Köln 99ers - Basketball in Köln

Rubrik:  Kölner Sport
Thema:   Köln 99ers (vormals RheinEnergie Köln) - Basketball in Köln  
Geschichte - Erfolge
 -  Köln 99igers seit 2009 leider insolvent! -

Themen-Seite der privaten  Web-Präsenz "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt". Diese Web-Präsenz verfolgt ausschließlich private und keinerlei kommerzielle Interessen!

0. Vorbemerkungen und Inhalt

Die bedeutsame Kölner Basketballphase begann in den 80-iger Jahren mit dem damals sehr erfolgreichen BSC Saturn Köln.
Seit 2001 will RE Köln später Köln 99ers) diese Tradition neu beleben und fortsetzen ... und war dabei auf einem sehr guten Weg, zumindest zunächst. Im Juli 2009 endete diese Phase mit der erneuten Insolvenz eines Kölner Basketball-Vereins.

Inhalt

1.  BSC Saturn Köln
2.  RheinEnergie Köln/Köln 99ers
2.1 Clubgeschichte
2.2 Erfolge


1. BSC Saturn Köln (1990 nach Insolvenz eingestellt)    
     
Deutscher Meister
1981, 1982, 1987, 1988                                                        
Deutscher Vize-Meister                       ??                                                     (Bitte Mail, wenn jemand die Daten kennt.)
Deutscher Pokalsieger
1980, 1981, 1983
     
Drei fast schon legendäre Spieler dieser Zeit waren Klaus Zander, Stefan Baeck (der auch am jetzigen Neuaufbau einer Kölner Basketball-Mannschaft beteiligt  war, zunächst als Manager, dann in der Saison 2002/03 und zu Beginn der Saison 2003/04 als Cheftrainer und ab 12.03 als Sportdirektor)  und zuletzt auch Hansi Gnad.


2. RheinEnergie Köln/Köln 99ers                                       Obradovic                                                                                                                                      

2. 1. Clubgeschichte

Im Jahre 1999 begann mit der Gründung der "Cologne 99ers" der Versuch, in Köln an die Basketball-Tradition anzuknüpfen.
Die neugebildelte Bundesligamannschaft spielt seit 2001 in der Basketball-Bundesliga (zunächst unter Umbenennung in den zumal  im traditionsverbundenen Köln befremdlichen Namen RheinEnergy Cologne - also auch hier der weitverbreitete  Anglizismus-Unsinn -). Es war gelungen, den jugoslawischen Meistertrainer Svetislav Pesic zu gewinnen, der um den jugoslawischen Nationalspieler Sasa Obradovic als Kapitän ein schlagkräftiges Team aufbaute, dann aber leider nach einer Saison Köln Richtung Barcelona wieder verließ. RE beendete das 1. Bundesligajahr 2001/2002  in der Punkterunde auf einem beachtlichen Platz 3, erreichte sodann in den  Play-offs sogar das Finale gegen den Serienmeister Alba Berlin, das  allerdings leider 0:3 (68:82, 85:97, 68:69) verloren ging. Seit 2003 hieß der Club dann "RheinEnergie Köln". Unter diesem Namen gab's dann auch den ersten Titel: Pokalsieg am 25.04.04.

In Saison 2004/05 war wieder ein Titel avisiert. Point Guard Sasa Obradovic (s. kleines Foto oben) - ein genialer Spielmacher (Kölner Express 11.04.05: " ... der beste Aufbauspieler der Liga"), der den Verfasser auf Fußball übertragen an den seinerzeitigen FC-Spielmacher Wolfgang Overath erinnert, der ebenso technisch brillant und gleichzeitig ebenso extrem kämpferisch auftrat, wie das auch bei der Nr. 6 von RE zu beobachten war  - war Kapitän einer Mannschaft  mit einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen deutschen und  ausländischen Spielern, die auch einige Zeit Spitzenreiter der Liga war. 2005 letztendlich erreicht: 2. Pokalsieg  am 08.05.05 und  Play-off-Teilnahme als  3. der Punkterunde, dann aber mit der ersten Heimniederlage der Saison schon im Viertelfinale ausgeschieden.

Sasa Obradovic beendete nach dieser Saison seine Karriere und hat in der Saison 2005/06 bei RE das Traineramt übernommen. Seine erste Saison als Trainer war ungewöhnlich erfolgreich: er wurde mit dem jüngsten Team der Liga Dritter in der Punkterunde und dann auf Anhieb Deutscher Meister mit 3:1 PO-Finalsiegen gegen den Serienmeister Alba Berlin (Alba Berlin  - RE Köln 79:88 in Berlin, 69:64, 80:82 in Berlin und 74:85 = PO 1:3). Und in seiner zweiten Saison folgte am 29.04.2007 der mittlerweile 3. Pokalsieg; der Meistertitel konnte allerdings nicht verteidigt werden. Und nach der Saison 2007/2008 hat Sasa den Club leider verlassen.

