Veto Colonia - Einspruch von Kölner Bürgern gegen Kölner Bausünden, Kultursünden und Schlampereien **

Autoren: Günter Lehnen und Werner Müller, Köln

         

Romanische Kirchen in Köln und das vergessene(?) Projekt Via Sacra
 Dieser Auszug  aus dem Web-Projekt  "Veto Colonia"** ist ein Anhange der privaten  Web-Präsenz   "Köln - die Rheinmetropole und alte Römerstadt"


Kölner Kultursünden:

 Romanische Kirchen in Köln und das vergessene(?) Projekt Via Sacra



Ein bedeutsamer Kulturschatz Kölns sind die 12 großen Romanischen Kirchen innerhalb des mittelalterlichen Stadtgebiets (also innerhalb der Ringe). Herr Helmut Haumann, Vorsitzender des Förderverein Romanische Kirchen, auf der Mitgliederversammlung am 01.09.06. “Der Kranz der unserer zwölf Romanischen Kirchen ist einer der wichtigsten Kulturgüter dieser Stadt“. Der Kölner Erzbischof Kardinal Meissner in der selben Veranstaltung zu dem Phänomen, dass er im Ausland immer nur auf den Dom angesprochen werde: „Ich habe dem Verkehrsamt schon oft gesagt, es müssen neben dem Dom mehr und immer wieder die Romanischen Kirchen ins Bewusstsein gebracht werden.“

Um die Sanierung der Kirchen und von Kunstwerken in den Kirchen hat mit schon sehr viel Erfolg der Förderverein Romanische Kirchen, der von möglichst vielen Kölner durch Mitgliedschaft oder Spenden unterstützt werden sollte, seinen Beitrag geleistet und wird den auch zukünftig leisten - im übrigen auch mit vielen öffentlichen Führungen durch die Kirchen. Aber es ist noch viel zu tun!

Via SacraMaria im KapitolRomanische Kirchen in Köln/St. Maria im Kapitol
St. Maria im Kapitol St. Maria im Kapitol (leider zugebaute Nordseite ... ein Frevel!)
     
 
Problem
Problemstellung:

Bei manchen der Kirchen ist die nähere und weitere Umgebung noch nicht so gepflegt und hergerichtet, wie es bei diesem Kulturschatz angemessen und vonnöten wäre. Als Beispiel sei hier eine der bedeutendsten der 12 Kirchen, St. Gereon, genannt. Die Westseite ist ganz ordentlich hergerichtet, jedoch vor der Ostseite wirkt das Vorfeld unangemessen: völlig heruntergekommener Rasen, vermoderte Bänke, auf die man sich nicht setzen mag, und natürlich auch dort (wie auch an anderen ungeeigneten Orten) an falscher Stelle Müllcontainer, die ja auch immer zum Abladen von Müll drum herum einladen ... ein liebloser Umgang mit einer wichtigen kulturellen Stätte. ***

Eine andere Gefahr droht durch Baumaßnahmen. Ohne ein ausreichendes Höhenkonzept ist der Sichtschutz für die 12 Kirchen ständig gefährdet (Höhenkonzept inzwischen beschlossen!). Aktuell (seit 2010) ist  der freie Blick auf  St. Gereon durch das Baukonzept für die Neugestaltung des Gerling-Viertels wieder gefährdet!. Denn immer noch nicht ausgestanden ist, dass beim Ausbau des Gerling-Quartiers das Sichtfeld um der Kirche durch Missachtung des vom Rat beschlossenen Höhenkonzepts beeinträchtigt werden könnte. Gegenwehr ist noch nötig!

KölnTourismus bewirbt im Sinne des Kardinals Meissner u. E. diesen Schatz noch bei weitem nicht gut und offensiv genug. Die Kirchen sind zwar in der Broschüre „Köln. Die Stadt“ beschrieben, eine solches Kulturgut bedarf aber einer eigenen Themen-Broschüre mit Lageskizzen. Dieses Kulturgut wird zwar nicht so versteckt und vernachlässigt wie manche Denkmäler aus der römischen und der mittelalterlichen Epoche Kölns (s. hierzu "Mängelliste Kölner Denkmäler" ), könnte und müsste aber u. E. angemessener und offensiver beworben und  bekannt gemacht werden (s. Beispiel Themenbroschüre "Kirchen in Mainz").

Man fragt sich auch, warum dieses einmalige Ensemble u. W. noch nicht für die Aufnahme in die Liste der  Weltkulturerbestätten der UNESCO vorgeschlagen worden ist.

Schließlich ist der Gedanke eines inszenierten Besuchs- und Pilgerweges mit Einbindung der 12 Romanischen Kirchen - einer Via Sacra -, den Kölner Stadtplaner schon 1950 aufgegriffen haben, bisher offenbar immer noch noch nicht in einer konkreten Planungsphase. Warum eigentlich nicht? (Dieses Projekt ist  beschrieben in dem Buch „Via Sacra“ von Hiltrud Kier/Bachem-Verlag). Die Via Sacra - ein vergessenes Projekt?

St. Gereon

St. Gereon/Ostseite ***

   

   Einige Vorschläge zur Verbesserung:

         

 
1.

Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung zum Erstellen und Umsetzen eines Gesamtkonzepts für die Optimierung der Gestaltung der Umgebung der 12 Kirchen sowie Sicherung der freien Sicht durch ein hierfür geeignetes Höhenkonzept.
*** Hinweis: Ostseite St. Gereon inzwischen saniert.

Hinweis:
Verträgliches Höhenkonzept mittlerweile beschlossen
.
 
   

   
 2.


Optimiertere Beschreibung und Bewerbung des Kirchen-Ensembles durch KölnTourismus, z. B. mit einer eigenen Broschüre "Ensemble Romanische Kirchen Köln" bzw. der Broschüre des Fördervereins Romanische Kirchen (s. vergleichbare Lösungen
z. B. bez. Kirchen in Mainz).

 
3.

Erarbeiten eines Antrags zur Aufnahme des Ensembles in die UNESCO-Weltkulturerbestätten.

 


4.


Unverzüglich Aufgreifen und Umsetzen des Gedankens der Inszenierung einer „Via Sacra“ entlang der 12 Romanischen Kirchen.
 
   

                     
 Stand: 2011  
 
ANSPRECHPARTNER:


Verantwortliche (Verwaltung/Politik/Sonstige)

Oberbürgermeister
Stadtkonservator/in Köln
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Stadtplanungsamt
Dezernat für Kunst und Kultur

Ratsfraktionen von SPD, CDU, Grüne, FDP
Ausschuss für Stadtentwicklung des Stadtrats
Ausschuss für Kunst und Kultur des Stadtrats

KölnTourismus

Interessierte (Vereine und Organisationen)
Aktionsbündnis 
Stadtbaukultur
City-Marketing Köln e.V.
Kölner Netzwerk Bürgerengagement (im Amt des OB)
Kölner Verkehrsverein zur Förderung des kulturellen Lebens
Förderverein Romanische Kirchen e. V.
Historische Gesellschaft Köln e. V.

Lokale Medien
Kölner Stadtanzeiger
Kölnische Rundschau
Kölner Express
Westdeutscher Rundfunk
Radio Köln
Center TV

 


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** Web-Projekt z. Zt. eingestellt!  

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© GL Köln

16.01.2012


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