Die Bezeichnung vieler Kölner Altstadt-Straßen und -Gassen erinnert an deren gewerbliche Nutzung im Mittelalterlichen Köln (wie z. B. Unter Goldschmied, Unter Taschenmacher). Das gilt auch für die Salzgasse. Diese Gasse ist aber auch ein sozusagen Strassendenkmal. Denn im Zuge der heutigen Salzgasse verlief zur späten Römerzeit die Straße zur ersten Rheinbrücke von der Colonia (CCAA) zum rechtsrheinische Kastell Divitia. Heute gelangt man vom Heumarkt aus über die Salzgasse in das Altstadtviertel und zum Rheingarten mit seinen zahlreichen gastronomischen Betrieben.

Reiter-Denkmal Wilhelm II

Kölner Denkmäler/Reiter-Denkmal Hohenzollern-Brücke
Hohenhzollern-Brücke
(Brückenkopf)
Die Reiterfigur an der Hohenzollern-Brücke (linksrheinisch, Südseite/rheinaufwärts) stellt den Kaiser Wilhelm II dar (* 1859,  † 1941, Regierungszeit 1888 - 1918).

Der Name der Kölner Hohenzollern-Brücke bezieht sich auf das preußische Königshaus der Hohenzollern. Die Brücke ersetzte die Dombrücke ("Mussfall") von 1859, der ersten festen Kölner Brücke nach der Römerzeit. Sie ist eine der aktuell 8 Kölner Rheinbrücken und ist nach dem Krieg eine der zwei Kölner Eisenbahnbrücken. Reiterstatuen der vier bedeutendsten Herrscher dieses Königshauses stehen beidseitig der Brücke und an beiden Rhein-Ufern. Sie erinnern an die Preußenherrschaft in der Rheinprovinz nach dem Wiener Kongreß 1815, die im Neuzeitlichen Köln der Franzosenherrschaft folgte.

Kölner Denkmäler/Reiter-Denkmal Hohenzollern-Brücke
Kaiser Wilhelm II
 (linksrheinisch, Südseite/rheinaufwärts)
(* 1859,  † 1941,
Regierungszeit 1888 - 1918)
Kölner Denkmäler/Reiter-Denkmal Hohenzollern-Brücke
Kaiser Friedrich III
(linksrheinisch, Nordseite/rheinabwärts)
(* 1831,  † 1888,
Regierungszeit 1888)

Kölner Denkmäler/Reiter-Denkmal Hohenzollern-Brücke
Kaiser Wilhelm I
(rechtsrheinisch, Südseite/rheinaufwärts)
(* 1779,  † 1888,
Regierungszeit 1861 - 1888)



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König Friedrich Wilhelm IV 
(rechtsrheinisch, Nordseite/rheinabwärts)
(* 1755,  † 1861,
Regierungszeit 1840 - 1861)

Adenauer-Denkmal

Kölner Denkmäler/Adenauer
vor St. Aposteln
Konrad  Adenauer (* 05.01.1876 in Köln,  † 19.04.1967 in Rhöndorf) war von 1917 bis 1933 und 1945 Kölner Oberbürgermeister sowie von 1949 bis 1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Kardinal-Frings-Denkmal

Kölner Denkmäler/Kardinal Frings
 
Unter Goldschmid (Nähe Dom)
Joseph Kardinal Frings (* 1887,  † 1978 in Köln) war von 1942 bis 1969 Erzbischof in Köln.
Karl-Berbuir-Denkmal

Kölner Denkmäler/Berbuir
Karl-Berbuir-Platz (Südstadt)

Karl Berbuer (* 1900 in Köln, † 1977 in Köln) war einer der bekanntesten Kölner Komponisten und Kräzchens-Sänger (Karnevalslieder-Sänger) der Nachkriegszeit. Zu den bekanntesten Liedern gehören Heidewitzka Herr Kapitän und das Trizonesien-Lied.

Das in der Kölner Südstadt 1987 Nahe der Auffahrt zur Severinsbrücke errichtete bronzene Denkmal stellt ein Narrenschiff (das Müllemer Bötche aus einem der Berbuir-Lieder) dar.





Jupp-Schmitz-Denkmal

 Kölner Denkmäler/Jupp Schmitz
Jupp-Schmitz-Plätzchen
Jupp Schmitz (* 1910 in Köln, † 1991 in Köln) war einer der in Köln und darüberhinaus bekanntesten Kölner Schlager- und Kräzchens-Sänger (Karnevalslieder-Sänger) der Nachkriegszeit. Gleich sein erstes Karnevalslied Wer soll das bezahlen, ein Hinweis auf das im Krieg überaus stark zerstörte Köln und die gerade begonnene Währungsreform, war einer der meistgesungenen Schlager der Nachkriegsjahre; ferner sehr bekannt war Am Aschermittwoch ist alles vorbei.

Das Denkmal steht auf einem kleinen Plätzchen hinter dem Gebäudekomplex An Farina nahe dem Wallraf-Richartz-Museum und dem Rathausplatz.