Ab Saison 2007/08 heißt der Club nun wieder anders: Köln 99ers (ausgesprochen leider schon wieder ein unnötiger Anglizismus, warum nicht einfach Köln 99? Nichts gelernt!).

Seine Heimspiele trägt der Club in seiner eigenen Basketballhalle - dem GEW Energy Dome - (und zu Beginn Spitzenspiele in der großen Kölnarena) aus. Rekordbesuch in der Kölnarena für RE Köln: 06.04.03 im Spiel gegen Alba Berlin: 16693. (Den Kölnarena-Rekord im Basketball hält allerdings Telekom Baskets Bonn, aufgestellt bei einer Gastrolle in Köln am 07.04.00 ebenfalls gegen Alba Berlin, mit 18506 Zuschauern.)  Mit dem Gewinn der Meisterschaft 2006 kam es zu einem kölschen Kuriosum. Seine "Heimspiele" in der Euro-League trug der Club  - weil seine eigene Halle nach den Statuen zu klein war und mit der Kölnarena angeblich die Termine nicht zu vereinbaren waren - in der Philips-Halle in - ausgerechnet - Düsseldorf (!) aus. Danach war eine neue Halle in - noch ein Kuriosum - Hürth (Nachbarort von Köln) geplant. Warum eigentlich nicht die Kölnarena - perspektivisch dürfte diese Halle doch nicht dauernd belegt sein und ist bei entsprechendem Bedarf auch nur zur Hälfte (Unterrang) nutzbar? Unverständliche und befremdliche Fehler des Managements! Ergebnis schließlich: Porzellan zerschlagen  und das Hürther Projekt scheiterte, weil sich die Investoren zurückzogen.

In die Diskussion um einen neuen Standort für eine Halle - diesmal in Köln - kam dann am 22.01.08 eine bestürzende Meldung. Dem Kölner Basketball drohte erneut das Aus in Form einer Insolvenz, die damals noch in allerletzter Minute abgewehrt werden konnte. Nun schien sich der Verein wieder zu stabilisieren. Allerdings wurde in der Folge dieser wirtschaftlichen Turbulenzen 2008 erstmals nicht die Play-Off-Runde erreicht; es musste wieder klein angefangen werden. Vor allem aber verließ in Folge der Turbulenzen leider der Meister-Trainer Sasa Obradovic den Club. In der Saison 2008/2009 konnte Köln 99ers nur soeben den Klassenerhalt erreichen. Dann  warf im Juli 2009 vor Beginn der Saison 2009/10 und kurz nach Erteilung der Lizenz der Deutsche Meister von 2006 das Handtuch: erneuter Insolvenzantrag und Rückgabe der Lizenz. Erneutes Ende des Spitzen-Basketballs in Köln!


    
 
Kölner BasketballKölner BasketballKölner Basketball
Energy Dome 


2.2 Erfolge
        
Deutscher Meister 2006 (PO 3:1 gegen Alba Berlin)
Deutscher Vize-Meister 2002                                                                                            
Play-off-Teilnahme bis Finale:         2002, 2006
bis Halbfinale:     2007                                                                 
bis Viertelfinale:  2003, 2004
, 2005
Deutscher Basketball-Pokal Pokalsieger:         2004 (81:70 gegen Opel Skyliners Frankfurt)
                             2005 (85:75 gegen Telekom Baskets Bonn)
                             2007 (60:58 gegen Artland Dragons Quakenbrück)                
Endspielteilnahme: 2003, 2004, 2005, 2007      
           
internationaler ULEB-Pokal
internationaler FIBA EuroCup
Euro-League

2003, 2004 u. 2005 bis Achtelfinale, 2008 bis 2. Runde
2006 bis Viertelfinale (als einzige deutsche Mannschaft)
2006/07 als Meister 1. Gruppenphase nicht überstanden

Kölner Basketball
Pokalsieger 2004
       Kölner Basketball/Meisterschaft 2006       Kölner Basketball/Meisterschaft 2006
Kölner Basketball/Meisterschaft 2006
Viertes PO-Finalspiel 2006 in Köln:
RE Köln - Alba Berlin 85:74 = Meisterschaft
Kölner Basketball/Meisterschaft 2006Kölner Basketball/Meisterschaft 2006Kölner Basketball/Meisterschaft 2006
Deutscher Meister 2006
                

Logo oben sowie Fotos 2. Reihe erstes bis drittes von links  u. 3. Reihe:  Programm bzw. Homepage des Clubs  

Fotos zumeist vergrößerbar durch Anklicken.
Fotos und Skizzen sind vom Autor selbst erstellt worden oder stammen in Einzelfällen aus nach Kenntnis des Autors nicht urheberrechtlich geschützten Quellen ("gemeinfrei") oder wurden freigegeben und sind nach bestem Wissen des Autors auch sonst nicht urheberechtlich geschützt. Sollten dennoch im Einzelfall Urheberrechte betroffen sein, wäre dies unbeabsichtigt; in diesem Fall wird um einen Hinweis gebeten. © der eigenen Fotos beim Autor!

© GL Köln

Stand: 08.01.2012
  
                  

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