Millowitsch-Denkmal

Kölner Denkmäler/Millowitsch
Eisenmarkt
(am Hänneschen-Theater)
*

Willy Millowitsch (* 1909 in Köln,  † 1999 in Köln) war in Köln und weit darüberhinaus ein überaus bekannter und beliebter Volkschauspieler sowie Film- und Fertnseh-Schauspieler. Seine Familie betreibt seit Generationen ein eigenes Theater (anfangs mit Stockpuppen, dann mit Schauspielern). "Willy" war seit 1940 bis 1996 Leiter des privateigenen Millowitsch-Theaters in der Aachener Str. am Rande der Kölner Altstadt. Noch zu Lebzeiten (1992) errichtet die Stadt Köln ein Denkmal für Willy Millowitsch am Eisenmarkt in der Altstadt. *

Inzwischen ist das Denkmal von dem ruhigen beschaulichen Eisenmarkt an den kleinen Willy-Millowitsch-Platz an der Breite Str. verlegt worden. Es steht dort zwar mitten im prallen Einkaufs-Leben, nach mancher Meinung jedoch dort unwürdig platziert.

Tünnes und Schäl

Kölner Denkmäler/Tünnes und Schäl
          Nähe Alter Markt        
 (gegenüber Eingang Groß St. Martin)

Tünnes und Schäl - zwei Figuren des Kölner Haenneschen-Theaters - sind zwei Urtypen des kölschen Humors und werden mit Köln verbunden wie der Dom und das Kölnisch Wasser. Hierbei ist Tünnes ein eher gutmütiger ulkiger rustikaler Kerl, Schäl hingegen schlitzohrig, listig und boshaft ironisch, beide aber bissig im Humor. Historische Figuren wie einige andere bekannte kölsche Originale sind sie allerdings nicht. Wegen ihrer vielen kölntypischen Eigenschaften werden sie aber wie Originale angesehen.

Tünnes ist die rheinische Form von Anton. Tünnes wird als knollennasige Figur dargestellt. Schäl bezieht sich auf das Schielen dieser Figur, meint aber im Kölschen auch schlecht oder falsch. Die Figur ist schlanker als Tünnes und trägt einen Frack. Durch ihre große Bekanntheit erzählt man sich in Köln und darüberhinaus eine Vielzahl von Tünnes- und-Schäl-Witzen.

Fastnachtsbrunnen/
Karnevalsbrunnen

Kölner Denkmäler/Gülich Kölner Denkmäler
        Gülich-Platz 
(gegenüber WRM + Farina-Haus)
Dieser kleine Fastnachtsbrunnen steht auf dem Gülich-Platz gegenüber dem Farina-Haus und dem Wallraf-Richartz-Museum. Der Brunnenrand enthält ein Vers von Johann Wolfgang von Goethe zum Kölner Karneval. Der Platz ist nach dem mittelalterlichen Aufständischen Nikolaus Gülich benannt. An dieser Stelle stand früher eine sog. Schandsäule mit dem bronzenen Kopf des Nikolaus Gülich.
Heinz Flohe-Denkmal

Kölner Denkmäler/Heinz Flohe
(vor Südtribüne Stadion Köln)
Heinz Flohe ("Flocke")  (* 1948 in Köln,  † 2013 ) war eine der bedeutendsten Fußballer des 1. FC Köln (1966 - 1979). Er spielte auf der Spielmacher-Position (heute die "Zehn" genannt). Er wurde mit dem FC 1978 Deutscher Meister sowie 1968, 1977 und 1978 Deutscher Pokalsieger. Er absolvierte 453 Pflichtspiele für den FC und schoss 118 Tore. Bundesligaspiele absolvierte er 343 (329 für den FC und am Schluss seiner Karriere noch einige bei 1860 München). Ferner spielte er 39 mal in der Nationalmannschaft und wurde Weltmeister 1974, Vize-Europameister 1976 und spielte bei der WM 1978. Nach einer schweren Erkrankung und einem langen Wachkoma starb er 2013.  Von den FC-Fans wurde Heinz Flohe Anfang 2008 zum 60-jährigen FC-Jubiläum in das  "Traum-Team aus 60 Jahren 1. FC Köln" gewählt (s. FC-Seite unter 2.4).

Der FC hat diesem verdienstvollen Spieler ein Denkmal gesetzt. Das
Denkmal steht vor der Südtribüne des Kölner Stadions.

Trauernde Eltern

Kölner Denkmäler/Die Trauernden/Alt St. Alban
Ruine St. Alban,
Quatermarkt (neben Gürzenich)
Die Skulptur "Trauende Eltern", eine Kopie von Josef Beuys und Erwin Heerich (1954) nach dem Original von Käthe Kollwitz, steht als Mahnmal für den Frieden im Inneren der Kriegs-Ruine und nationalen Gedenkstätte Alt St. Alban neben dem Gürzenich.








Schmitz-Säule

Kölner Denkmäler/Schmitz-Säule
gegenüber Eingang Groß St. Martin
Die Schmitz-Säule, eine Stiftung eines Kölner Bürgers, steht auf dem Platz vor der Westseite der Romanischen Kirche Groß St. Martin in Nähe Alter Markt. Sie erinnert an die antike Rheininsel vor der römischen Colonia. Fertigstellung: 1969 im Jahr der ersten Mondlandung (21.07.1969), an die mit einer Inschrift an der Säule erinnert wird.

Kölner Denkmäler/Schmitz-Säule

Dionysos-Brunnen

Kölner Denkmäler/Dionysus-Brunnen Köln
Dom-Ostseite (alter Standort)
Der Dionysos-Brunnen von  Hans Karl Burgeff (1979) befindet sich an der Dom-Ostseite. Ab Anfang 2016 steht der Brunnen direkt vor dem neugestalteten Eingang des Baptisteriums.

Kölner Denkmäler/Dionysus-Brunnen Köln
Kölner Denkmäler/Dionysus-Brunnen Köln
neuer Standort ab 2016 vor dem Baptisterium
Frauendenkmal (mit Römerin)

Kölner Denkmäler/Frauendenkmal
im Hof von An Farina
Ein (modernes) Denkmal zur Kölner Geschichte mit der Bezeichnung "Die Kölner Frauen im Wandel der Zeiten" - ein Frauen-Denkmal von A. Langenbach + Sohn - steht im Hof des Gebäudekomplexes "An Farina" unweit des Wallraf-Richartz-Museums und des Rathausplatzes.Es zeigt Frauengestalten der Epochen der Kölner Geschichte, beginnend mit den Ubierinnen.
 Kölner Gipfel 1999

Kölner Denkmäler/Plakette zum Kölner Gipfel 1999
Plakette am Gürzenich
Erinnerungsplakette: Diese Plakette am Gürzenich erinnert an die Veranstaltungen im Gürzenich anläßlich eines der größten Kongresse im Nachkriegs-Köln, dem "Kölner Juni-Gipfel 1999" mit dem EU-Gipfel-Treffen des Europäischen Rates (03. - 04.06.1999) und danach dem Weltwirtschaftsgipfel der Staats- und Regierungs-Chef der G 8-Staaten in Köln  (u. a. mit Bill Clinton/ USA, Boris Jelzin/Rußland und Gerhard Schröder/Deutschland).






... und zwei beliebte Kölner Originale >


Kölner Denkmäler/Kallendresser
Kölner Denkmäler/Platzjabbeck Kölner Denkmäler/Platzjabbeck

Der Kallendresser an einem Haus am Alter Markt und der Platzjabbeck (am Rathausturm) sind seit dem Mittealter Figuren, die der Obrigkeiten die Meinung der Bürger vermitteln.
Kallendresser (am Alter Markt) - siehe oben -
Künstler und Hersteller der Figur am Alter Markt ist. u. W. Ewald Mataré. Wer auf den Terrassen der Kneipen am Alter Markt verweilt ( z. B. im "täglich") kann sehr schön beobachten, wie Scharen von Touristen sich über die Figur an der Dachkante (Kalle) des Hauses köstlich amüsieren und wie jeder Stadtführer seine Truppe über die Figur informiert.
Platzjabbeck (am Rathausturm).
Die Bedeutung dieser Figur ist nachzulesen unter http://www.koeln.de/koeln/111_orte_der_platzjabbek_am_alter_markt_in_koeln_666605.html




Empfehlung des Autors Der Autor empfiehlt als jeweiliges Mitglied (bzw. Unterstützer) die Unterstützung der folgenden gemeinnützigen Vereine durch Mitgliedschaft und/oder Spenden:
    * Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig (Die Mitglieder unterstützen und fördern diese beiden Museen und haben freien Eintritt in beiden Museen!)
    * Förderverein Romanische Kirchen Köln (Die Mitglieder unterstützen u. a. maßgeblich Renovierungsarbeiten und Ausstattungam des Kichenensembles und erhalten außerdem jährlich das große wertvolle Jahrbuch des Vereins "Colonia Romanica")
    * Zentral-Dombau-Verein zu Köln von 1842 (Die Mitglieder unterstützen u. a. maßgeblich die umfangreichen Renovierungsarbeiten am Dom und erhalten außerdem jährlich das große wertvolle Jahrbuch des Vereins "Kölner Domblatt")
    * G Fortis Colonia - 2000 Jahre befestigtes Köln (mit seinen Arbeitsbereichen Römische Stadtmauer, Mittelalterliche Stadtmauer, Preußische Festungen)
    * G Förderverein Historischer Park Deutz
die sich um  wichtige und bedeutende Kölner Museen, Bauwerke und Denkmäler kümmern, sowie
    * Förderverein Herzzentrum Köln
    * Verein Deutsche Sprache (überregional)
G: tätig im Bereich der Stadtgeschichte

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Tabellen u. dgl.:
© der eigenen Tabellen beim Autor! Nichtkommerzielle Weiterverwendung: Tabellen in den Anhängen
"Stil-Epochen der Malerei" und  "Antike Geschichte" sowie im Anhang "Datensammlung" auf Nachfrage, ansonsten unter Nennung wie bei Fotos.

GL_Köln/30.08.2016

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